Begin typing your search above and press return to search. Press Esc to cancel.

Lebst du schon meatless?

Auch wenn der Fleischverbrauch pro Kopf sinkt, ist er in Österreich immer noch deutlich zu hoch. Unsere kleine Alpenrepublik hat, nach Spanien und Luxemburg, den dritthöchsten Fleischkonsum pro Kopf in Europa. Welche weitreichenden und vor allem schwerwiegenden Folgen dies für die Umwelt hat, ist den meisten von uns oft nicht ganz bewusst. Den Fleischkonsum zu reduzieren hilft aber nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Gesundheit. Sollte es dir trotzdem schwerfallen auf Fleisch zu verzichten, gibt es eine einfache Lösung, nämlich meatless . Wir haben sie ausprobiert und mit dem Entwickler gesprochen.

Wer steht hinter meatless?

Hinter meatless steht Max Haider. Momentan wohnt und arbeitet der gebürtige Osttiroler in Graz. Umwelt und Tierschutz ist dem 22-Jährigen sehr wichtig, Vegetarier ist er aber nicht, wie er uns verrät. Er selbst bezeichnet sich als Flexitarier. Er isst also nur sehr selten und nur ausgewähltes Fleisch.
„Im ersten Corona-Lockdown habe ich, wie vermutlich alle, eine gewisse Entschleunigung erlebt und mir wurde bewusster welche Lebensmittel ich genau zu mir nehme. Ich konnte feststellen, dass meine Ernährung sehr fleischlastig war.“
Dass eine fleischlastige Ernährung nicht die beste ist, war dem Software-Entwickler bewusst. Um seinen Fleischkonsum zu tracken und zu reduzieren kam ihm die Idee zu meatless.
„Es war mir natürlich kein Geheimnis, dass solche Ernährungsweise nicht besonders gesund oder umweltfreundlich ist. Deswegen habe ich mich nach einer Tracking App für meinen Fleischkonsum umgesehen. Keine der damals angebotenen Apps erfüllte jedoch meine Ansprüche, weshalb ich meine Eigene entwickelte“.
Mit der Entwicklung des Projekts startete er im Mai 2020, damals noch gemeinsam mit Bernhard Waidacher. Da dieser allerdings nicht mehr am Projekt beteiligt ist, hat Max mittlerweile seinen Job von Vollzeit auf Teilzeit umgestellt, um sich voll und ganz seiner App zu widmen. Lange allein geblieben ist er damit aber nicht. Seit neuestem erhält er Unterstützung von Christina Brenn, einer 23-jährige Lehramtsstudentin aus Graz, die sich um einen reibungslosen Ablauf im Bereich der Kulinarik, Social Media und Translation kümmert.

Der Entwickler der App: Max Haider

Was macht meatless aus?

Die App erfreut sich seit ihrer Entwicklung vor einem Jahr immer größerer Beliebtheit. Bis heute hat die App schon 5000 Downloads und ist für iOS und Android erhältlich. Sie ist hauptsächlich dazu gedacht, den eigenen Fleischverbrauch so gut wie möglich zu reduzieren. Die Grundidee dahinter ist einfach: „Schon bei der Recherche fiel mir sofort auf, welche drastischen Auswirkungen der Fleischkonsum auf unseren Planeten hat. Um dem entgegenzuwirken kann wirklich jeder von uns einen Beitrag leisten, egal wie groß oder klein dieser ist – every little helps“ erklärt uns Max.
Was meatless aber so besonders macht ist das Engagement für Nachhaltigkeit. Max setzt sogar bei seiner Website auf ein umweltschonendes Webhosting. Diese liegt auf österreichischen Servern, die zu 100 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Das kann meatless …

Doch was kann die App eigentlich? Die Idee hinter der App ist relativ simpel, sie soll helfen den eigenen Fleischkonsum zu tracken und ihn dadurch zu reduzieren. Dabei wird der CO2 Ausstoß und der Wasserverbrauch der eigenen Ernährung berechnet. Doch reine Maßangaben sind für viele von uns eher schwer fassbar. Die Lösung dafür sind die Challenges, welche die App dir stellt. Eine jener Challenges lautet zum Beispiel so viel CO2 durch die eigene Ernährung einzusparen, wie eine Autofahrt zwischen Frankfurt und München verbrauchen würde. Doch sie sollen nicht nur veranschaulichen, erklärt der Entwickler: „Mit den Challenges hilft meatless dir dabei am Ball zu bleiben. Solltest du besonders motiviert sein, kannst du dir diese Ziele setzen, die dich auf deinem Weg begleiten.“
Dabei kann die App aber noch viel mehr. Neben CO2-Ausstoß und Wasserverbrauchs-Berechnung, bietet sie auch detaillierte Statistiken, Informationen und Daily Facts. Bei der Berechnung werden Daten des Landes, in dem man sich aufhält, verwendet. Neben Österreich werden von der App mittlerweile bereits 130 verschiedene Länder unterstützt. Außerdem erinnert sie dich täglich daran, einen Eintrag zu erstellen, wenn du das möchtest. Für deinen Homescreen gibt es ein Widget und die App unterstützt auch den Dark Mode deines Gerätes. Unser Lieblingsfeature bleibt aber das der kleinen Animal Friends. Umso öfter du auf Fleisch verzichtest, umso mehr kleine Tierchen schmücken die App. So kannst auch du No-Meat-Lisl und ihre Freunde kennen lernen. Was dabei noch richtig cool ist? Die Basisversion von meatless ist kostenlos. Die App finanziert sich nämlich durch die Premium Version, welche noch weitere Features bietet.

Meet No-Meat- Lisl: eines der vielen Animal Friends

Was kommt in Zukunft?

Abschließend haben wir noch ein paar Insider-Infos für euch. Max hat uns verraten, welche neuen Features die App erhalten wird. Neben online Backups, mehr Statistiken und neuen Achievements freuen wir uns vor allem auf eine Neuerung: Die animierten Animal Friends, dann können wir No-Meat-Lisl sogar in Action erleben. Auch ein neues Widget soll noch kommen. Wir bleiben auf alle Fälle gespannt!

 

 

Wenn du deinen Fleischkonsum also reduzieren und dabei coole Tierfreunde und nützliche Infos sammeln willst, dann ist meatless die richtige App für dich. Aber auch für alle die bereits auf Fleisch verzichten, kann die App ein spannender Alltagsbegleiter sein. Unser Fazit: Eine unterhaltsame App eines jungen engagierten Teams, die tatsächlich dazu motiviert nachhaltiger zu leben.

 

Bilder: Max Haider / meatless

Hi, ich bin Hannah. Hier findest du den ein oder anderen Artikel von mir. Wenn ich nicht gerade an etwas schreibe, studiere ich an der Universität Innsbruck. Abseits des Schreibtisches bin ich meistens irgendwo zwischen Innsbruck und Lienz zu finden, dort am liebsten draußen. Du willst mehr wissen? Sieh dir einfach meine Verlinkungen an!