INUI – Studierende für nachhaltige Universität startet durch

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Nachhaltigkeit ist Mainstream. McDonalds hat eine Nachhaltigkeitsstrategie, H&M produziert mit Organic Cotton und in den Alpen kann man in Bio-Fair-Hotels übernachten. Das Thema ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. An der Universität Innsbruck findet das Thema bisher nur relativ wenig Beachtung.  Das soll sich nun ändern. Mit der Gründung der studentischen Initiative INUI soll Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil der Uni werden. Ziel ist neben einzelnen Projekten, wie der Begrünung der Geiwi-Betonwüste und Tauschregalen, Nachhaltigkeit zu einem Thema in allen Studienrichtungen zu machen. Als Auftaktveranstaltung findet am 26. Juli von 10-16h an der Geiwi ein AllesTauschmarkt statt.

INUI steht für „Initiative Nachhaltige Universität Innsbruck“ und wurde im April 2018 von Studierenden gegründet. Am Anfang stand, wie so oft, eine Idee: der graue Innenhof des Unigebäudes am Innrain soll grüner werden. Aus dieser vagen Idee ist dann etwas viel Größeres entstanden: eine Initiative aus motivierten Studierenden, die es sich zu ihrem Ziel gemacht hat Nachhaltigkeit an der Uni zu diskutieren, zu unterrichten und umzusetzen. Die kleine Gruppe hat sich in diesem Frühling zu einem Workshop getroffen und ihre losen Ideen, unterstützt von Lehrenden der Geographie und dem deutschen (Nachhaltigkeits-) Netzwerk N, zu einem Konzept zusammengetragen. INUI geht damit ein längst überfälliges Thema an – Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der Uni zu machen und langfristige Veränderung  auf allen Ebenen anzustoßen. An der Uni soll ein runder Tisch für Diskussionen mit möglichst vielen verschiedenen Akteuren der Uni zu dem Thema etabliert und fächerübergreifende Kurse  zum Thema Nachhaltigkeit angeboten werden.

 

Die Mitglieder der INUI Initiative

An konkreten Ideen mangelt es der Initiative nicht – studentisch organisierte Lehre, Poetry-Slams, Vortragsreihen und Diskussionsveranstaltungen zu Nachhaltigkeit, sowie ein Tauschregal, günstigeren Kaffe für selbst mitgebrachte Becher oder Uni Gardening sind nur einige Ideen, die nur darauf warten in die Tat umgesetzt zu werden. Für deren Realisierung und weitere Ideen sind neue Gesichter herzlich willkommen (Kontakt siehe unten). Die erste Aktion von INUI findet in Form eines AllesTausch Marktes im GeiWi Innenhof am 26. Juli von 10-16h statt.

One mans trash is another mans treasure

Was hat ein Kleidertausch jetzt mit Nachhaltigkeit zu tun? Und was heißt das eigentlich, Nachhaltigkeit? McDonalds verkauft seine Burger als nachhaltig, weil das Fleisch in Österreich produziert wird. Da spricht zwar nichts dagegen, es hat aber nur sehr vage etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. In dem frisch fertig gestellten Konzeptpapier von INUI wird Nachhaltigkeit als „Einklang von sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedürfnissen auf und zwischen unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Skalen“ beschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen muss es zu einer „langfristigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft kommen, zu der besonders Hochschulen einen wichtigen Beitrag leisten können“. Klingt kompliziert, ist es irgendwie auch. Und trotzdem, die Grundidee ist einfach: wir leben über unsere Verhältnisse und das sollten wir ändern. Für uns, für andere Menschen und Lebewesen, für zukünftige Menschen und Lebewesen.

Mehr Geld, mehr Sportausrüstung, mehr Reisen. Mehr, mehr, mehr!

Unsere Leben sind auf Wachstum ausgerichtet, doch unsere Erde ist begrenzt und damit wird grenzenloser Wachstum unrealistisch. Irgendwo wissen wir ja, dass manche unserer Handlungen nicht unbedingt „gut“ sind (Stichwort: billige Klamotten-Ressourcenverbrauch-Sweatshops oder Co² Ausstoß-Klimawandel-Meeresspiegelanstieg).  Spätestens seit  Al Gores Film „eine unbequeme Wahrheit“ wissen wir worum es geht und doch geht es eigentlich um mehr Elektro-Autos. Es geht darum unsere Lebensweisen umzudenken.

Nachhaltigkeit ist ein Ziel, das wir erreichen müssen.

Das Leben nicht nur nachhaltiger sondern nachhaltig zu machen ist gar nicht so einfach. Warum? Weil wir noch nicht wissen, wie das aussieht. Doch wenn nicht an Universitäten, wo sollen diese Ideen entstehen?  Tauschen statt neu kaufen ist nur eine Idee wie anderes Wirtschaften aussehen könnte, ohne dabei an Lebensqualität und Spaß einzubüßen. Wir sind gespannt welche Diskussionen und Projekte INUI in den kommenden Monaten und Jahren auf dem Weg zur nachhaltigen Uni Innsbruck und darüber hinaus anregen wird.

 

 

Um Kontakt aufzunehmen und für weitere Informationen:

https://www.facebook.com/pg/INUIBK/about/?ref=page_internal

https://plattform-n.org/group/inui

 

Bild und Abbildungsquelle: INUI

 

 

 

 

 

 

 

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