Warm-up mit Monstern und Hippies

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Heil zurück von einer Zeitreise mit Godzilla und den Blumenkindern der 1980er: Von 22. bis 24. März 2018 findet in Innsbruck die Diametrale – (Film)Festival für Experimentelles und Komisches statt. Bei der Warm-up-Veranstaltung am vergangenen Samstag sind wir schon mal auf Tuchfühlung mit der Welt des Absurden und Komischen gegangen.

 

„A.r.G.da.Na.ni (Aus rechtlichen Gründen darf Name nicht (genannt werden))“ lautet der Titel der Cross-Media-Lecture-Performance, die zum Auftakt der zweiten Diametrale im BRUX stattgefunden hat. Gemeinsam mit dem Publikum nähert sich Filmemacher Jan van Hasselt Argdanani und ergründet den Charakter und die Faszination des berühmten japanischen Filmmonsters. Unkonventionell und komisch, passt die Performance nicht nur inhaltlich gut ins Konzept des Festivals. Durch die Kombination aus Bühneninstallation, Lesung, Video und Live-Musik steht die Darbietung auch für die experimentelle Vernetzung künstlerischer Darstellungsformen.

 

Ähnlich wie Godzilla, wandert Jan van Hasselt durch die Miniaturstadt im BRUX.

 

Eine Stunde später bei der Filmvorführung im Leokino kommt einem die crossmediale Lesung allerdings fast gewöhnlich vor. Wenzel Storchs Hippiesatire „Sommer der Liebe“ von 1992 katapultiert einen Szene für Szene von einem ungläubigen „Was?!?“ zum nächsten. Viele Momente sind so absurd, dass lachen die einzig mögliche Reaktion zu sein scheint und zwischenzeitlich wiegt man sich irgendwo zwischen Reizüberflutung und Bewunderung. „Als hätten die Monty Pythons LSD gefuttert.“, so beschrieb der Satiriker Wiglaf Droste den Film – und ja, „Sommer der Liebe“ bietet die volle Dröhnung an komischer Absurdität.

 

Ein kleiner Einblick in die Welt des Absurden im „Sommer der Liebe“ …

 

Als wir am Ende des Abends langsam wieder in die Realität zurück schlendern, wird aber vor allem eines klar: Komisch ist nicht gleich komisch und Absurdität hat viele Facetten. Die Diametrale feiert diese Vielseitigkeit mit Beiträgen aus Film, Musik und Kunst. Konventionen, gewohnte Narration und Ästhetik dürfen gebrochen und Selbstverständlichkeiten hinterfragt werden. Dass unter dem Motto Experimentelles und Komisches auch der Unterhaltungswert nicht zu kurz kommt, macht das Festival auch für Absurditäts-Neulinge interessant. Und ein Blick über den Tellerrand hat bekanntlich ja noch keinem geschadet.

 

Die Diametrale findet von Donnerstag, 22. März bis 24. März 2018 statt.

Die Locations für die bevorstehenden Veranstaltungen sind das Leokino, P.M.K. und THEATER PRAESENT.

Nähere Infos zum Festival, Programm, Tickets und Veranstaltungsorten gibt es auf der Website sowie der Facebookseite der Diametrale.

Trailer unter https://vimeo.com/256554012

 

 

Fotos von der Cross-Media-Lecture-Performance „A.r.G.da.Na.ni.“:

 

In der Multimedialesung „A.r.G.da.Na.ni.“ kombinierten die Macher Videobeiträge, …

 

… Bühnen-Performance und …

 

… Live-Musik.

 

Fotos: Lisa Probst

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