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Telekolleg Innsbrucker Skidialekt: Einführung & Lektion 1

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Der Winter naht! Nachdem er anscheinend letztes Jahr die Adresse der Nordalpen irgendwo verlegt hatte, stehen nun die Schneesüchtigen schon Hufe scharrend in den Startlöchern. Von ihnen gibt es gerade in Innsbruck ja mehr als genug, ganz egal ob es nun Studenten oder Hängengebliebene sind. Trifft man nun diese Leute beim allabendlichen Feierabendbier, kommt es unweigerlich zu Verständigungsschwierigkeiten, spätestens wenn es ums Skifahren geht.

 

Hat man nichts mit dem Skifahren und im spezielleren dem Off-Pisten-Skifahren, auch Freeriden genannt, zu tun, versteht man erst einmal nur Bahnhof. Jetzt gibt es einige Möglichkeiten dieses Problem zu lösen. Lösung Nummer eins, man outet sich als Unwissender und lädt somit Spott und Häme auf sich. Die nächste Lösung wäre sich zu entschuldigen und schnellstens das stille Örtchen aufzusuchen. Lösung Nummer drei, man gibt eine Runde aus und hofft auf einen schnellen Themenwechsel.

Um euch diese Peinlichkeiten zu ersparen, bieten wir euch ab jetzt eine vierte Alternative. Jede Woche werden wir hier neue Begriffe, wie „tomahawken“, „powder“, „bluebird“ oder „gopro(-edit)“ vorstellen. Damit seid ihr dann auch mit dem wichtigsten Vokabular ausgerüstet und kommt ohne peinliche Situationen durch den Winter.

Lektion 1

Powder: Das Lustobjekt aller Skisportenthusiasten und nein, damit ist nicht Koks gemeint, auch wenn das kalte, weiße Gold zumindest ähnliche Gefühle hervorruft. Die Inuit haben für Schnee über 40 Namen, für unseren Gebrauch reicht ein Wort: Powder. Das Wort beschreibt den besten Zustand von Schnee: Leicht, tief und unzerfahren. Gibt es genug Neuschnee, trennt sich bei den Studenten die Spreu vom Weizen. Die eine Gruppe geht vorschriftsgemäß in die Uni. Die zweite dagegen wird sich auf einen Kompromiss einigen. Skifahren ja, aber dafür gleich danach mit Sack und Pack in die Vorlesung und die Kommilitonen mit dem Geruch der vergangenen schweißtreibenden Stunden beglücken. Die wahren Powder-Jünger freilich werden an solchen Tagen nicht in der Uni anzutreffen sein, da sie ein spontaner Anflug des höchstansteckenden Powder-Fiebers dahingerafft hat.

Drop: „Drop cliffs not bombs“, ist der Slogan einer kreativen Bekleidungsfirma. Abgesehen von der sympathischen politischen Botschaft, spricht der Slogan die fortgeschrittenen Skiakrobaten an. Will man sich beim Skifahren zeigen, so funktioniert das am besten, wenn man direkt unter dem Skilift über Felsen hüpft. Doch „Hüpfen“ ist hier kein angemessener Begriff, der dem Anspruch der Coolness gerecht wird. Ein gutes Substitut: droppen.

Cliff: Kurz gesagt: Cliff=Fels. Auch einer dieser anglophonen Begriffe. Damit werden alle mehr oder weniger großen Felsen bezeichnet, über welche man als Skifahrer/Snowboarder springen kann. Hört man am Abend über die Höhe der heute gesprungenen Cliffs, gilt die Faustformel für die wirkliche Höhe der Cliffs: vor zehn Uhr bzw. dem sechsten Bier wird die angegebene Höhe durch zwei dividiert, danach durch drei. Ein Fakt am Rande, in Kanada gibt es auch die sehr populären Cliffbars, schmecken sehr gut und beinhalten garantiert keine Felsstücke.

Lektion 2: Bluebird, Switch, Backcountry

Lektion 3: Tomahak, Goggle Tan, 360

Lektion 4: stoked, gopro-edit, LVS

Lektion 5: Splitboard, The game of G.N.A.R., Ullr

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