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LEBENSMITTEL RETTEN? JA, NATÜRLICH – KEIN PROBLEM!

©Lisa Fotios von Pexels

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen wird weltweit ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Allein in Österreich landen laut Schätzungen jährlich fast 1 Million Lebensmittel in der Tonne statt am Teller. Die Auswirkungen unseres Handelns auf die Natur und das Klima sind verheerend und unnötig. Es schlägt fünf vor zwölf!

 

Ideen müssen her. Das haben sich auch die Gründer*innen der Initiative foodsharing gedacht, die im Jahr 2012 in Berlin ins Leben gerufen wurde.

Mittlerweile kann sie als internationale Bewegung bezeichnet werden, denn aktive Foodsharer*innen in zahlreichen europäischen Ländern sind Teil der Community geworden. Unter ihnen und mittlerweile auch innerhalb unserer Gesellschaft ist ein Umdenken zu verspüren. Die Sensibilisierung für dieses dringende Thema wird immer stärker zum Fokus der Arbeit in der Initiative.

 

Das tolle dabei: Jeder*, der* daran Interesse hat, kann einen Beitrag leisten und Teil der Food-Retter-Community werden. foodsharing ist eine Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung stark macht und überproduzierte oder nicht mehr gewollte Lebensmittel sowohl in Haushalten als auch von Betrieben rettet. Das Ziel dieser Initiative ist es, das Bewusstsein der Menschen gegen Lebensmittelverschwendung zu stärken und ihnen alternative Methoden aufzuzeigen.

 

Dank foodsharing wurden inzwischen bereits 47.813.479 Kilo Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet. Fast 400.000 Lebensmittelretter*innen setzen sich aktiv für eine Welt ohne Lebensmittelverschwendung ein.

 

 

©fauxels von Pexels

 

 

Wer sie sind: Die Foodsharer*innen arbeiten unentgeltlich und ehrenamtlich. Jeder*, dem* das Thema am Herzen liegt, kann sich online über die Open-Source-Plattform mit der Initiative vertraut machen und ein Teil der Retter-Community werden.

 

Wie es funktioniert: ‚Foodsharing‘ bedeutet, aktiv im privaten Bereich Lebensmittel zu retten. Das funktioniert über Facebook Gruppen, wo eigene überschüssige Lebensmittel angeboten werden können und dann von den Mitgliedern abgeholt werden. Keine Sorge: Es gibt hier auch  Ratgeber und Regeln für die Weitergabe der wertvollen Lebensmittel und auch eine Foodsharing-Hygieneregel.

‚Foodsharing‘ bedeutet aber auch, wertvolle Lebensmittel von Betrieben zu retten. Dabei kommen die sogenannten Foodsaver ins Spiel, die sich um die Lebensmittel kümmern, nämlich diese aussortieren und weiterverteilen. Natürlich bringt Foodsharing nicht nur einen Mehrwert für die Umwelt, sondern teilnehmende Betriebe können durch die Initiative sowohl Geld als auch Zeit sparen.

 

Ein weiterer Teil der Initiative foodsharing sind sogenannte Fairteiler. Das sind Kühlschränke, wo Foodsaver das Essen hinbringen können und jeder*, der* Lust auf genießbare und kostenlose Lebensmittel hat, kann diese Möglichkeit in Anspruch nehmen und sich bedienen. In Innsbruck gibt es derzeit vier Fairteiler: im Café Moustache, in Die Bäckerei – Kulturbackstube, in der Markthalle und im Stadtteilzentrum Wilten. Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und durch Corona bedingte Änderungen gibt es immer auf der Website. Natürlich ist es in der derzeitigen Situation besonders wichtig, dass die Räume mit Maske betreten und die Hygieneregeln eingehalten werden.

 

Setzen wir uns gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung ein! Für die Umwelt und schlussendlich auch für uns selbst und die zukünftigen Generationen ist das unerlässlich. Änderungen zu Positiven sind nötig, möglich und gar nicht schwer! Denn eines darf nie vergessen werden: Wir sind Teil der Natur.

Fotos:  ©Pexels