12 Tipps für dein Sportprogramm im Uni-Alltag

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Dass wir Studierenden ein äußerst stressiges Leben und täglich extrem viel zu tun haben, ist jedem bewusst. Da ist es auch nicht immer einfach, noch den Sport unterzubringen, obwohl wir uns das des Öfteren vornehmen. Doch bekanntlich ist ja alles möglich:

Ein Kommilitone nimmt jedes Jahr an einem Ironman-Triathlon teil und trainiert dafür rund 25 Stunden in der Woche zusätzlich zu seinem Studium. Natürlich ist ein solches Trainingspensum für die Meisten von uns undenkbar. Müssten dann nicht auch für „Normalsterbliche“ ein paar Stunden Sport in der Woche machbar sein?

Wir haben 12 super geheime Tipps exklusiv für dich, wie du Sport in deinen Uni-Alltag besser integrieren und zu deinem persönlichem Wochen-Highlight machen kannst. Na ja gut, so geheim sind sie eigentlich nicht, aber sie helfen und das ist schließlich die Hauptsache!

Mache den Sport zu deinem persönlichen Wochen-Highlight.

1. Probiere neue Sportarten aus und bleib bei Altbewährtem

Vielleicht hast du deinen absoluten Favoriten im Sport schon gefunden. Gratuliere! Sei jedoch stets offen für andere Sportarten und probiere immer wieder mal etwas Neues aus. Mittlerweile gibt es ja von Unterwasser-Rugby bis hin zu Schachboxen die verrücktesten und vielseitigsten Sportarten. Selbstverständlich muss es nicht gleich das Extrem sein. Aber vielleicht entdeckst du dadurch eine neue Leidenschaft, die wieder frisches Feuer in deinem Herzen entfacht.

2. Nutze das Sportangebot der Uni und mach dein eigenes Ding

Das angebotene Kursprogramm der USI in Innsbruck kann sich sehen lassen! Sommer wie Winter können hier für einen meist geringen Semesterbeitrag verschiedenste Kurse belegt werden, welche die ganze Bandbreite von klassischen, bis hin zu ziemlich ausgefallenenSportarten abdecken. Außerdem sind die USI-Kurse auch hervorragend dafür geeignet, um neue Menschen kennenzulernen und (sportliche) Kontakte zu knüpfen. Durch die fixen und regelmäßigen Zeiten lassen sie sich super planen und in den Uni-Alltag eingliedern.
So gut das Angebot auch ist, solltest du dich jedoch nicht nur darauf beschränken. Oft hat es auch Vorteile, sein eigenes Ding durchzuziehen. Dadurch ist man unabhängig, zeitlich flexibel und kann den Sport an das eigene Level anpassen.

Habe keine Angst, auch mal dein eigenes Ding durchzuziehen.

3. Setze dir Ziele und lass sie fallen

Sich spezifische, beziehungsweise „SMARTe“ Ziele zu setzen, ist auch für nicht besonders ambitionierte Hobbysportler eine äußerst gute Idee. Höchstwahrscheinlich hast du über „SMARTe“ Zielsetzung schon zigtausend Mal an der Uni gehört. Nicht zu Unrecht, denn es ist tatsächlich ein gutes Konzept: Ziele motivieren und helfen dir, das Unmögliche möglich zu machen.
Wichtig bei der sportspezifischen Zielsetzung ist, dass in kleinen Schritten geplant wird und Zwischenziele (z.B. „5km am Stück laufen“, „321 Liegestütz“, …) formuliert werden. Am besten du machst dies schriftlich und platzierst deinen Plan gut sichtbar, sodass du deine Ziele stets im Blick hast.
Falls du dich allerdings doch über- oder auch unterschätzt hast, beziehungsweise andere Prioritäten setzen willst, zögere nicht deine Ziele auch einmal zu verwerfen oder zu verändern. Lass dich hierbei von niemandem beeinflussen, denn schließlich sind es deine eigenen Ziele.

4. Habe Spaß an der Sache oder auch erst danach

Egal ob man für eine bestimmtes Ziel trainiert oder nicht, der Spaß am Sport sollte immer an erster Stelle stehen! Sport sollte schließlich ein positiver Ausgleich zum Uni-Alltag sein und nicht als weitere Verpflichtung angesehen werden.
Natürlich macht nicht immer alles ständig Spaß und du kennst sicher jene Momente, in denen man den Sinn der ‚Quälerei‘ hinterfragt. Wichtig ist jedoch, dass man zumindest im Nachhinein Gefallen daran findet.

Sicherlich kennst du die Zweifel beim anstrengenden Aufstieg auch.
Doch das Gefühl am Gipfel beseitigt negative Gedanken mit einem Schlag.

5. Suche dir fixe Trainingszeiten und sei flexibel

Sowohl im Wochenplan fixierte Zeiten, als auch spontane Aktivitäten haben Vorteile. Jedoch ist es wahrscheinlich für die meisten einfacher und besser, sich zumindest einige feste Tage für Sport und Training einzuteilen, insbesondere wenn die Uni-Woche wie gewohnt wieder bis zum obersten Rand des Bierglases gefüllt ist.
Jedoch solltest du dich nicht zu sehr auf diese eingeplanten Zeiten versteifen. Falls einmal etwas dazwischenkommt (und das wird es garantiert!), ist das nicht schlimm. Aber man sollte zumindest versuchen einen alternativen Zeitpunkt zu finden, um somit die Einheit nicht ganz ausfallen zu lassen.

6. Halte dich an deinen Plan und ändere diesen

Gleiches wie bei den Trainingszeiten gilt auch für die Inhalte und die Ausführung des Sports. Natürlich ist es gut, wenn du dich an deine Vorgaben hältst und nicht gleich aufgibst, wenn zum Beispiel eine Übung anstrengender ist als erwartet. Aber generell spricht auch nichts dagegen, das Programm spontan nach Lust und Laune abzuändern. Wichtig ist, dass du dein Sportprogramm und vor allem auch das Training abwechslungsreich gestaltest und mit der Zeit die Übungen an dein Level anpasst.

Gestalte dir deinen individuellen Trainingsplan.

7. Entwickle eine Routine und brich sie

Für ein regelmäßiges Sportprogramm im Uni-Alltag reicht die Planung selbst natürlich nicht aus. Es bedarf hierfür immer noch der Umsetzung in die Realität, wofür Routinen sehr wertvoll sein können.
Beispielsweise fällt es dir bestimmt leichter morgens in die Gänge zu kommen, wenn du die Laufschuhe und -klamotten für die geplante Einheit bereits am Vorabend bereit legst, dann dein gewohntes Aufwärmprogramm durchführst und so motiviert in den Tag startest.
Jedoch kann es auch sinnvoll seine Routinen von Zeit zu Zeit zu brechen, denn sie können dich nach gewisser Zeit ungenau werden lassen und eventuell auch langweilen. Und falls du eine Routine nicht wie gewohnt durchziehen kannst, solltest du dich dadurch natürlich nicht vom Sport abhalten lassen.

8. Nutze Pausenzeiten und mach Pause

Bestimmt kennst du die Situation, wenn man eine komplett vollgestopfte und stressige Woche hat und kaum mehr weiß, wo man was unterbringen kann. Aber jeder von uns hat auch immer wieder kleine Pausenzeiten und Freiräume zwischen Terminen, Lehrveranstaltungen oder Lern-Marathons. Diese kleinen Zwischenzeiten eignen sich perfekt für kurze Sporteinheiten. Meist kann man dabei schnell abschalten und danach wieder mit voller Energie durchstarten.
Wichtig ist aber auch, dass du es mit dem Sport nicht übertreibst und auf deinen Körper achtest. Jeder braucht auch einmal eine Pause! Die für eine Leistungssteigerung notwendige Regeneration findet schließlich nicht während des Trainings statt, sondern zwischen den Einheiten.

Kleine Lernpausen eignen sich perfekt für ein paar Übungen zwischendurch.

9. Schnappe dir einen Trainingsbuddy und starte alleine durch

Mit Freunden zum Sport zu gehen, bringt einige Vorteile. Abgesehen von der zusätzlichen Motivation, dem größeren Spaß und der Gelegenheit zum „Ratschen“, gestaltet sich auch die Suche nach Ausreden schwieriger und hilft zudem den inneren Schweinehund zu überwinden.
Andererseits solltest du dich aber auch nicht vom Sport abbringen lassen, wenn deine Freunde einmal absagen. Ziehe deinen Plan auch alleine durch oder sei anderweitig aktiv!

Suche dir einen Trainingsbuddy und starte durch!

10. Suche nicht nach Ausreden und akzeptiere diese

Ausreden, oder euphemistisch Entschuldigungen, erfordern eine genaue Differenzierung. So gibt es durchaus legitime Gründe, warum der Sport hintenanstehen muss. Das Lernen auf eine wichtige Klausur zählt hier jedoch nicht dazu, im Gegensatz zu gesundheitlichen oder verletzungsbedingten Einschränkungen. Aber allermeistens ließe sich sicherlich eine passende Alternative finden.
Oft hilft es auch, wenn du Freunden von deinen Vorhaben erzählst. Dadurch ist man weniger dazu verleitet, Ausreden zu erfinden und zieht das Sportprogramm trotz mangelnder Motivation durch.

11. „Sport ist Mord“ und doch gesund

So ziemlich jeder ist sich der positiven Effekte von Sport auf Körper und Gesundheit bewusst. Obgleich körperliche Aktivität gewissermaßen zusätzlicher Stress ist, hilft sie ungemein dabei, anderen, negativen Stress zu reduzieren.
Sport ist ein äußerst weit gefasster Begriff und dementsprechend umfangreich sind auch die gesundheitlichen Vorteile. Je nach Beanspruchung reagiert der Körper mehr mit Optimierung des Herz-Kreislauf-Systems & Verbesserung der Blutwerte, muskulärer Leistungssteigerung & Gelenkstabilisierung, Entspannung & Wohlbefinden, Regulierung des Körpergewichts und sehr viel mehr. Und das Beste: Es „verschlauert“ sich auch noch dein Studentenhirn.
Natürlich solltest du es aber auch nicht übertreiben.  Falsches Training kann deinem Körper schaden und auch Verletzungen herbeiführen. Hier gilt, auf seinen Körper zu hören, sich langsam zu steigern und sich auch einmal eine Pause oder ein Eis zu gönnen.

Sport hat viele positive Effekte und ist der perfekte Ausgleich zum Uni-Alltag.

12. Noch ein letzter Tipp und viele mehr

Es gäbe noch sehr viel mehr zu sagen und weiter auszuführen. Vieles ist vermutlich selbstverständlich, aber dennoch haben wir noch ein paar letzte Gedankenanstöße für dich:

  • Belohne dich nach dem Sport oder erreichten (Zwischen-)Zielen.
  • Höre gute Musik oder auch Podcasts und Ähnliches. Vor allem für einsame Trainingseinheiten kann dies extrem motivieren und nebenbei kannst du zusätzlich zu deinem sportlichen Ziel auch beispielsweise noch eine neue Sprache lernen.
  • Führe ein Trainingstagebuch oder lass dir dies von einer Sportuhr oder einem Fitnesstracker erledigen.
  • Habe keine Scheu, dir auch einmal professionelle Hilfe zu holen. Dies hilft besonders am Anfang oder auch um die Himbeere auf das Sahnehäubchen der Schokoladentorte deiner sportlichen Laufbahn zu setzen.
  • Wenn der innere Schweinehund mal wieder groß ist: Stell dir einen Timer auf 30 Sekunden und starte eine Übung deiner Wahl. Probiere es einfach einmal aus und du wirst überrascht sein!

Stell dir einen Timer und starte mit der Übung deiner Wahl.

Zu guter Letzt: Lies weniger Artikel wie diesen hier und befolge dafür mehr von unseren entlüfteten Geheimtipps!

Text: Elias Bauer und Katrin Schefbänker
Fotos: Elias Bauer, Jacqueline Schwaighofer und Katrin Schefbänker

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