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Nachhaltigkeit in den eigenen vier Wänden 

In Zeiten des stetig präsenter werdenden Klimawandels ist es auch immer wichtiger, dass jede*r Einzelne einen Betrag zu nachhaltigem Leben und zum Umweltschutz leistet. Und jede*r kann das auch ganz einfach mit ein paar wenigen Tipps tun – angefangen beim eigenen Alltag und dem Wohnen in den eigenen vier Wänden. Wie du deinen Haushalt nachhaltiger gestalten kannst, erfährst du in diesem Artikel Zimmer für Zimmer. Natürlich kann nicht alles aufgelistet werden, was verändert werden kann. Trotzdem soll dir dies eine kleine Hilfestellung sein, um mit dem umweltbewussteren Wohnen am besten so einfach wie möglich zu starten.

 

Küche 

Plastiktüten beim Einkauf vermeiden

Ein No-Brainer, oder? Eigentlich die Standardidee aller Menschen, sobald es darum geht, ein bisschen nachhaltiger zu leben, ist es, bei Plastiktüten ganz strikt „Nein“ zu sagen und stattdessen auf die gute alte Jute oder Baumwolle zurückzugreifen.

Mein Tipp: Pack einfach von vornherein einen Stoffbeutel/ eine Einkaufstasche ein und vermeide so weiteren Müll. Ich selbst habe in jedem Rucksack und in jeder Tasche einen Beutel, um nie ohne dazustehen.

 

Mülltrennung

Dieses wichtige Thema hat schon in so machen WGs zu Streitigkeiten geführt. Dabei ist es doch so einfach: Plastik, Papier, Restmüll, Biomüll – sowieso klar. Metall und Glas auch noch trennen – super. Jetzt noch Sondermüll wie Batterien, kaputte Elektrogeräte, etc. fachgerecht entsorgen – kriegst ein Bienchen!

Mein Tipp: Verwende alte in der Wohnung rumfliegende Plastiktüten als Mülltüten, um diesen wenigstens noch irgendeinen Sinn zu geben; für Papier und Plastik benutzt du einfach Behälter, die du wiederverwendest. Und wer kennt es nicht? Die Zeitungen stapeln sich – keiner liest sie. Aber man kann super Biomüll-Tüten aus altem Zeitungspapier falten (sucht mal bei YouTube nach einem Video dazu). Oder hast du schon einmal daran gedacht, Zeitungspapier als Geschenkpapier zu nutzen? Diese Variante ist nicht nur ressourcenschonend, sondern sieht auch noch richtig cool aus.

 

Lebensmittel richtig aufbewahren

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln hilft dir ebenfalls, nachhaltiger zu leben. Durch richtige Lagerung wird definitiv die Chance erhöht, dass du ohne unnötige Lebensmittelverschwendung lebst.

Mein Tipp: Brotdosen aus Edelstahl oder Schraubgläser können als Aufbewahrungsbehälter für Lebensmittel dienen. Super sind auch Bienenwachstücher, wenn du auf Frischhalte- oder Alufolie verzichten möchtest. Kaufen kannst du sie mittlerweile in fast allen Drogeriemärken, oder noch besser direkt bei Walde oder greenroot in Innsbruck.

 

Richtig einkaufen und essen 

Eingeschweißte Gurken, eingetütete Paprika im Dreierpack, Möhren im Plastikbeutel, vier Äpfel auf einem kleinen Pappkarton mit Plastik umwickelt – you get the idea… So viel Verpackungsmaterial ist total unnötig und je nach Plastikart auch einfach nicht gesund. Die beste Lösung: Lebensmittel ohne Verpackung kaufen.

Mein Tipp: Vieles kaufe ich auf den Märkten, die Innsbruck zu bieten hat – saisonal und regional ist sowieso besser. Oder hast du schon einmal dem Unverpackt-Laden einen Besuch abgestattet? greenroot in Innsbruck bietet eine tolle Auswahl an unverpackten Lebensmitteln an.

 

Putzmittel 

Jedes Jahr landen rund 150.000 Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel im Abwasser. Besser ist es daher, auf ökologische Reinigungsmittel zu setzen.

Mein Tipp: Spülmittel und andere Putzmittel kaufe ich bei Walde – hier kann ich meine Flaschen immer wieder auffüllen lassen. Das hat zwei positive Auswirkungen: zum einen fällt kein unnötiger Plastikmüll an, zum anderen sind die Produkte alle ökologisch unbedenklich und direkt in Tirol hergestellt.

 

Badezimmer 

Zahnhygiene 

Am einfachsten kann man wohl die Zahnhygiene nachhaltiger gestalten.
Mit einer Zahnbürste aus Bambus oder anderen Naturmaterialien, Zahnpasta aus dem Glas und Zahnseide aus Maisseide kannst du eine Menge Plastikmüll vermeiden.

Mein Tipp: Ich selber verwende die Zahnpasta aus einem Glasbehälter der Marke Ben& Anna. Die Zahncreme ist frei von Parabenen sowie Mikroplastik und unterstützt zudem die Umweltorganisation One Earth One Ocean. Bambus-Zahnbürsten finden sich von verschiedensten Anbietern im Einzelhandel.

 

Festes Shampoo und Seife

Shampoos und Duschcremes verursachen viel Plastikmüll. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, auf feste Alternativen umzusteigen? Zu finden sind diese in jeder Drogerie, bei Walde in Innsbruck oder auch bei greenroot. Alle bieten mit ihrer Produktvielfalt die eine oder andere Alternative.

Mein Tipp: Probier verschiedene feste Shampoos und Körperseifen aus. Du wirst sicher bald deine persönlichen Lieblingsprodukte finden und sie nicht mehr missen wollen.

 

Festes Deo

Wie fast alle kosmetischen Produkte befindet sich Deo meist in Plastikverpackungen. Mittlerweile gibt es aber auch hier feste Möglichkeiten in umweltfreundlichen Verpackungen.

Mein Tipp: Walde, zum Beispiel, bietet verschiedene Deo-Cremes an. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Creme mehr gegen Schweiß und ungewollte Gerüche hilft als jedes Sprüh-Deo, welches ich vorher benutzt habe.

 

Rasieren mit Rasierhobel: Glatte Haut, weniger Müll

Handelsübliche Rasierer aus Plastik und Einweg-Klingen landen wie so vieles sehr schnell im Müll. Natürlich musst du der Umwelt zu liebe nicht auf glatte Haut verzichten. Mach es einfach wie Oma und Opa ihrerzeit – rasier dich mit einem Rasierhobel. Auf diese Weise produzierst du so gut wie keinen Abfall. Anders als viele konventionelle Rasierer bestehen Rasierhobel nämlich komplett aus Edelstahl. Die Folge: Sie halten meist ein Leben lang.

 

Mein Tipp: Rasierhobel findest du schon in vielen Drogerien oder im Unverpackt-Laden. Meinen habe ich bei woodberg.de bestellt und bin sehr zufrieden. Zuerst erscheinen die Anschaffungskosten enorm hoch, doch das gleicht sich schnell aus, da die Klingen um einiges günstiger sind als jede Einweg-Klinge bekannter Plastik-Rasierer.

 

Menstruationstasse 

Frauen müssen für Tampons, Binden und Co. viel Geld in die Hand nehmen. Nach der Verwendung kommen diese Produkte direkt in den Müll. Eine Menstruationstasse aus medizinischem Silikon stellt hier eine nachhaltigere und gesündere Alternative dar. Mittlerweile findet man in jeder Drogerie Menstruationstassen von verschiedenen Marken. Auch online gibt es eine große Auswahl.

Mein Tipp: Informiere dich vorab über die für dich passende Größe und Form. Im Endeffekt heißt es aber auch hier – ausprobieren und ein wenig geduldig sein beim Umgewöhnen.

 

Nachhaltige Kondome

Im Prinzip sind Kondome ein Naturprodukt. Allerdings ist hier zu beachten, dass die Kautschukproduktion überwiegend in Asien, Afrika und Südamerika stattfindet – und sowohl die Arbeitsbedingungen der Plantagenarbeiter*innen als auch die Umweltauswirkungen sind dort mitunter problematisch. Es macht also Sinn, hier auf fairen Handel und nachhaltige Anbaubedingungen zu achten.

Mein Tipp: Probier mal FAIR SQUARED aus. Die Kondome sind vegan und tierversuchsfrei. Der Naturkautschuk für die  Kondome stammt aus fairem Handel: Die Produzent*innen erhalten eine Fair-Trade-Prämie, für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Plantagenangestellten.

Auch die Marke Einhorn verkauft vegane Kondome. Einhorn verpflichtet sich dazu, 50 Prozent der Profite in seine „Fairstainability“-Arbeit zu stecken – also in die Anstrengungen, die Produktion möglichst sozial- und umweltverträglich zu gestalten. So wird auch das verursachte CO2 ausgeglichen.

 

Wattestäbchen 

Auch die Reinigung unserer Ohren verursacht täglich Müll. Doch auch für Einweg-Plastik-Wattestäbchen gibt es inzwischen verschiedene Alternativen.

Mein Tipp: Statt Einweg-Wattestäbchen zu benutzen, habe ich seit kurzem einen kleinen Helfer gefunden. LastSwab ist das „letzte Wattestäbchen“, dass du kaufen musst! Einfach nach der Verwendung unter warmem Wasser sauber machen, trocknen lassen und beim nächsten Mal wiederverwenden.

 

Naturkosmetik

Handelt es sich um richtige Naturkosmetik, dann werden Öle, Fette, Wachse sowie Duft- und Farbstoffe nur aus pflanzlichen, mineralischen und teilweise tierischen Rohstoffen hergestellt. Tabu sind dagegen Paraffine, Silikone sowie synthetische Duft- und Farbstoffe. Tierversuche sind ebenfalls verboten, wenn die Naturkosmetik authentisch sein soll.

Mein Tipp: Ich selbst verwende alverde aus Glasbehältern oder kaufe alles direkt bei Walde unverpackt. Und was Schminke angeht – brauchen wir doch eh nicht, Schönheit kommt von innen. Wer aber trotzdem ab und zu gerne etwas nachhelfen möchte, auch hier bieten Drogerien wie dm, Müller, etc. tolle Naturkosmetikprodukte.

 

Recycling Klopapier 

Im Vergleich zum Frischfaser-Klopapier, sparst du mit recyceltem Klopapier nicht nur Bäume, sondern auch 60 % Energie, bis zu 70 % Wasser und die CO2-Emissionen, die normalerweise durch Transport und Bearbeitung des Holzes anfallen.

 

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, unseren Alltag nachhaltiger und umweltschonender zu gestalten. Trotz der vielen aufgezeigten Tipps ist das bei weitem nicht alles. Recherchiere am besten selbst weiter, um noch weitere Anstöße zu bekommen. Online findet man mittlerweile viele Artikel, welche sich mit einem nachhaltigeren Leben auseinandersetzen. Das Buch Ohne Wenn und Abfall: Wie ich dem Verpackungswahn entkam von Milena Glimbovski hat mir super gefallen und einige Denkanstöße in die richtige Richtung gegeben. Wer lieber hört, anstatt zu lesen, dem empfehle ich den Podcast Ideen für eine bessere Welt – der Hygge Podcast. Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und auch Umweltschutz sind Themen des Podcasts.