Wie beeinflusst Corona unsere Wirtschaft?

Tabea Braun/ April 29, 2020/ Studieren

Share

Der Verlauf der COVID-19-Pandemie ist kaum prognostizierbar, wie schwer uns die wirtschaftlichen Folgen treffen werden, noch sehr ungewiss. In Österreich zeigten die Schließungen von Bildungseinrichtungen und Geschäften, die Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebote Wirkung. Es konnten verhindert werden, dass die Belastungsgrenze unserer Gesundheitseinrichtungen überschritten wurde. Langsam wird wieder mehr öffentliches Leben zugelassen. Doch wie geht es unserer Wirtschaft? Welche realen ökonomischen Auswirkungen wird der wochenlange Stillstand auf unser Leben haben?

Bereits Ende März warnte Professor Jürgen Huber, Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck, vor einem zu langen Herunterfahren der Wirtschaft. Heute Abend, von 18.00 bis 19.30 Uhr, hält er einen Vortrag zum Thema „Börsen und Wirtschaft mit Corona“, der für Studierende auf OLAT frei zugänglich ist. Anschließend folgen wöchentliche Vorträge im Kurs Investition und Finanzerung. Wer Interesse hat, kann seine Matrikelnummer an juergen.huber@uibk.ac.at schicken und wird für den entsprechenden OLAT-Kurs freigeschaltet.

Empfehlungen aus dem „Dschungel“ der Corona-Nachrichten

Vorab findest du hier einige Informationen rund um die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, um den Überblick über die sich überschlagenden Ereignisse zu behalten.

Eine aufschlussreiche Visualisierung der bisherigen ökonomischen Folgen zeigt die BBC. Die Grafiken illustrieren, wie die Aktienmärkte weltweit enorme Verluste verzeichneten, da die Gewinn-Erwartungen für Unternehmen mit Zuspitzung der gesundheitlichen Situation stark zurückgingen. Das Zurückfahren der Produktion und des Verkehrs spiegeln sich in den niedrigen Ölpreisen wider, die teilweise, da Lagerkapazitäten knapp wurden, sogar ins Negative fielen. Die Arbeitslosigkeit steigt vor allem in den USA enorm, in Europa beantragten viele Unternehmen Kurzarbeit.

Eine Rezession sei unvermeidbar, schreibt der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze in einem absolut empfehlenswerten Artikel im Guardian. Er schildert die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten seit Januar dieses Jahres, deren Zusammenbruch wohl nur durch ein entschiedenes Eingreifen der Zentralbanken verhindert werden konnte. Die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems ist fundamental für weitere Entwicklungen, damit sich Staaten und Unternehmen durch Kreditaufnahmen weiterhin finanzieren können.

Ebenso verständlich, nachvollziehbar und aussagekräftig beantwortet Tooze Fragen zur wirtschaftlichen Krise in einem Interview, das auf YouTube zu finden ist.

Vortrag „Börsen und Wirtschaft mit Corona“

Einschätzungen, wie sich die wirtschaftliche Situation weiter entwickeln könnte, gibt Professor Jürgen Huber heute Abend. Live dürfen eigene Fragen gestellt werden, eine perfekte Gelegenheit Antworten zu meist komplexen und vielschichtigen Zusammenhängen zu erhalten.

Wer? Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber

Wann? Mittwoch, 29.04.2020, 18 Uhr

Wo? Im OLAT-Kurs des Akademischen Börsenvereins Innsbruck https://lms.uibk.ac.at/url/RepositoryEntry/4691296272.

Themen?

  • Aktienmarktentwicklung seit Jahresbeginn
  • Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsmarkt
  • Ausblick auf die nächsten Monate und Jahre
  • Kosten: Defizite und Staatsschulden

Über Arsnova besteht die Möglichkeit, live Fragen zu stellen (arsnova.uibk.ac.at, Kurs 45 37 59 42).

Bild: Tabea Braun

Share this Post