Mit dem ganzen Körper – Bonanza 2018

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Elektronische Musik, schöne Menschen, leckeres Essen und außen rum ein tolles Bergpanorama – das ist das Bonanza Open Air Festival in Innsbruck. Dieses wird seit 2013 jährlich veranstaltet und fand am 6. und 7. Juli wieder statt. Heuer zum ersten Mal an zwei Tagen, Freitag und Samstag. Zwei Zeitlos-Redakteure waren für euch vor Ort und haben mitgefeiert.

Das Festivalgelände und die Mainstage.

Ob mit Fahrrad, dem Auto, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Zusammen mit vielen anderen Besuchern machen wir uns auf den Weg zum Freizeitzentrum Rossau, wo das Festival stattfindet. Selbst wenn man den etwas längeren Weg aus der Innenstadt heraus nicht genau kennt – einfach den glitzernden Menschen hinterher und schon ist man da. Das ist dieses Wochenende nämlich das Must-Have des Innsbrucker Festivals gewesen: Glitzer im Gesicht. Glitzer auf den Haaren. Glitzer überall.

Glitzer und Seifenblasen sind das Must-Have an dem Festival-Wochenende.

Mehr als nur Musik

Als wir ankommen und das Gelände betreten, sind wir direkt verzaubert. Bunte Häuschen, die mit Tüchern und Lichtern behangen sind, erstrecken sich auf dem Gelände. Überall glitzert und glänzt es, auf der Waldbühne „Wirrgarten“ fühlt man sich wie in einem verzauberten Märchenwald. Die Veranstalter und Helfer haben sich mit der Architektur und dem Ambiente, wieder einmal, richtig Mühe gegeben.
Auf drei Bühnen sind dieses Wochenende über 25 DJs, die den Besuchern ein musikalisches Erlebnis bringen. Am Freitag gibt es neben der Musik aber auch andere Highlights. Verschiedene Workshops werden von 12 bis 17 Uhr werden erstmals angeboten. Beim 5-Elemente-Yoga begibt man sich auf eine Reise durch die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und beim Workshop zu Akupressur und Ernährung nach traditionell chinesischer Medizin sollen Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht gebracht werden. Von 17 bis 22 Uhr geht es dann mit lauter Musik gewohnt weiter.

Der Eingang zur Bühne „Wirrgarten“

                                        Im Wirrgarten fühlt man sich wie in einem Märchenwald.

Aber auch der Blind-Dating-Booth ist neu. Im Inneren des selbstgebauten Häuschens befindet sich ein langer schwarzer Seidenvorhang, der den Raum in zwei Teile teilt und welchen man auf beiden Seiten betreten kann. So kann auf jeder Seite jeweils eine Person sitzen und man sich kennen lernen, ohne sich vorher zu sehen. Klingt doch wie der Beginn einer wunderschönen Kennlernstory oder?!

Für kleine Tanzpausen zwischendurch stehen gemütliche Sitzecken bereit.

Neben Architektur, Musik und Kunst, gibt es natürlich auch wieder leckeres Essen. Egal ob mit oder ohne Fleisch, Burger, Kasspatzln, indisch oder einfach nur Pommes – die Besucher wurden auch kulinarisch ausreichend versorgt. Schließlich brauchte man ja auch die Energie für die Tanzsessions.
Am Freitag wird, trotz des nicht allzu guten Wetters und so manchen Regenschauern, auf den Bühnen „Wirrgarten“ und am „Kiosk“ ordentlich getanzt. Am Samstag dann auch, mit viel Sonnenschein und besserem Wetter, auf der allseits beliebten Mainstage „Spielwiese“. Künstler aus verschiedenen Ländern sind wieder auf dem Bonanza vertreten, wobei nicht immer der musikalische Unterschied zwischen den Bühnen klar ist. Trotzdem verbringen wir fast die ganze Zeit mit tanzen. Schmerzende Füße werden dieses Wochenende gerne ignoriert, spätestens nach den obligatorischen zwei Bier bewegten sich auch die Tanz-Muffel zu Techno und co.

Ein kleines Manko gibt es dann leider doch: zwar steht kostenloses Wasser für die Festival-Besucher bereit, leider muss man hier aber fast 40 Minuten anstehen um endlich seinen Durst löschen zu können.

Neben Burger, Pommes und Co. gibt es auch viele andere süße Leckereien.

Die kleinere Bühne „Kiosk“.

Auf der Mainstage „Spielwiese“ wird ordentlich abgetanzt.

Das absolute Highlight ist dann natürlich auch wieder der Sonnenuntergang am späteren Abend. Der Himmel färbt sich leicht rosa und durch die Wolken scheinen die letzten Sonnenstrahlen auf die Berge. Was für ein Moment. Nachdem die Musik am Ende immer leiser wird und das Festival dann am Samstag um kurz nach eins zu Ende ist, begeben sich die meisten Besucher wieder auf den Weg nach Hause oder in die Stadt. Ein paar sitzen jedoch noch auf der Wiese mit ihren Freunden zusammen, lachen und erzählen sich die schönsten Geschichten von ihrem Wochenende.

Mit ein paar Decken ließ sich entspannt das Getümmel beobachten.

Unser Fazit? Das Bonanza Festival lohnt sich jedes Jahr aufs Neue! Tolle Musik, viele Aktivitäten und wunderbare Menschen. Wir sehen uns auf jeden Fall wieder, wenn es das nächste Mal heißt: Bonanza ist mit dem ganzen Körper.

Text: Tjara-Marie Boine & Felix de Zordo
Bilder: Charly Schwarz

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