Terrys Tod im Theater

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Als Skelett in schwarzem Kapuzenumhang, mit einer Sense in der knochigen Hand, betritt er die Bühne – und fällt hin: Herzlich Willkommen in Terry Pratchetts Scheibenwelt um „Gevatter Tod“! Von 08. bis 17. März 2018 gibt es die gleichnamige Fantasy-Komödie im Bogentheater zu sehen. Die Zeitlos war bei der Generalprobe dabei. Am Ende der Vorstellung können wir Tod nur zustimmen, denn bei diesem Stück kann man einem „Leb wohl“ durchaus ein „Auf Wiedersehen“ vorziehen. 

 

Tod und sein Lehrling

      

Sobald die Zeit in der Lebensuhr abgelaufen ist, gilt es die Seele vom Körper zu trennen. Das ist täglich Tods (Edith Hamberger) Job. Nun ist er auf der Suche nach einem Lehrling, an den er sein ‚Handwerk‘ weitergeben kann. Die Wahl fällt auf den tollpatschigen Mortimer, genannt Mort (Michèle Jost). Dieser macht seine Sache anfangs durchaus gut, sodass ihn sein Meister schon bald beauftragt, die ‚Pflichterfüllung‘ selbstständig zu erledigen. Tod selbst widmet sich unterdes seinem Interesse, mehr über das menschliche Wesen zu erfahren und kommt seinem Faible für Trockenfliegenangeln nach. So entgeht ihm auch, dass Mort bei seinem dritten Auftrag an seinem Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn scheitert. Vorerst zumindest, denn immerhin widerspricht der Pfusch dem Willen der Götter, bringt das kosmische Gleichgewicht ins Wanken und kann den Untergang der ganzen Scheibenwelt bedeuten. Ob es soweit kommt?

 

Mort beobachtet Tod beim Trockenfliegenangeln

 

Sir Terence David John Pratchetts Werke über die Scheibenwelt erfreuen sich nicht umsonst großer Beliebtheit: Fantastische Geschichten mit Witz und nebenbei einem Körnchen Wahrheit sind sie. Das Soliarts-Team bringt die drei Erfolgszutaten, wie gewohnt, mit schauspielerischer Exzellenz und der gewissen eigenen Note, auf die Bühne. Während man von der ersten Minute an durch die Fantasywelt saust,  kitzelt der Wechsel zwischen Schauspiel und Erzählszenen mit pantomimischer Ergänzung die eigene Vorstellungskraft. Dazwischen wimmelt es von witzigen Momenten, seien es Morts gutmütige Unwissenheit, Tods Verkupplungsversuche für seine Adoptivtochter Ysabell (Alexandra Leonie Kronberger) oder seine erkenntnisreichen Humanstudien – und Schwupps! ist da wieder eine Szene, wie sie doch auch ganz gut in unsere Realität passen würde. Man muss kein Terry Pratchett Fan sein, um sich in der Bühnenvariante der Scheibenwelt zurechtzufinden. Wer dann noch ein klitzekleines Bisschen Fantasy-Begeisterung mitbringt, erlebt mit „Gevatter Tod“ wahrlich fantastische 90 Minuten – todsicher.

 

Die Premiere am Donnerstag, 08.03.2018 ist bereits ausverkauft.

Weitere Termine:

Samstag, 10.03.2018

Mittwoch, 14.03.2018

Freitag, 16.03.2018

Samstag, 17.03.2018

Beginn jeweils um 20 Uhr

 

Tickets

Reservierung auf der Website des Bogentheaters

Preis 14 Euro, ermäßigt 10 Euro

 

Trailer zum Stück

 

 

 

Fotos: Lisa Probst

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