Shredlifes 3. Tourstopp in Feldberg: René Werner im Interview

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Trotz schlechtem Wetter und Windstärken von 8 und 9 ließ sich der Verein Shredlife nicht davon abhalten, ihren 3. Tourstopp in Feldberg zu veranstalten. Immerhin 23 Teilnehmer wagten sich auf die Slopes und Kicker und zeigten wieder einmal ihr Können. Nach dem letzten Artikel über den Verein Shredlife an sich und ihren Stopp in Wildhaus hat sich die Zeitlos nun mit dem sportlichen Leiter René Werner unterhalten und so einiges über das Event in Feldberg und die Slopestyleszene erfahren:

Die Zeitlos: Wie ist der Verein Shredlife entstanden bzw. wie bist du dazu gekommen?

René Werner: Wir haben den Verein zu siebt mit der Leidenschaft und dem Herzen für die Contest-Szene gegründet. Dabei haben wir uns zusammengeschlossen, um eine Plattform speziell auch für die junge Generation zu bieten. Wodurch wir bei unseren Events auch die Kategorien unter 12 und unter 15 sowie natürlich auch die Erwachsenen haben. Jeder kann also bei uns mitmachen und mitfahren. Besonders wollen wir jedoch den Nachwuchs ansprechen.

Bei mir persönlich war es so, dass ich seit 2004 mit dem Snowboard bei Events und Contests mitgefahren bin. Nach ein paar Jahren oder einfach wenn man älter wird, sieht man auch gerne Mal hinter die Kulissen. Somit bin ich durch meine Erfahrung dazu gekommen, dass ich im Verein nun auch den sportlichen Teil überhabe und mich bei den Events am judging, also an der Bewertung der Teilnehmer beteilige.

René zeigt was er mit dem Snowboard drauf hat.

Wie gestaltet sich der Ablauf eurer Events wie zum Beispiel das letzte in Feldberg?

Also wir haben ein Contestformat mit einer Jamsession. Das bedeutet, dass alle, die am Start stehen, die Zeit haben, so viele Runs wie möglich zu machen. Eine Jamsession dauert ungefähr zwei bis drei Stunden. So haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen genug Zeit, um mit dem Lift auch wieder hoch zu kommen und ihre Runs kontinuierlich zu verbessern. Wir bewerten diese Runs dann nach den Kategorien U12, U15, men und women. Dabei war es uns wichtig, keine Qualifikation oder ein Finale zu machen. Denn dadurch haben alle bis zum Schluss Zeit und scheiden nicht nach zwei anfänglich schlechten Runs schon wieder aus. Im Vordergrund sollten bei unseren Events immer der Spaß und der Zusammenhalt stehen. – das ist uns wichtig!

Trotz schlechtem Wetter sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen top motiviert.

Ich stelle mir die Bewertung der unterschiedlichen Runs nicht gerade einfach vor. Wie läuft das bei euch genau ab und wer sitzt in der Jury?

Die Jury bilden wir selbst. Es gibt dann eigene Snowboard und Freeskijudges, die sich im Park so positionieren, dass sie alles gut einsehen können. Bei der Bewertung selbst spielen dann unterschiedliche Faktoren wie Kreativität, Schwierigkeit, Höhe und Weite, Ausführung und Style eine Rolle. So ergeben sich die unterschiedlichen Bewertungen und damit verbunden die Ränge.

Mit einem kritischen Blick und viel Freude bewertet die Jury die unterschiedlichen Runs.

Das Wetter in Feldberg war ja dann doch sehr bescheiden. Hat sich das auf die Stimmung und den Ablauf des Events ausgewirkt?

Natürlich gab es kleine Einschränkungen, das heißt wir konnten wegen dem Nebel nicht den ganzen Tag fahren und haben uns auf fünf Features beschränkt, die gut einsehbar sind. Dadurch war alles relativ übersichtlich und die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mussten dann nicht immer den Lift nehmen, sondern konnten einfach wieder hochlaufen. Somit ist man immer wieder an der Base mit BBQ und DJ vorbeikommen, jeder war motiviert und es war ein richtig gutes Beisammen sein.

Von dem Nebel ließen sich die Jungs und Mädels nicht abhalten.

Was war für dich bei den vergangenen Events der schönste Moment?

Auf jeden Fall die strahlenden Gesichter, die uns entgegenblicken. Also zum Beispiel gerade jetzt in Feldberg war einer aus der Männer-Kategorie, der zu mir gekommen ist und gesagt hat „So geil, dass ihr das wieder macht!“ Also wir haben diese Events vor einigen Jahren über eine andere Organisation veranstaltet, die sich jedoch aufgelöst hat. Dadurch fanden jetzt drei Jahre keine derartigen Veranstaltungen statt. Das heißt, die Leute freuen sich einfach, dass es diese Plattform wieder gibt und genaue diese Rückmeldungen sind für mich die schönsten Augenblicke.

Der Spaß fehlte in Feldberg definitiv nicht!

Wie würdest du die Events von Shredlife in drei Worte beschreiben?

Shredlife-Events in drei Worte … kann man gar nicht! Also ich kann nur sagen, dass ich überwältigt bin und mich riesig freue, so viele Gleichgesinnte zu treffen und mit denen gemeinsam zu shreden. Man teilt einfach die Leidenschaft und das ist es, was die Events von Shredlife ausmacht.

Herzblut und Leidenschaft von Shredlife sowie den Teilnehmern und Teilnehmerinnen macht die Tourstopps zu Events der Extraklasse.

Euer nächster und letzter Stopp findet am 30. März im Kühtai statt. Warum sollte man als Innsbrucker oder Innsbruckerin da mitmachen bzw. sich das Event ansehen?

Bei uns kann jeder mitmachen und sich ausprobieren, egal wie geübt. Also auch du hast die Chance, aufs Podium zu kommen. Außerdem ist das Kühtai total gut erreichbar, eine super Location und der Hang einfach nur super. Aber auch nur als Zuseher, kann man sich darauf freuen, den Jungs und Mädels von jung bis alt bei ihren Sprüngen zuzusehen und die gute und ausgelassene Stimmung genießen.

Also bis demnächst im Kühtai!

Titelbild: Ella Jueppner
1. Bild: Joe Frei
Restlichen Bilder: teamF8

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