Begin typing your search above and press return to search. Press Esc to cancel.

Aurora – nur ein altes Märchen oder eine neue Studienorganisation?

Aurora, so heißt nicht nur die Prinzessin im Märchen Dornröschen der Gebrüder Grim, sondern auch eine Universitätsallianz in Europa. Die Aurora European Universities Alliance verbindet neun Universitäten aus ganz Europa, von Island über die Niederlande bis hin nach Italien.

Auch die Universität Innsbruck gehört seit Oktober 2019 dazu. Seit 2020 wird die Allianz durch die Europäische Kommission gefördert, wodurch die gemeinsamen Aktivitäten auf eine komplett neue Ebene gehoben werden.

„Ziel dieser Initiative (Europäische Hochschulen) ist es, eine neue Generation kreativer Europäerinnen und Europäer zusammenzubringen, die in der Lage sind, in verschiedenen Sprachen, über Länder- und Fachgebietsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Fachkräftemangel, mit denen Europa konfrontiert ist, zu bewältigen.“ (Europäische Kommission)

Dafür sollen insbesondere Mobilitätsangebote, genannt Aurora Borderless Learning, und eine Internationalisierung des Studienprogramms gefördert werden. Dabei soll es aber nicht nur um fachliche und professionelle Kompetenzen, sondern auch um die Ausbildung eines neuen mind sets, welches die Persönlichkeit stärkt, gehen. Akademische Exzellenz und eine Vielfalt an neuen Kompetenzen sollen ihren Beitrag dazu leisten, den gesellschaftlichen Wandel zu beeinflussen und die wesentlichen Herausforderungen der heutigen Zeit gemeinsam zu meistern. Die Aurora Alliance spricht hierbei von Aurorisation und Aurora Learning for Societal Impact.

Das hört sich ja alles schön und gut an. Aber sitzen wir Studierende eigentlich mit am Verhandlungstisch, wenn es um uns geht? Und ob! StudentInnen stellen sogar einen der vier Kernbereiche des Aurora-Netzwerkes dar und haben bei den Vorhaben einiges mitzureden. Verwirklicht wird diese Beteiligungschance durch das Aurora Student Council (ASC). Im Council kommen jeweils zwei StudentInnen jeder Universität zusammen, welche die Prioritäten bezüglich Studierendenangelegenheiten setzen.

Bei Aurora soll jedoch auch wirklich allen Interessierten die Chance geboten werden mitzuwirken. Seit November befindet sich dafür das Aurora Student Champions Scheme in der Pilotphase. Insgesamt 32 Studierende sind Teil des Projekts und arbeiten schon fleißig an den sogenannten Work Packages, die sich zum Beispiel um Nachhaltigkeit oder auch kulturelle Identität drehen.

Gerade die Möglichkeit, sich mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zu beschäftigen, und die Idee einer internationalen universitären Zusammenarbeit überzeugt die derzeitigen Student Champions. Radovan, ein Student der Universität Innsbruck, ist folgender Meinung:

„Die Idee der nachhaltigen Bildung und die der interuniversitären Vernetzung erachte ich persönlich als enorm wichtig und hochaktuell. Als Mitglied von Aurora Innsbruck will ich vor allem diese Punkte der Agenda fördern und an deren Ausarbeitung mitwirken.“

Neben diesen Möglichkeiten sehen die Student Champions vor allem auch die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Studierenden anderer Universitäten als bereichernd an. Die Studentin Alba von der Universität Rovira i Virgili ist davon begeistert und hat sich folgendermaßen dazu geäußert:

„In my case, the pen pal activity is one of the things that attracted me the most about the Student Champions Scheme. Being able to communicate and get to know people from all over Europe is a magnific experience of knowledge.”

Möchtest du mehr über die Alliance oder das Student Champions Scheme erfahren? Schau doch einfach mal auf der Website vorbei: https://aurora-network.global/, https://aurora-network.global/project/aurora-student-champion-scheme/

 

Text: Stefanie Fasching-Stadlmair, Valerie Bauder & Miriam Egger

Beitragsbild: © Aurora