Power-Yoga bei Realfits

Share

USI-Anmeldetag, 8:01 Uhr – Alle Plätze belegt, schon wieder seid ihr nicht in euren Wunschkurs reingekommen! Bleibt wohl doch wieder nur langweiliges Joggen, schweißduftende Fitnessstudios oder halt einfach gar kein Sport… Stop! Es gibt eine Alternative: „Realfits“ bieten täglich Sportkurse an, bei denen ihr meist im Freien und in der Gruppe euren ganzen Körper trainiert. Wir, die Zeitlos, haben einen der Kurse getestet: Power-Yoga. Was man darunter versteht, was uns nach dem Training alles wehgetan hat und wer oder was Real-Fits ist, erfahrt ihr in unserem Artikel.

 

Über Realfits

Der altbekannte innere Schweinehund lässt viele von uns auf der Couch verharren, obwohl Sport so viel Spaß machen kann. Gerade, wenn man in einer Gruppe trainiert und von einem Trainer motiviert wird, an seine Grenzen zu gehen. Und dieses Gefühl, zu wissen, dass man seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes getan hat, lässt uns am Ball bleiben. Realfits hat ein Trainingskonzept entwickelt, bei dem nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird, wobei das Ziel ist, die Fitness eures gesamten Körpers effektiv und langfristig zu verbessern. Damit ihr die stickige Uni-Luft durch Frischluft ersetzen könnt, finden alle Sportkurse (außer Yoga) draußen statt – bei Wind und Wetter!

Hier eine Übersicht über alle Kurse, die Realfits anbieten:

  • „Einsteiger“ im Tivoli: Montag
  • „Training“ im Tivoli: täglich außer Montag und Freitag
  • „Power Yoga“: Dienstag und Freitag

 

Power-Yoga – was ist das?

Im Dschungel der unterschiedlichen Yoga-Arten klingt Power-Yoga zunächst einmal wie ein quälendes Workout inklusive Muskelkater. Wie uns die Yogalehrerin Carina verrät, verharrt man im Unterschied zum „normalen“ Yoga aber nicht so lange in einer Übung. Wichtiger ist, dass man die Posen mehrfach ausführt und mit seinem Körper stets in einer fließenden Bewegungen bleibt – als würde man auf einem Fluss dahingleiten. Im Gegensatz zu anderen Yoga-Versionen spielt das Niveau der Trainierenden beim Power-Yoga keine große Rolle. Carina erklärt: „Bei manchen Yoga-Arten kann man erst ins nächsthöhere Level wechseln, wenn alle Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen dasselbe Niveau erreicht haben. Das macht es für mich als Yoga-Lehrerin oft schwierig.“ Gut für uns Yoga-Küken, denn ganz so geschickt wie andere im selben Kurs stellten wir uns nicht direkt an…

 

Unser Erlebnis und die Folgen

Der Raum, in dem das Power-Yoga stattfindet, ist gemütlich gestaltet und in beruhigend-warmes Licht getaucht, wodurch die Atmosphäre angenehm sanft wirkt. Aber wer sich durch diese Stimmung irreleiten lässt und glaubt, Poweryoga sei entspannend, der liegt falsch. Sehr falsch, wie wir bald am eigenen Körper erfahren.

Zunächst aber setzen sich alle im Raum auf ihren Yogamatten in den Schneidersitz oder eine andere, Hauptsache angenehme Pose, wie Carina betont.

Die Hände legen wir auf den Beinen ab, Gedanken an den Alltagsstress schieben wir bewusst zur Seite, die Atmung fokussieren wir ganz bewusst. Während wir letzteres gleichmäßig auf Bauch und Brust verteilen, sollen die Schultern entspannt hängen und der Rücken außerdem gerade sein – klingt einfacher als es ist!

Nach einigen Runden Schulterkreisen und dem Sonnengruß wechseln wir schon in den „Hund“, eine Pose, die nur auf den ersten Blick und bei der Yogalehrerin entspannt aussieht. Ausgehend von dieser Verrenkung werden verschiedene Streck-, Dehn- und vor allem Kraftbewegungen ausgeführt. Später sollen wir noch den „Delfin“ kennenlernen (der eigentlich nur eine anstrengendere Form vom „Hund“ ist) und uns mit angewinkelten Ellenbogen wie ein Staubsauger nah am Boden entlangdrücken, endlose Sekunden in der „Plank“ verharren und uns dann wieder alle im „Hund“ treffen. Zwischen den verschiedenen Posen und Wiederholungen kehren wir stets zurück in den normalen Stand. Dabei hängt der Kopf auf Kniehöhe und wir atmen ein paar Mal tief ein und aus. Die Schultern sollten dabei natürlich entspannt sein, der Rücken gerade und die Atmung gleichmäßig. Gut, dass man auch jederzeit einfach in die „Embryostellung“ zurückkehren kann, wenn einem alles zu viel wird.

Nach etwa einer Stunde ist der anstrengende Teil des Poweryogas vorüber, es ist gefühlte 20°C wärmer geworden. Erleichtertes Schnaufen erfüllt den Raum. Zur Entspannung legen wir uns auf den Rücken, lassen uns metertief in die Yogamatte einsinken und tatsächlich – alles im Körper fühlt sich richtig erholt an! Unsere Atmung fließt gleichmäßig, und wer nicht aufpasst, dämmert weg. Wie uns Carina später erzählt, ist das keine Besonderheit: sie musste schon mehr als einmal am Ende eines Yoga-Kurses einen Teilnehmer aus dem Tiefschlaf reißen.

 

Glücklich und erstaunlich tiefenentspannt verabschieden wir uns nach dem Kurs. Ob wir wiederkommen? Nein, sagen die Arme. Ja!, ruft das Gehirn noch im Halbschlaf.

Text und Bilder: Bianca Brodbeck, Jutta Stackelberg, Realfits

Share