Zeit = Geld und StudentInnen verschenken sie

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Die Fastenzeit ist vorbei und endlich kann man den einen oder anderen guten Vorsätzen adieu sagen. Doch wer sich nach der kollektiven Ostervöllerei wieder für einen aktiveren Lebensstil entscheiden will, die eigene Lebensqualität und die von anderen steigern will, für den haben wir jetzt einen Vorsatz der sich doppelt lohnt. Durch die Initiative „StudentInnen schenken Zeit“ wird es allen Studierenden ermöglicht etwas gemeinnützige Arbeit zu leisten.

Glückseligkeit durch Gemeinsinn
Viele Österreicher – laut IMAS-Umfrage rund ein Drittel – hatten für 2015 bestimmte Vorsätze. Die meisten Vorsätze, die sich im Ranking ganz oben befinden, lassen den Wunsch zu einem gesünderen, vitaleren und besseren Ich erkennen. Gesunde Ernährung, Sport, Abnehmen, das Rauchen aufgeben und weniger Alkohol sind die Klassiker. Was wirklich zählt ist insgesamt also allgemeines Wohlbefinden und genau dazu führt es, wenn man sich an die Vorsätze auch hält.

Nur 3% der Befragten der IMAS-Umfrage erachten „Mehr gemeinnützige Arbeit leisten, mehr ehrenamtliche Tätigkeiten“ als erstrebenswert. Dabei trägt Gemeinsinn, beziehungsweise anderen Menschen zu helfen, wesentlich dazu bei glücklich zu sein. Laut Better Life Index lässt es sich in Ländern, in denen viel Freiwilligenarbeit geleistet wird, insgesamt besser leben. Genau dieses Wohlbefinden und die Glücksgefühle, die durch soziales Engagement hervorgerufen werden, führen wiederum zu besserer (psychischer) Gesundheit. In Innsbruck wird es einem, besonders als Student, zudem sehr einfach gemacht ehrenamtliche Tätigkeiten auszuführen.

Ehrenamtlich unterwegs in Innsbruck – „StudentInnen schenken Zeit“
Zwei Stunden eurer kostbaren Zeit könnt ihr, dank dem Freiwilligen Zentrum Tirol in Kooperation mit der Uni Innsbruck und der ÖH, jede Woche für einen guten Zweck „verschenken“. So funktioniert’s: man verpflichtet sich, ein Semester lang ca. zwei Stunden pro Woche eine ehrenamtliche Tätigkeit zu machen.
Die Möglichkeiten sind relativ breit gefächert. Ausflüge mit Sehbehinderten Menschen unternehmen, sich um die Freizeitgestaltung für Menschen mit Behinderungen oder für Senioren kümmern oder sich im Tierheim engagieren, sind nur einige davon. Das Freiwilligen Zentrum Tirol führt Menschen und Organisationen, die dringend Hilfe brauchen mit Menschen, die helfen wollen, zusammen. Es gibt also viele Ideen und man muss sich noch nicht einmal selbst um die Organisation kümmern. Man sucht sich eine Tätigkeit, die man gerne machen würde beziehungsweise für die man sich befähigt fühlt aus und meldet sich via Kontaktformular beim Freiwilligen Zentrum Tirol. Wenn die Arbeitskraft im gewählten Bereich benötigt wird, dann kann es los gehen mit dem Zeit verschenken an Bedürftige und somit der Steigerung des eigenen Wohlbefindens und der Vertiefung sozialer Kompetenzen.

Der Lohn: viel Freude, ein Nachweis und eine Abschiedsparty
Neben dem guten Gefühl, etwas Sinnvolles für andere geleistet zu haben, wird man am Ende des Semesters mit einem Nachweis für die gemeinnützige Tätigkeit belohnt. Zudem gibt es eine Abschiedsparty für alle „ZeitverschenkerInnen“. Dort können neu gewonnene Erfahrungen mit anderen, sozial engagierten StudentInnen ausgetauscht werden und man kann auf das Einhalten eines ersten guten Vorsatzes (dem freiwilligen Engagement) und das Über-Bord-Werfen eines anderen (kein Alkohol) anstoßen.

Beitragsbild: Alice in Wonderland by Brandon Warren via Flickr unter CC 2.0 

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