Surf’Inn – Eine Welle für Innsbruck stellt sich vor

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Surfen in Innsbruck? Klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig komisch, könnte aber bald Wirklichkeit werden: „Eine Welle für Innsbruck“ ist eine Initiative für die Schaffung von Flusswellen- ein ökologisch verträgliches, emissionsloses Sportangebot für abenteuerhungrige  Stadtbenutzer mit „Aushängeschildpotential“ für die Sportstadt Innsbruck und das Sportland Tirol. Letzten  Donnerstag fand die erste öffentliche Infoveranstaltung im Kater Noster statt.

Neun Surfenthusiasten fanden sich mehr zufällig als geplant im Herbst 2017 in Innsbruck zusammen, um ihren Traum, eine stehende Welle in Innsbruck, zu verwirklichen. Bald stellte sich heraus, dass schon viele Ideen und Projekte zu diesem Thema in der Vergangenheit gestartet wurden – nur bisher ohne Erfolg. Schnell war klar, dass so ein Projekt nur gemeinsam funktionieren kann, eine Vereinsgründung war der nächste logische Schritt. Österreichweit gibt es bereits den Verein „Riversurfing Austria“, der in Salzburg sowie Oberösterreich einige Wellen betreut und die Innsbrucker Surfboys- und girls beschlossen innerhalb dieses Dachvereins die neue Sektion Tirol zu gründen.

Ziel des Vereins ist es, das Riversurfen vor der Innsbrucker / Tiroler Haustür zu ermöglichen. Mögliche Riversurfspots werden auf ihr Potential geprüft und Möglichkeiten zur Umsetzung entwickelt. Parallel dazu versucht die Initiative, die Öffentlichkeit über dieses Projekt zu informieren und Unterstützer zu vereinen. So geschehen auch letzten Donnerstag, wo im Kater Noster eine erste öffentliche Infoveranstaltung stattfand. Neben Social-Media Auftritten, Interviews und professionell geschnittenen Videos, wird man versuchen, auch bei einschlägigen Veranstaltungen wie der International Ocean Film Tour, die am 7. April in Innsbruck gastiert, präsent zu sein.

Mit Hightech zum ökologischen Surfspot

In München ist Riversurfen schon Realität und könnte in Naher Zukunft auch in Innsbruck Wirklichkeit werden.

 

Was mit Zufallswellen an Flussstufen begann, erlebte in den vergangenen Jahren eine Professionalisierung in Hinblick auf die verwendeten Technologien. “Relativ“ unabhängig vom Wasserstand werden zuverlässige Wellen durch aufwändige Computerprogramme errechnet und mittels verstellbarer Einbauten umgesetzt. Dabei steht der ökologische Gedanke im Vordergrund. Riversurfing nützt die natürlichen Ressourcen und Gegebenheiten und vermeidet Emissionen wie sie z. B. durch Liftbetrieb in anderen Trendsportarten entstehen. Die enorme Anzahl an Flusswellenprojekten weltweit zeigt die starke Nachfrage nach gut erreichbaren, ökologisch nachhaltigen und zuverlässigen Surfspots.

Tirol ist mit dem Element Wasser gesegnet. Die Surfer freuen sich schon auf die Sommermonate, in denen die Flüsse während der Gletscherschmelze anschwellen und sich ideale Bedingungen zum Flusssurfen ergeben – und wenn es noch nicht diesen Sommer sein will, dann eben im nächsten. Fest steht,

Surf’Inn – Eine Welle für Innsbruck bleibt dran.

 

Fotos: Fabian Hocheimer und Andreas Müllner

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