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BioFach-Messe Nürnberg – Ein Streifzug durch die Öko-Welt

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Vegetarismus, Veganismus und Bio-Produkte: Trends, die offensichtlich immer größeren Anklang finden. Ständig gibt es neue kreative Produkte, Bio-Läden und die Zahl unserer sich vegan ernährenden Mitmenschen steigt stetig an. Nach vier Tagen auf der BioFach-Messe in Nürnberg habe ich einen Einblick in die gesunde Welt bekommen. Was davon wirklich sinnvoll ist und was eher abgedreht erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Was ist die BioFach?

Die BioFach-Messe ist die weltweit größte Fachmesse für Bio-Unternehmen, genauer gesagt umfasst diese sieben Hallen, über 2500 Aussteller und mehr als 8000 Produkte. In Nürnberg haben Aussteller aus aller Herren Länder vier Tage lang ihre neuesten Produkte vorgestellt und versucht, Kunden durch ihre Kostproben zu überzeugen.

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Was macht Bio so besonders?

Von Bio-Fertigsuppen für die Mikrowelle, die sogar noch gesund sind, über vegane Fertig-Suppen bis hin zu Süßkartoffelchips, konnte ich mich täglich durchprobieren. Da das ganze ohne Zusatzstoffe hergestellt wird und das jegliches Grünzeug ökologisch nachhaltig angepflanzt wird, hatte ich dabei sogar ein gutes Gewissen. Oder: konnte ich das mit meinem Gewissen vereinbaren.Verschwendung gibt es in der Öko-Welt nicht: Männliche Küken von Lege-Hennen werden normalerweise geschräddert, da sie weder Eier legen noch sonderlich viel Fleisch an sich haben. Ein tierlieber Hersteller, dem ich auf der Messe begegnete, will das ändern und verarbeitet die Tiere nach der Aufzucht zu Wurst – somit wird nichts verschwendet.

Cholesterinfrei, lupinenfrei, geschmacksfrei

Vegan schön und gut, aber „Eiweiß“ aus der Tüte ist doch sehr ausgefallen. Der Ei-Ersatz besteht aus Kichererbsenmehl, Kürbispulver, Verdickungsmitteln … ein Katerfrühstück mit Rühr- oder Spiegelei könnte man damit nicht zaubern. Auch die innovative grüne Matcha-Limo, die länger wachmachen soll als der gute alte Kaffee, hat meine kritischen Geschmacksnerven nicht überzeugt. Generell ist fraglich, ob Veganismus und stark ausgeprägte Öko-Ansichten lediglich IN sind oder sich diese Lebensweisen langfristig durchsetzen werden.

Alles bloß Essen?

Denken wir nur mal, an den Abfall den wir produzieren, wenn wir unser Mittagessen in einem Take-away Restaurant holen: Aluminiumschale für das Essen, Plastikdeckel, -besteck und –tüte. Aber wirklich die Wahl haben wir nicht. Falsch gedacht! Wie eine weitere interessante Neuheit auf der Messe zeigt, ist auch dies vermeidbar. Unser Essen könnte in Zukunft in Dosen verkauft werden, welche komplett von der Natur, wie Bio-Müll, zersetzbar sind.

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Was nehme ich für mich von der BioFach mit?

…Kürbis-Gnocchis und Fair-Trade-Schokolade. Für die Küche habe ich mir kreative, einfache Ideen mitgenommen, unter anderem dass man aus getrockneten Steinpilzen und Frischkäse in kurzer Zeit einen köstlichen Aufstrich zaubern kann. Vor allem aber hat mich beeindruckt, dass nicht nur über den ökologischen Fußabdruck diskutiert wird, sondern das Nachhaltigkeitsdiskussionen mit Innovation beantwortet werden.

Fotos: Vegan Burger mit rohem Gemüse von Marco Verch via Flickr unter CC 2.0, Crushed von Lisa Risager via Flickr unter CC 2.0, Pilze Wohlrab GmbH & Co. KG

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