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(K)ein Craft Beer, bitte! – Ein Besuch im Nax

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Niki und Max aus Bayern verbindet nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die Liebe zu anständigem Bier. Für die beiden Studenten war das der beste Grund sich selbstständig zu machen und im Oktober 2015 die Bier Bar Nax  in der Kapuzinergasse zu eröffnen. Sie haben aus dem Innsbrucker Urgestein Café Sowieso ein Wohnzimmer geschaffen, in dem man sich wohler fühlt als im eigenen. Das liegt nicht nur an der ausgezeichneten Auswahl an Bieren, die dem Gast in einem Fotobuch präsentiert werden als wären sie Familienmitglieder. Die Atmosphäre ist so entspannt und herzlich, dass man beim dritten Bier feststellt, dass man eigentlich nur kurz vorbei schauen wollte. Wir haben mit den beiden über ihre gmiadliche Bar, Zukunftspläne und das Bier-Floppen gesprochen.

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Zeitlos: Was ist denn das Nax und welche Idee steht dahinter?

Niki: Nax, das ist die Kombination aus Niki und Max.

Max: Wir sind eine gemütliche Bier Bar und bieten momentan knapp 30 Biersorten an. Wir wollen das Angebot aber noch weiter ausbauen. Die Besonderheit unserer Bar ist, dass wir fast nur Biere haben, die aus dem Umkreis von 200 Kilometern kommen. Nur zwei Biere werden weiter weg gebraut. Wir haben viele bayerische Biere, einige österreichische und wir halten es uns offen auch von anderen angrenzenden Regionen Bier zu beziehen.

Niki: Wir sprechen hier nicht von Craft Beer. Wir sprechen von richtigen, anständigen Hellen, Dunklen und Weißbieren.

Max: Das Nax hat auch ein paar Spezialbiere, aber die sind alle nach dem Reinheitsgebot gebraut.

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Wie kommt man denn auf die Idee als Bayern in Innsbruck eine Bier Bar zu eröffnen?

Niki: Max und ich kennen uns seit einem Jahr. Wir sind Mitbewohner und haben erfahren, dass es in unserer Nachbarschaft eine schöne Kneipe gibt, die leider bald zumacht. Max und ich fanden die Vorstellung total schade, dass es den Treffpunkt nicht mehr geben würde. Und da wir die Kompetenz haben und Bier gut finden…

Max: Bei uns geht es darum, dass man sich bei einem Bier gemütlich zusammenhockt und einen schönen Abend hat. Und am Wochenende richten wir auch gerne Party-Events aus. Das war ungefähr die Idee dahinter – und die geht auf.

Und warum ausgerechnet eine Bier Bar?

Max: Eine ganz normale Bar ist ja langweilig!

Niki: Das lag sicherlich auch an der Liebe zum Bier und an der Affinität zur Sache. Und wir sind beide Bayern.

Da liegt das Bier im Blut.

Niki: Ganz genau, da kann man gar nichts machen.

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Hatte die Bar anfänglich mit Schwierigkeiten zu kämpfen?

Niki: Es hat eigentlich von Anfang an gut geklappt.

Max: Das hatte sicherlich auch damit zu tun, dass wir ganz viele gute Freunde hier haben, die uns wirklich von der ersten Minute an unterstützt haben. Teilweise bei der Konzeptualisierung und ganz stark beim Aufbau. Der war ein großes Gemeinschaftsprojekt mit ungefähr 20 Leuten, die in nur zehn Tagen alles umgebaut haben. Es war schön, dass immer wieder Leute vorbeigekommen sind und mit angepackt haben.

Niki: Am Tag vor der Eröffnung haben wir uns dann alles angeschaut und realisiert, was wir in so kurzer Zeit geschafft haben. Das war wirklich ein tolles Gefühl.

Auf eurer Karte bietet ihr überwiegend deutsches Bier an. Kann österreichisches Bier nicht so richtig mithalten?

Niki: Das österreichische Bier ist gerade im Kommen. Wir haben mittlerweile auch das Tiroler Bier im Angebot und dem sollen auch noch zahlreiche weitere folgen.

Max: Wir wollen das Angebot gar nicht so regional beschränken. Wir sind da immer wieder mit Leuten in Kontakt und schauen, dass wir das Sortiment auf einer gesunden Ebene wachsen lassen. Wenn das Bier gut schmeckt, ist es egal, wo es herkommt!

Stellt euch vor, ihr wärt ein Bier. Welches wärt ihr?

Max: Ich wär ein sauberes, dunkles Bier. Vielleicht wäre ich sogar ein dunkles Weißbier. So ein richtiges gemütliches.

Niki: Ich wäre ein Pale Ale. Einfach mal so tun als wäre man ein Bier, obwohl man es eigentlich nicht ist. Etwas ganz Besonderes und einfach mal anders.

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Wie geht es in der Zukunft mit dem Nax weiter?

Niki: Wir wollen natürlich weiter wachsen. Mehr Bier, mehr Aktionen. Wir haben jetzt schon tolle Events wie Live-Musik und eine eigene Hausband, die Swing, Gypsy Jazz und Lindy Hop spielt. Außerdem gestalten wir Sponsionsfeiern und Weihnachtsfeiern. In Zukunft sollen noch mehr Events stattfinden und momentan planen wir eine Bier-Flopp-Meisterschaft* am 4. Dezember. Man darf sich gern als Dreier-Team anmelden. Unter anderem zum Einanderzufloppen, Kreativfloppen und Zielfloppen.

 

Falls ihr jetzt Lust auf die Bier-Flopp-Meisterschaft bekommen habt, schaut einfach mal online beim Nax vorbei oder meldet euch direkt in der Bar an. Dann könnt ihr auch gleich auf ein Tegernseer, ein Gutmann Weißbier oder eine Disco Cola bleiben. Selbstgemachte Bayerische Brotzeit und Sandwiches gibt es übrigens auch.

Das Nax

Kapuzinergasse 8

6020 Innsbruck

Öffnungszeiten: Mo-Sa:  17:00-01:00

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*Beim Bierfloppen geht es darum, das Bier besonders kunstvoll und geräuschvoll zu öffnen.

Fotos: Lorenz Zenleser

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