Ausgetrunken und Abgefahren!

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Nach einer Pause von zwei Jahren, war es am 23. März 2017 endlich wieder an der Zeit für das „Red Bull Can Bob Race“. Bereits zum vierten Mal fand das Rennen statt, wiederbelebt wurde es vor allem durch die große Nachfrage der Teilnehmer aus den vergangenen Jahren.

Inspiriert wurden die Macher dabei vom „Red Bull Soapbox Race“. Mit der Nordkette vor der Haustür und der Menge an Studenten in Innsbruck entstand hiermit eine Winterversion des berühmten Seifenkistenrennens. Und was passiert, wenn man Studenten, den „Nordkette Skyline Park“ und Red Bull mischt? Richtig, ein Event voller Action, Spaß und Spannung.

Für die insgesamt 12 Teams ging es um 9 Uhr los in Richtung Seegrube. Nach einer kleinen Aufwärmphase und dem Team Captains Meeting gab es um 11 Uhr den Startschuss für die zweistündige Bastelphase. Ein Wäschekorb, 48 leere Red Bull Dosen, Klebeband und Karton wurden von der Rennleitung gestellt. Ansonsten war es den Teams überlassen, womit sie ihren Bulliden noch aufmotzen wollen. Erlaubt ist fast alles, außer Ski(teile), die natürlich das Gleiten immens vereinfachen würden. Bei den mitgebrachten Materialien gab es nichts, was es nicht gibt. Sogar Weißwürste und Bengalos wurden verarbeitet. Alles eben, um den Bob auf Teamname und Outfit abzustimmen. Denn neben der Performance im Rennen werden für die Gesamtwertung auch Design, Verarbeitung, Präsentation und erstmals auch der Social Media Auftritt bewertet. Heuer waren als Fachjury Markus Prock (Rodelweltmeister), Dominic Roithmair (Red Bull Skydiver) und Simon & Stefan (Rodelbauer) mit von der Partie.

Das Rennen wurde im K.O.-Modus entschieden, mit Start vom Landing des Kickers im Nordkette Skyline Park. Im direkten Vergleich, eins gegen eins, stellte sich dann auch sehr schnell heraus, dass so mancher Bob noch die ein oder andere Schwachstelle trotz sorgfältiger Vorbereitung hatte. Design ist eben doch nicht alles. Auch unser Team, „Die Zeitlosen“, musste sich eingestehen, beim Bau Fehler gemacht zu haben und schied bereits im ersten Duell aus.

Zum ersten Mal wurde auch ein Bob gebaut, der gänzlich auf den Wäschekorb verzichtete. Das Team vom „Ugly Skiing Day“ (USD) schickte ihren Piloten im Skeleton-Stil, bäuchlings mit dem Kopf voran, auf die Piste. Ihre waghalsige Technik wurde letztlich mit dem 6. Platz belohnt.

Der Gewinner des Tages war das Team „Starlight Exzess“. Es belegte mit 186,5 Punkten und einem Vorsprung von über 10 Punkten zu „Lokomotive Hötting/Wilten“ den ersten Platz. Dritter wurde Team „2 Fast 2 Serious“ mit 132 Punkten. „Die Zeitlosen“ konnten sich bei ihrer Premiere beim „Red Bull Can Bob Race“ einen beachtlichen 7. Rang sichern.

„Bei der Anmeldung haben wir zuerst noch gezögert, zu groß war der Respekt in einem Bob, gebaut aus einem Wäschekorb, die Strecke runterzuheizen. Doch nach ein paar Bier und dem angetrunkenen Mut haben wir uns spontan am Tag davor dazu entschlossen ein Team zu melden. Es war definitiv die richtige Entscheidung, auch wenn wir nächstes Mal dann wohl etwas mehr Vorbereitungszeit investieren werden. Dann greifen wir richtig an!“, Zeitlos-Pilot Felix

Zur allgemeinen Belustigung haben wir euch hier noch eine kleine Auswahl von Fotos des Tages zusammengestellt:

 

Fotos: Lorenz Zenleser

Team: Kilian Standhartinger, Felix De Zordo, Caroline Böttcher, Tamara Oertel

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