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Die Zukunft des studentischen Wohnens in Innsbruck

Bürgermeister Georg Willi zur Gestaltung eines „modernen und nachhaltigen Wohnraums für Studierende“ der Zukunft

Unser geliebtes Innsbruck, die Tiroler Landeshauptstadt, ist der bedeutendste Bildungs-, Universitäts- und Wissenschaftsstandort in Westösterreich. Rund 22% der anwesenden Bevölkerung Innsbrucks sind Studierende (Statistik 2018/19). Wenig überraschend daher, dass Studierende auch einen hohen Anteil der Wohnungssuchenden ausmachen. Neben Wohngemeinschaften, welche bei Studenten die beliebteste Wohnform ist, legt die Stadt Innsbruck vor allem auf Studentenheime zur „Entlastung des privaten Wohnungsmarktes“ Wert. Mehr Studentenheimplätze verringere die Nachfrage nach Studenten-WGs und senke die Mietpreissteigerungen, so die Studie der Stadt zum studentischen Wohnen 2019.

Problemlage: Innsbruck hat eine geringe Heimplatzquote (Verhältnis von Studentenheimplätzen zur Gesamtzahl der Studierenden) von 10,5% (Winter 2017/18). Im Vergleich lag die Quote in Salzburg bei 17%. Grund dafür sei, laut Studie der Stadt Innsbruck, eine ansteigende Anzahl an Studierenden in Kombination mit einer stagnierenden Anzahl an Heimplätzen. Zwischen 2000 und 2018 stieg die Anzahl der Heimplätz um nur 135.

Georg Willi, Bürgermeister der Stadt Innsbruck, hat sich zum Ziel gesetzt, das erschwingbare Wohnen für die Studierendender Zukunft durch den Ausbau der Wohnmöglichkeiten zu gewährleisten. Aktuell gibt es sechs Projekte zum Ansatz der Verwirklichung dieses Zieles. Um mehr über das Wohnen der Studierenden in Zukunft zu erfahren, haben wir vom Studierendenmagazin Die Zeitlos Bürgermeister Georg Willi kontaktiert, um ihm ein paar Fragen zum Thema zu stellen:

Die Zeitlos: Sie haben sechs Projekte angekündigt, um das Finden einer Wohnung für Studierende zu erleichtern, wie schaut es derzeit mit der Entwicklung dieser Projekte aus?

Georg Willi: Zum aktuellen Stand der Projekte gibt es einige Informationen:

  • Studentisches Wohnen Schlachthofblock: Hier entstehen rund 75 Plätze in Form, von WG-ähnlichen Wohneinheiten mit jeweils mehr als 100 Quadratmeter. Umgesetzt wird das Projekt von der Innsbrucker Immobilien GmbH&Co KG (IIG) und soll im Herbst 2022 bezugsfertig sein.
  • Pradler Saggen: 100 Plätze werden hier entstehen, die Umsetzung erfolgt durch die NHT (Neue Heimat Tirol) und auch dieses Projekt soll bis 2022 gelingen.
  • Sandwirt: Hier ist noch offen wie viele Plätze es werden, jedoch wird es vermutlich das größte der aktuell 6 Projekten werden.
  • Andechsstraβe: 75 Plätze sollen hier neben dem dort erst vor Kurzem von NHT und Raiffeisen übergebenen Wohnprojekt entstehen.
  • Karmelitergasse: weitere 100 Plätze sind geplant, auch dieses Projekt wird die IIG übernehmen
  • Areal Ulfiswiese: hier sollen 200 Wohnplätze für Studierende entstehen- hier ist der gemeinnützige Wohnbauträger Frieden dran.

Der dazugehörige Wettbewerb kann gestartet werden. Bei den übrigen Projekten werden die konkreten Planungen und dazugehörigen Wettbewerbe im kommenden Jahr starten, gebaut wird hier ab 2022.

In der nach dem ersten Runden Tisch im Oktober festgelegten Arbeitsgruppe werden derweil noch Finanzierung und Flexibilisierung der Richtlinien, die ein zeitgemäßes Bauen für Studierende ermöglichen sollen, erarbeitet. In der Arbeitsgruppe wurden heute bis Ende Jänner drei weitere Sitzungstermine vereinbart.

Was hat Sie dazu motiviert, diese Projekte ins Leben zu rufen?

Ich sehe als Aufgabe der Stadt Innsbruck, modernen und nachhaltigen Wohnraum für Studierende zu schaffen – auch um den Wohnungsmarkt für den Rest der Bevölkerung zu entlasten.

Was ist ihr Langzeitziel, was Wohnen für Studierende in Innsbruck betrifft? Wie hoffen sie das zu erreichen?

Ziel ist, Wohnraum für möglichst viele Studierende zu schaffen. Dieser muss den Anforderungen der Studierenden entsprechen und günstig sein und bleiben – wir wollen, dass die Zimmer in den Wohnheimen nicht mehr als 400 Euro kosten.

Wie glauben Sie wird das Wohnen für Studierende in Innsbruck in der Zukunft aussehen? Wird Innsbruck weiterhin eine Studentenstadt bleiben?

Unbedingt soll Innsbruck eine Studentenstadt bleiben – die Jungen aus ganz Europa und der Welt haben das Leben unserer Stadt schon immer enorm bereichert und so soll es auch bleiben. Ich glaube, die Zukunft des Wohnens für Studierende wird eine vielfältige sein. Neben modernen Wohnheimen wie wir sie nun bauen werden, wird auch das Thema generationenübergreifendes Wohnen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

 

Fotos: Pixabay