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awW: Clara Luzia

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Die Zeitlos hat es geschafft. Die lang ersehnte Zusammenarbeit mit dem Weekender hat begonnen. Unter der neuen Reihe „Almost Weekly Weekender“ werden wir zwei mal im Monat über Konzerte im Weekender berichten. Und wir beginnen unsere Reihe mit Clara Luzia, die nicht das erste Mal hier im Weekender gespielt hat.

Endlich wieder da! Ich war seit längerer Zeit nicht mehr im Weekender. Eigentlich schade, weil ich mir nach jedem Konzert immer wieder vornehme, mehr Konzerte zu besuchen, da es immer wieder ein Erlebnis ist. Aber irgendwie klappt es dann doch nicht.

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Tobias und ich warten in der Menschenschlange vor der Kasse und holen unsere lila Bändchen ab. Dann geht es durch die Türen hindurch, am Türsteher vorbei auf die Tanzfläche. Dort tummeln sich schon einige Leute. Das Publikum ist sehr gemischt. Nach dem ersten Bier ist es so weit. Die Lichter gehen aus und das Reden der Besucher wandelt sich in ein Jubeln.

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Die Töne des ersten Songs erklingen. Clara hat, seit ihrem Album We are Fish, den Übergang von dem ruhigeren Folk zu einem rockigeren härteren Sound auf jeden Fall gut hinbekommen. Wenn ich ihre Musik mit einem Bild beschreiben müsste, dann wäre das ein Mädchen in einem weißen langen Kleid, das im Sommer über ein Kornfeld geht und die goldbraunen Ähren zärtlich mit ihrer Handinnenfläche berührt, nur nicht so klischeehaft.

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Clara Luzia erzählt nach dem dritten Lied, wie es der Weekender geschafft hat sich für alle Zeiten ein Platz in ihrem Herzen zu erobern. Vor einigen Jahren hatte sie dort nämlich einen Auftritt, bei dem ein Mädchen ohnmächtig wurde. Das Mädchen wurde auf die Bühne gezerrt und in den Backstagebereich gebracht und war nach wenigen Minuten wieder auf den Beinen. Clara Luzia denkt, dass es wegen dem Gedränge in der ersten Reihe war. Aber sie möchte auch nicht ausschließen, dass das Mädchen wegen des Anblickes des Bandmitglieds Max in Ohnmacht gefallen ist. Dies war die erste und bisher einzige Ohnmächtige auf ihren Konzerten.

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Nach dem Konzert und ganzen drei Zugaben lädt der Bassist Paul alias pauT, Tobias und mich, in den Backstagebereich ein. Wir kommen dort mit Clara ins Gespräch, und sie erzählt uns ihr letztes verrücktes Erlebnis in Innsbruck. Nach dem Konzert im Treibhaus waren sie in einer Bar direkt neben dem Hotel feiern, in dem sie untergebracht waren. Bandhündin Lotti war natürlich auch dabei. Irgendwann ging Clara ins Hotel und nahm Lotti mit. Am nächsten Morgen allerdings konnte sie den Hund nirgends finden. Normalerweise liegt er neben dem Bett am Boden. Sie fürchtete, Lotti sei verloren gegangen. Schließlich fand sie sie unter der Bettdecke ruhig schlafend vor, eine Verbotszone für die Hündin.

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Wir verabschiedeten uns von der Band und Clara, denn sie müssen noch die Instrumente abbauen. Ein guter Abend. Es bleibt der Eindruck, dass die Starallüren an Clara und ihrer Band, trotz des Hypes der letzten Jahre, vollkommen vorbeigezogen sind. Vor allem Clara kommt als sehr bodenständiger Mensch herüber. Eine nette interessante und sympathische Frau mit gutem Humor.

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Fotos: Tobias Pircher

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