„Dafür sein – weil es uns allen etwas bringt“

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Dafür sein. Für Gleichberechtigung, für soziales Miteinander, für Lebensqualität. Für Akzeptanz. Das ist das Motto des sozialpolitischen Kunstprojektes „DA.FÜR.“ von Susi, Delfin, Marlene und Lisa. Dieses haben sie ins Leben gerufen, um eine Ausdrucksform zu schaffen und die Gemeinschaft zu stärken. Heute startet ihre Aktion, für die sie 40 gelbe Regenbogenflaggen in der Innsbrucker Innenstadt verteilt haben.

Und FÜR was bist du?Das sozialpolitische Kunstprojekt DA.FÜR. wurde ins Leben gerufen, um eine Ausdrucksform zu schaffen und die Gemeinschaft zu stärken. Das Projekt soll sichtbar machen, dass es viele Menschen gibt, die positiv eingestellt sind. Wir wollen ein soziales Miteinander. DA.FÜR. soll sowohl aktivieren wie auch sensibilisieren. Durch das Aufhängen von gelben „DA.FÜR.-Regenbogenflaggen“ in der ganzen Stadt hat jede*r die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen und das Stadtbild wird bunter.#DAFÜR – weil´s uns allen was bringt

Gepostet von DA.FÜR. am Sonntag, 16. Juni 2019
Das Video zum Kunstprojekt „DA.FÜR.“

Das Ziel: Ein positives Zeichen setzen

„Entstanden ist die Idee eigentlich, weil viele Menschen immer nur gegen etwas sind. Wir wollen zeigen, dass wir für Dinge und positiv eingestellt sind“, erzählt eine der Organisatorinnen des Kunstprojekts. Deswegen haben die Freundinnen ihr Projekt ins Leben gerufen. Sie wollen auf das viele Positive, was es bereits gibt, aufmerksam machen. Dabei soll ein schönes Lebensgefühl, ganz nach dem Motto „her mit dem guten Leben“ vermittelt werden. „Wir stehen für Nachhaltigkeit, für Vielfalt, Offenheit, Umwelt- und Tierschutz, für Menschenrechte, für Bildung und für Teilhabe“, erklären sie. „Denn so schlecht geht es uns hier in Österreich im Durchschnitt gar nicht, oft wird es im medialen Umfeld ganz anders dargestellt.“ Ihr Ziel ist es eine übergeordnete Bewegung zu sein, die Menschen verbindet und die nicht parteipolitisch ist.

Gelbe Regenbogenflaggen in der Innsbrucker Innenstadt

„Österreich ist ein verhältnismäßig reiches Land, mit einer starken Wirtschaft, Industrie, Arbeitsplätzen und hohem Bildungsstandard. All diese Ressourcen können wir nutzen, um wachstumsfördernd in die Zukunft zu gehen“, beschreiben die vier Mädels ihre Aktion auf ihrer Facebookseite. Innerhalb kürzester Zeit haben sie dort mehr als 300 „Gefällt mir-Angaben“ und viel positives Feedback erhalten. Um ihre Aktion sichtbar zu machen, haben sie in den letzten Tagen 40 gelbe Regenbogenflaggen an Freunde, Familie und Bekannte in der Innsbrucker Innenstadt verteilt. Diese hängen nun aus den Fenstern der Wohnungen. Dadurch wollen sie ein Zeichen setzen und das Innsbrucker Stadtbild bunter machen. Dabei wollen sie aber auch eine Plattform bieten, die auf soziale Projekte und Themen hinweisen kann.

Die gelben Farben der Flagge sollen dabei einen Sonnenaufgang darstellen und positive Stimmung verbreiten. Denn Orange- und Gelb-töne stehen für einen Neuanfang und Aufschwung. Die Flaggen kosten 15 Euro. Mit den Einnahmen zahlen die Freundinnen nur die nachhaltigen und selbst-designeten Flaggen. Die Nachhaltigkeit war ihnen dabei besonders wichtig. „Wir sind eine Non-Profit Organisation. Mit den 15 Euro werden die Bestellungskosten der Flagge gedeckt. Wir hätten diese woanders günstiger bekommen, aber die nachhaltige Produktion lag uns sehr am Herzen“, berichten Marlene, Susi, Delfin und Lisa.

Die Gemeinschaft steht im Vordergrund

Am heutigen Aktionstag (Mittwoch, 19.06.2019) waren die Freundinnen an verschiedenen Orten in Innsbruck unterwegs, um auf ihr Kunstprojekt aufmerksam zu machen. Dabei wollen sie darüber informieren und weitere Regenbogenflaggen und Sticker an die Menschen verteilen. Dabei konnten andere Menschen – wie in dem Video zur Aktion – Schilder hochhalten, auf die sie Werte schreiben, für die sie sich einsetzen möchten. Auch Themen, die die Mädels noch nicht angesprochen haben, durften mit eingebracht werden. Außerdem sind die vier Freundinnen im Austausch mit anderen Menschen in Innsbruck, wie Künstler und Architekten, die sich sozial engagieren. Denn „DA.FÜR“ will sensibilisieren, aktivieren und etwas bewegen.

Delfin, Susi, Lisa, Marlene und Niklas (von links nach rechts)

Weitere Informationen und alles rund um das sozialpolitische Kunstprojekt „DA.FÜR“ findest du auf Facebook und Instagram.

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Text und Titelbild: Tjara-Marie Boine

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