Begin typing your search above and press return to search. Press Esc to cancel.

Der etwas andere Studienstart – Zoommeeting statt Kneipentour

Share

Gerade noch genießt man seinen Kaffee im Urlaub auf Balkonien, da beginnt im nächsten Augenblick auch schon wieder der Alltag und der damit verbundene Uni-Stress. Die vorherrschende Pandemie endete leider nicht so wie der Sommer, daher gestaltete sich der heurige Start ins Semester etwas anders als gewohnt. Dies ist allerdings kein Grund, um den Kopf hängen zu lassen.

Image

7:00 der Wecker läutet. Mit so wenig Aufwand wie möglich wandert die Hand zum Ursprung der Lärmquelle, um noch so oft es geht auf die Schlummertaste zu drücken. Morgenyoga? Nein, lieber am Abend dann zum USI Kurs für das gute Gewissen gehen. Immer noch verschlafen kann der Tag dann endlich starten. Mit schweren Beinen schleppt man sich in die Küche, um seiner Seele etwas Gutes zu tun – der erste Schluck Kaffee (wenn man aufmerksame Mitbewohner*innen hat, erwartet dieser einen bereits in der Küche, oder man wird eben selbst zu dieser Person). Doch was nun? Lohnt sich der Weg ins Badezimmer? Die Haare zu kämmen ist wohl angebracht, nicht dass der Professor später noch wünscht, während der Vorlesung die Kamera anzustellen.

Mit erneut befüllter Kaffeetasse und gekämmtem Haar geht’s zurück ins Zimmer. Anstatt sich auf sein Fahrrad zu schwingen, verschwitzt und zu spät in den Hörsaal zu stolpern, sitzt man gemütlich an seinem Schreibtisch und schaltet den Laptop an. Noch ein kurzer Blick in den Terminkalender: Vorlesung zu Postcolonialism (online), Seminar zu Entwicklungssoziologie (präsent)… Wait, what? Durch die vorherrschenden Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen finden Vorlesungen aufgrund der hohen Teinehmer*innenazahl online statt. Lehrveranstaltungen wie etwa Seminare oder Übungen, die einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter gewährleisten können und in kleinen Gruppen stattfinden, dürfen an der Universität abgehalten werden. Also doch noch Zähne putzen und auf das Fahrrad schwingen.

Für Erstsemestrige ist diese hybride Lernform sicherlich von Vorteil. Wenn man neu in ein Studium und dadurch auch oftmals in eine neue Stadt kommt, ist es nicht so einfach, Anschluss zu finden. Durch den Teil der Präsenzlehre kann man die Gesichter hinter den Kameras auch im realen Leben antreffen und leichter Freundschaften schließen. Kurz vor Beginn des Seminars nun mit den Kommiliton*innen treffen – haben alle Ihre Maske? Einlass in die Gebäude der Universität gewähren einem die Sicherheitsleute zurzeit nur, wenn man sich auch an die Hygienevorschriften hält.

Nachdem das Seminar vorbei ist, geht’s ab zu den Rädern und direkt raus in Richtung Flughafen zum Universitätssportzentrum – von Aerobic angefangen über HIT Body Work über Volleyball und Zumba, beinahe jede Sportart wird angeboten. Vielen zur Freude finden die allseits beliebten USI Kurse auch in diesem Semester statt. Betreten werden dürfen die Sportstätten ebenfalls nur mit Maske und auch der Sicherheitsabstand muss eingehalten werden. Vor jedem Kurs wird die Anwesenheit der Teilnehmer*innen überprüft, um bei etwaigen Vorfällen ein einfaches Contact-tracing zu ermöglichen. Während dem Kurs ist es erfreulicherweise gestattet, die Maske abzunehmen. Ausgepowert und glücklich werden zum Schluss noch alle verwendeten Sportgeräte und Matten von den Kursteilnehmer*innen gereinigt und desinfiziert. Dann kann es auch schon nach Hause gehen, um noch mit den Mitbewohner*innen Abend zu essen, zu plaudern und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. 

Aber auch für Nichtsportler*innen bietet die Universität eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wer unter dem Programm des Universitäts-Sportinstituts noch nicht seine Leidenschaft gefunden hat, kann sich auch in musikalischen Ensembles einbringen. Diese proben, wenn auch mit Abstand zu den Mitmenschen, wieder regelmäßig und stellen eine Chance dar, neue Bekanntschaften zu schließen. So bietet beispielsweise der Universitätschor Innsbruck eine Gelegenheit, den virtuellen Klassenzimmern zu entfliehen und wieder persönlich aufeinander zu treffen. Aktuell ist dieser allerdings in zwei Gruppen aufgeteilt und Pausen während den Proben, um den Raum zu durchlüften, stehen auf der Tagesordnung. Für Menschen, die weder sportlich noch musikalisch ambitioniert sind, lohnt es sich, einen Blick in den Terminkalender der Unipfarre zu werfen. Diese veranstalten beispielsweise regelmäßige Spieleabende, aber auch Frühmessen und Taizé-Gebete. Wie sich schnell erkennen lässt, ist zwar der Unialltag durch die aktuelle Situation eingeschränkt, aber dennoch soziale Interaktion offline möglich.

Neugierig geworden?

https://usi.uibk.ac.at/usi/page

http://www.unipfarre.at

https://www.uibk.ac.at/unichor/index.html.de

https://www.uibk.ac.at/uniorchester/

Abschließend nochmal alle wichtigen Hygienemaßnahmen auf einem Blick für Euch zusammengefasst.

Text: Nicole Kaßberger, Magdalena Altmiks

Titelbild von Theo auf Pexels

Bilder: Magdalena Altmiks

Share