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Ab in die Jobbörsen-Nische

Wenn Studierende heutzutage eine Arbeitsstelle suchen, verwenden sie häufig Online-Jobbörsen. Das Beispiel der Nischen-Jobbörse foodjobs.at zeigt, wie dort gerade Studierende einen hohen Stellenwert genießen. Die Zeitlos hat sich einen Überblick verschafft und dabei auch mit der Geschäftsführerin der Jobbörse unterhalten.

Es ist geschafft. Die letzte Prüfung bestanden, die letzte Arbeit abgegeben, den Abschluss eingesackt. Am Ende eines Studiums gibt es erstmal viel Freude und Erleichterung zu spüren. Lange dauert es aber meist nicht, bis der Ernst des Lebens zurückkommt. Wie geht es jetzt weiter? Was will ich überhaupt? Wie finde ich einen Job?  
Wie so vieles ist durch das Internet zumindest letzteres leichter geworden. Anstatt in Zeitungen Stellenanzeigen durchzublättern, reicht es heutzutage ein paar Stichworte in diversen Karriereportalen einzugeben und schon bekommt man ein Potpourri an Anzeigen präsentiert. Die Vorteile von online liegen dabei auf der Hand. Die User können spezifisch und schnell zwischen unzähligen Anzeigen entscheiden und auch die Unternehmen kommen viel schneller und durchaus gezielter zu ihren Mitarbeitern.

Ein eher zweischneidiges Schwert ist jedoch die Tatsache, dass dadurch auch alles messbarer wird. Die Big Player der Jobbörsen können so beispielsweise besser nachvollziehen, wo und wie die jeweiligen Arbeitnehmer ihre Stelle gefunden haben. Die Online-Jobbörse Stepstone will sogar auf einem Algorithmus basierte Gehaltsangaben zu ihren Anzeigen anbieten und mit einer KI-basierten Auswertung des Profils das „Matching“ mit Unternehmen verbessern. Was ein bisschen wie Tinder für den Stellenmarkt klingt sorgt zum einen für eine effizientere Jobsuche, zum anderen aber auch für eine weitere Nutzung anderer der eigenen Daten.
Eine nahezu dauerbeschallende Marketingstrategie von Seiten wie Indeed, Stepstone oder karriere.at hat dafür gesorgt, dass mittlerweile jeder die Branchengrößen dieser Art der Jobsuche kennt. Dass es neben den großen Seiten auch ganz spezifische Online-Jobbörsen gibt, ist jedoch weniger bekannt.

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Auswahl an zusätzlichen Angebote von foodjobs.at

„Wir sind nicht so teuer und die Unternehmen werden nicht so überschüttet mit Bewerbungen, die sie nicht brauchen. Bei uns kriegen sie wirklich die Branchenkenner und Fachleute“ preist Bianca Burmester, Gründerin und Geschäftsführerin der Foodjobs GmbH, ihr Unternehmen an. „Der User findet sich auch viel besser zurecht. Bei uns gibt es zum Beispiel Filtermöglichkeiten, die ein Stepstone gar nicht anbietet.“ 
Foodjobs ist eine der besagten Nischen-Jobbörsen und bietet ganz speziell Berufe für die Lebensmittelbranche an. Dabei hat sich das Unternehmen eine Marktführerposition in Deutschland innerhalb dieser Nische aufgebaut und will jetzt auch in Österreich mit foodjobs.at eine Möglichkeit zur Jobsuche anbieten. Die Seite befindet sich gerade in einer Art Testphase und Ende des Jahres soll entschieden werden, ob die Jobbörse für Österreich weiter ausgebaut wird.

Interessant ist dabei vor allem, welchen besonderen Stellenwert Studierende einnehmen. „Das ist so eines unserer Erfolgsrezepte.“ sagt Burmester dazu im Interview. „Wir tun ganz viel für Studierende und unterstützen sie dabei in den ersten Job zu kommen. Denn das ist für sie am allerschwierigsten.“ So finden Absolventen Gehälterstudien und können sich per Bewerbertraining oder am Telefon gezielte Tipps abholen. Wäre Corona nicht dazwischengekommen, dann hätte foodjobs.at auch in einer Art Roadshow die Universitäten des Landes besucht, um vor Ort mit Coachings auf sich aufmerksam zu machen.

Bianca Burmester, Geschäftsführerin von Foodjobs.at

Dieses Angebot an Studierende ist aber auch mit einer praktischen Perspektive für das Unternehmen verbunden. „Das sind unsere User von morgen.“, sagt Burmester dazu. „Wenn ich denen heute helfe, werden die irgendwann selber Chef und sagen‚ foodjobs hat mir geholfen, da geh ich wieder hin‘. Oder aber, wenn sie nach ein paar Jahren wieder auf der Suche sind, kommen sie wieder auf foodjobs zurück“.   
In Deutschland bietet foodjobs.de zudem Praktika und Werkstudentenstellen an, welche es in Österreich so nicht gibt. „Wir haben danach gesucht, wir sprechen die Kunden an, aber leider gibt es für Studierende so gut wie keine Ausschreibungen. Ferialjobs gibt es zwar, aber keine der klassischen Praktika“, erklärt die Geschäftsführerin.

Das Beispiel von foodjobs zeigt, dass es sich für Studierende durchaus lohnen kann, die Nischen-Jobbörsen aufzusuchen. Die Seite ist dabei kein Einzelfall. Es gibt Alternativen für Medienberufe, Ingenieure oder sogar nur den Bereich des Motorsports. Man kann dort ein überschaubareres Angebot erhalten, spezifischer nach Stellen suchen und gilt gerade als Student oder Studentin als begehrter User.

Zuerst gilt es aber herauszufinden, in welche Richtung man in diesem so lebensbestimmenden Bereich, wie dem Beruf, überhaupt gehen will. Denn selbst die beste Online-Jobbörse kann diesen schwierigen Prozess, welcher wohl am Anfang einer jeden Arbeitssuche kommt, nicht abnehmen.

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Wir haben eine Angestellte von foodjobs.at, die auch in Innsbruck Translationswissenschaften studiert hat, interviewt und dabei herausgefunden, auf was man so bei der Online-Jobsuche achten muss. Hier ist der Link zum Artikel!

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Bilder:

Titelbild:Woman using laptop while holding a cup of coffee – Credit to https://homegets.com/ – David Stewart Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0) via homegets.com, gefunden auf flickr, keine Änderungen vollzogen

Beitragsbilder bereitgestellt von foodjobs.at