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Ein Tiefgaragenspaziergang – Innsbruck von unten

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Von wegen Tiefgaragen sind nur Mittel zum Zweck. Am Freitag, 24.4.2015, bot „wirbraucheneinennamen“ eine etwas andere Führung durch Innsbruck an, weit weg von der touristenüberschwemmten Altstadt. Geführt von Bildhauer Christoph Waldhart, erkundete eine 15-köpfige Gruppe die Tiefen der Asphalthallen.

Tiefgarage Gruppe

Im „wirbraucheneinennamen“ in der Grillparzerstraße fällt um 17:00 der Startschuss. Erstes Ziel: Die SOWI/Congress-Garage. Für Nicht-Autofahrer, Öffi-Freunde und Radfahrer ein eher ungewohnter Ort. Beim näheren Betrachten allerdings ein Meisterwerk, die Planung der unterirdischen Hallen betreffend. Jede Garage ist einzigartig. Und seien es nur wenige Zentimeter, die eine Parklücke hier größer macht, die anderswo fehlen. So manchem Autofahrer ist eben dieses Stückchen mehr Platz vielleicht ans Herz gewachsen, astronomische Tarife hin oder her.

Ausfahrt

Der nächste Tiefgang mit dem Hofer-Lift in der Museumsstraße führt uns in die BTV-Garage. Neben einer hellen, freundlichen Atmosphäre findet man hier Abstellplätze für Fahrräder. Kostenfrei darf der Drahtesel hier im Trockenen warten und die Schranken sind problemlos passierbar.
Ehe wir uns versehen tauchen wir im FO.KU.S Foto Kunst Stadtforum wieder auf, in dem aktuell eine sehr sehenswerte Ausstellung von dem kanadischen Fotografen Edward Burtynsky zu sehen ist. Für einen kostenlosen künstlerischen Abstecher ist das Stadtforum sehr empfehlenswert.

Kreisverkehr

Eine wahre Attraktion für alle Autolosen stellt der unterirdische Kreisverkehr vor der Kaufhaus Tyrol Garage dar. Diese empfängt uns von weitem mit einladender Kaufhausmusik. Große Rätsel wirft die weiße Blume als Zeichen für einen Frauenparkplatz auf, welcher übrigens sogar schmäler erscheint als die übrigen Abstellplätze. Sie dienen nur der Sicherheit von Frauen und sind direkt neben dem Aufgang ins Kaufhaus platziert. Somit gilt auch hier: Ein Einparktango ist nicht unbedingt Frauensache.

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Eine Abkürzung durch den Peek & Cloppenburg und eine Straßenüberquerung später, befinden wir uns in der Hypo- und Landhausgarage. Grelle blaue Lichtinstallationen an den Parklücken für Kunden der Hypobank lassen die finanziellen Mittel der Garagenbesitzer nur so erahnen. Seltsame, von oben kommende Geräusche bringen einige von uns ins Grübeln, aber als wir den vielen Skatern am Landhausplatz beim Üben zusehen, löst sich auch dieses Rätsel.
An der Triumphpforte findet die unkonventionelle Tour um 19:30 auch schon ihr Ende. Mit vielen neuen Eindrücken der Stadt Innsbruck geht wieder jede/r seiner/ihrer Wege und hofft gespannt auf eine Fortsetzung dieser Führung der etwas anderen Art.

Fotos: Ute Schneiderbauer

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