Grazathlon – beat the city

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Nimm 5713 Athletinnen und Athleten, eine 11 Kilometer lange Strecke und 19 Hindernisse. Das bringt neben Schweiß und schlaffen Muskeln auch eine riesen #citygaudi und alles in allem ein tolles Event! Nach Innsbruck folgte nun in Graz die härteste Sightseeingtour der Welt.

Für mich geht es in die zweite Runde. Nachdem mich der Hindernislauf beim Innsbruckathlon voll gepackt hat, will ich natürlich auch beim zweiten Lauf der „beat the city“-Serie dabei sein!

Samstag in der Früh mache ich mich mit meiner Freundin auf den doch relativ langen Weg nach Graz. Ohne Stau und mit viel Vorfreude kommen wir zeitig in der super warmen Stadt an. Unser Auto ist geparkt und unsere Startnummern abgeholt, also werfen wir einen kleinen Blick auf die Hindernisse in der Innenstadt. Ein paar von denen sehen schon sehr lustig aus, wie zum Beispiel das riesige Sofa an der Mur.

Die „Sofa Ecke“ zum fallen lassen.

Während sich in Innsbruck ein Gewitter anbahnt, steigen in der Steiermark die Temperaturen auf über 30°C. Für mich überhaupt keine guten Aussichten, aber was solls. Sehr viel Trinken und bis zum Start auf jeden Fall im Schatten aufhalten. Mittlerweile haben sich schon einige Läufer und auch Zuschauer auf der Burgringwiese versammelt und die Moderatoren geben sich alle Mühe, die Massen bei Laune zu halten.

Langsam wird es etwas ernster. Die Schlangen vor den aufgestellten Klos sind schon ziemlich lang, schließlich will jeder noch unnötigen Ballast abwerfen. Noch eine Runde gut aufwärmen und dann ab an den Start. Doch leichter gesagt als getan. Die Farbe deiner Startnummer verrät zwar etwa, zu welcher Zeit du an den Start gehen darfst, allerdings tummeln sich neben uns ungefähr 1500 weitere, die in einer der ersten „grünen“ Wellen von je 100 Startern starten wollen. Dicht zusammengedrückt bewegt sich das Feld also alle 4 Minuten etwas weiter in Richtung Startlinie.

Da habe ich mich doch gerne an den „kleinen“ Innsbruckathlon zurückerinnert, ohne derart großes Gedränge und mit viel mehr Luft zum Atmen.

Der Start auf der Burgwiese.

Endlich dürfen auch wir uns auf die Reise machen. Von meiner Freundin sehe ich am ersten Hindernis nur noch das rote T-Shirt mit dem Zeitlos-Logo. Unter dem VIP-Bereich durch gekrabbelt, über eine Mauer gesprungen und um den Schlossberg herum. Nicht nur wir Athleten, sondern auch die Sonne gibt heute Vollgas. Deshalb freue ich mich auch sehr auf die Baucontainer voller Matsch mit anschließender „Dusche“, die eine Abkühlung verspricht. Heute geht es darum, möglichst den Weg im Schatten zu nehmen, auch wenn der ein paar Meter länger ist.

Eigentlich schon völlig geschafft kommt nach etwa 8 Kilometern die wohl größte Herausforderung für uns alle. „Vorsicht Stufe“ ist ein sehr netter Name für die 123 Höhenmeter, die zu überwinden sind. Vor und hinter einem sind alle nur am Schnaufen und man selbst ringt nur so nach Luft. Wer bisher seine Beine noch nicht gespürt hat, der spürt sie spätestens, wenn er oben ist.

Zurück in der Innenstadt warten zwei Hindernisse, die wirklich nur im Team zu bewältigen sind. Bei „Wand4+Panier“ galt es mehrere senkrechte Wände zu übersteigen und anschließend durch den Sand zu krabbeln. Also erst mittels Räuberleiter den anderen hinaufhelfen, um von ihnen von oben nachgezogen zu werden. Bei der „perfekten Welle“ warten zu meinem Glück auch schon helfende Hände.

„Die perfekte Welle“

Nun ist es fast geschafft. Auf das letzte Hindernis habe ich mich im Training besonders vorbereitet. Nachdem ich beim Hindernis „Monkeyland“ in Innsbruck im Wasser gelandet bin, will ich hier die 8 Meter bis zur anderen Seite schaffen.

Sehr stolz und auch sehr geschafft überquere ich nach 1 Stunde und 23 Minuten die Ziellinie. Direkt wird mir die große Medaille um den Hals gehängt und ich kann mich an Bananen und Getränken bedienen. Hier trifft das Zeitlos Team auch wieder aufeinander. Wir schauen uns gegenseitig an und es ist klar, dass unser erster Weg in die sogenannte Waschstraße führen wird. Keiner von uns hätte gedacht, wie viel Schlamm sich in die Socken verirren kann.

Die Zeitlos legt schon mal die Füße hoch, während andere noch auf den letzten Metern ins Ziel sind.

Bei knapp 6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zieht sich der Start über vier Stunden hinweg. Nachdem wir fast sauber und wieder in trockenen Klamotten sind, wollen wir es uns nicht entgehen lassen, die anderen Athletinnen und Athleten bei den Hindernissen zu beobachten. Als um 21 Uhr die Siegerehrung auf der Burgwiese stattfindet, schafft es dann auch der letzte Läufer ins Ziel und wird gebühren gefeiert.

Dieser Ausflug hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt! Ich würde es jedem empfehlen auch einmal mitzumachen. Am Ende zählt schließlich nicht die Zeit, sondern es stehen das Beisammensein und der Spaß klar im Vordergrund.

Die nächste Sightseeingtour steht schon in den Startlöchern und zwar am 21. September der Linzathlon in Linz, oder dann eben nächstes Jahr wieder in Innsbruck oder Graz.

„Vorsicht Stufe“
Jede Abkühlung ist willkommen.
„Volles Rohr“
„Monkeyland“
„Immo Wave“

Bild 4, 8, 9: Christina Schaefer
Titelbild, Bild 1, 2, 3, 5, 6: GEPA Pictures

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