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5 Dinge, die man nach dem US-Wahlergebnis nicht vergessen sollte

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Es war eigentlich ein normaler Mittwochmorgen, doch der übliche Handgriff zum Handy, um einen Blick auf die „Social Media“ Seiten aka Facebook, Twitter, Instagram und Co. zu werfen, lässt einen erstarren. Der Grund dafür: die Amerikanische Präsidentschaftswahl. Das Internet wird überhäuft mit Artikeln über das Ergebnis, mit Ungläubigen, die es einfach nicht fassen können, mit „Memes“, die versuchen mit Humor zu kontern und mit den Kundgebungen Freude, Wut, Angst und Trauer. Noch nie waren Wahlkampf und Wahlergebnis so im öffentlichen Raum vertreten, wie dieser.

Trump

Doch die Hoffnung, dass alles nicht so schlimm ist, wie es scheint, schwingt langsam durch. Hierfür haben wir für euch 5 Gedanken, die man jetzt nicht vergessen sollte:

  1. Everybody is not the same – in a good way 😉

Nur, weil das Wahlergebnis zugunsten der Republikaner ausging, heißt das nicht, dass alle Amerikaner bzw. alle Republikaner so denken wie Mr. Trump. Der Unterschied zur Demokratischen Partei und seiner Konkurrentin Clinton liegt nicht so weit auseinander, was bedeutet, dass immer noch viele Menschen in Amerika andere Prinzipien und Ansichten teilen und für diese auch einstehen werden.

  1. The end of the world?!

In vielen Onlineforen oder Sozialen Medien ist die Rede von einem Alptraum und einem Untergang der Welt. Diese Ansichten sind anhand der von dem neuen Präsidenten getätigten Aussagen durchaus verständlich. Doch er wird in ein bestehendes System von Regeln und vorgefertigten Strukturen eingeführt, die er nicht alle gleich brechen oder übergehen kann, sondern denen er sich ein wenig fügen muss. Und um das Regelwerk zu ändern, muss er sich erst mit seinen Beratern und dem gesamten Kongress auseinandersetzten. Nicht zu vergessen, dass Trump ein Neuling in der Politik ist; so könnte er gewisse Probleme anders und unkonventioneller angehen im Vergleich zu seinen Vorgängern.

Trump

  1. Can it change or can we change it?

Wie es schon im vorherigen Absatz erklärt wird, sind gewisse Strukturen und Systeme vorhanden, die sozusagen in Stein gemeißelt sind. Die Republikaner haben zurzeit die Oberhand sowohl im Kongress als auch im Senat, was aber nicht heißt, dass das die nächsten Jahre so bleiben muss. In der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten gibt es die „Midterm elections“ oder auch Halbzeitwahlen genannt. Hierbei werden ein Drittel der Senatoren und des gesamten Repräsentantenhauses neu bestimmt, was zu einem Umschwung in der Politk führen kann. Die Demokratische Partei könnte also theoretisch auch während des Trump-Zeitalters wieder mehr Stimmen übernehmen.

Laut Angaben findet die nächste Halbzeitwahl am 6. November 2018 statt.

  1. His promises and his followers – a matter of time?

Alle wissen genau was mit dem Spruch „Make Amerika great again“ gemeint ist. Rufen wir uns seine Worte und Versprechen, mit denen er die Wahl für sich entschied, nochmal ins Gedächtnis:

Zuerst hieß es, er ist gegen alle Ausländer und will eine Mauer an der Mexikanischen Grenze bauen. Doch bei genauerer Betrachtung ist dies gar nicht möglich. Es würde zu viel Geld, Zeit und Ressourcen kosten. Außerdem ist Trump kein Zauberer. Eine Mauer durch Flüsse, Seen und über Berge hinweg zu bauen ist schlichtweg nicht realisierbar, wie in Adam ruins everything – Why a wall won’t stop immigration erklärt wird.

Hier ist wieder sehr gut ersichtlich, dass viele Politiker leere Versprechen machen, um Wähler zu gewinnen. Ob Mr. Trump seine Versprechen halten kann und in die Tat umsetzt wird sich noch zeigen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, ist schon vorauszusehen, dass sehr viele seiner Anhänger abspringen werden. Und was macht ein Präsident ohne ein Volk, das ihn unterstützt?

Brexit

  1. Wake up call for society!

Nun zum letzten und vielleicht wichtigsten Punkt. All diese politischen Entscheidungen, die dieses Jahr demokratisch entschieden wurden, wie auch BREXIT, werden immer mehr zu einem Weckruf für andere Länder und Regierungen.  Besonders Europa könnte sich jetzt weiterentwickeln und sich von den USA emanzipieren. Dies könnte nämlich eine Chance für Europa sein, die westlichen und liberalen Werten, die wir alle so schätzen, hochzuhalten, weiterzuentwickeln und zu festigen. Dabei bleibt uns natürlich die österreichische Wahl Anfang Dezember stets im Hinterkopf. Die Wahlergebnisse der USA sind für viele ein Warnschuss, denn wenn die Politik noch mehr Zerrissenheit und Verzweiflung mit sich bringt, will man sich die negativen Entwicklungen der Gesellschaft, die daraus resultieren, gar nicht erst vorstellen.

Es gibt mehr als nur schwarz und weiß oder links und rechts. Und sobald man das erkennt, kann man gemeinsam eine Lösung suchen und Österreich sowie auch Europa zu einem liberalen, akzeptierenden und friedlichen Land bzw. Kontinent machen, wo wir gerne leben.

 

Foto: Stars and Stripes, Mrs Airwolfhound via Flickr CC 2.0; Screenshots von www.twitter.com und Internet


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