Begin typing your search above and press return to search. Press Esc to cancel.

(IMHO) Kapitel vier: Ist das noch Rassismus oder ist das schon Dummheit?

Share

Rassismus ist dumm. Der Alltagsrassismus folgt uns immer und überall, jeden Tag sind wir damit konfrontiert. Die Medien schaukeln sich aktuell wieder auf, dass es hier und dort rassistische Handlungen in Österreich gibt. „Aber doch nicht hier bei mir.“ – Falsch gedacht.Rassismus in Tirol/Innsbruck

Als rassistisch verstehen die meisten Menschen handgreifliche Übergriffe, Beleidigungen und abwertende Gesten, wie beispielsweise das Spucken vor die Füße. Aber es kann so viel banaler sein, wie ein Userkommentar vom Standard letztens darstellte.

In seinem eigenen Land gefragt zu werden „Wo bisch n Du her?“ ist ja zunächst mal nicht schlimm. Wenn auf die Antwort „Österreich.“ aber nur ein Lachen kommt und die Antwort „Na, von hier bisch Du sicher nit!“, dann ist das ganz klar Rassismus. Es sind meist nicht die jungen Menschen die sich mit neuen Kulturen nicht auseinandersetzen möchten, sondern in großem Ausmaß die älteren Mitmenschen! Ich frage mich, was sich diese Menschen denken während sie am 20er Verkäufer vorbeigehen und „Schleich Di du Neger“ murmeln oder wenn sie wahllos an alle Autos mit deutschem Nummernschild ein „Verpissen Sie sich“ kleben. Ist das dann noch Rassismus oder ist es schlicht und ergreifend Dummheit und Langeweile?

Hier ein Beispiel aus meinem Alltag als Deutsch-Österreichischer Student in Innsbruck: Beim Parken im Innenhof meiner Mietwohnung schafft es ein Nachbar tatsächlich, mir innerhalb von 45min, in denen ich am Einladen war, einen Zettel an die Scheibe zu pinnen: „Ein größeres Arschloch als sie gibt es nur in München. Sie haben hier keinen Parkplatz und werden abgeschleppt. Sie sind wirklich der größte Arsch.“ Komischerweise hatten die anderen Autos keinen Zettel dran. Vielen Dank nochmal für diesen besonderen Beitrag zu meinem Sonntagvormittag an dieser Stelle! Getoppt wurde das nur noch von dem älteren Herren, der mich dann am Abend mit einem freundlichen „Sie dürfen hier nicht parken“ empfing.

Ganz davon abgesehen, dass ich eh nicht mehr weiß, wo ich in Innsbruck noch mein Auto abstellen darf (was aber alleine drei Kolumnen füllen würde), bemitleide ich diese Menschen wirklich, die so wenig Freude und Freunde in ihrem Leben haben, dass sie an einem Sonntagnachmittag lieber Streit mit den Nachbarn anfangen, als sich mit Ihrer Familie zu treffen.

In diesem Sinne mein Mitleid, immer im Hinterkopf haltend, dass es zum Glück nur die Minderheit ist, die einem ans Bein pissen will.

Leave a comment

Add your comment here

Share