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Regierung plant Ticketsteuererhöhung – bleibt Freizeitgestaltung leistbar?

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Österreichische Kunst und Kultur ziehen jährlich Millionen Touristen an und auch Einheimische genießen das breite Angebot. Besonders als StudentIn stellt man sich vor jedem Besuch einer Veranstaltung oder Einrichtung die Frage: „Wie viel kostet das Ticket?“ Wenn ein aktuelles Regierungsvorhaben umgesetzt wird, wahrscheinlich bald mehr als uns lieb ist. Laut diesem sollen Eintrittskarten für Konzerte, Theater, Ausstellungen, Museen und Zoos künftig nicht mehr mit 10%, sondern 20% Umsatzsteuer besteuert werden.

 

Der Zugang zu Kunst und Kultur ist ein Menschenrecht

Im Vergleich mit den Nachbarländern, liegt Österreich mit 10% Umsatzsteuer für Eintrittskarten, bereits jetzt, im oberen Bereich. Die relativ niedrige Höhe dieser Steuer (Umsatzsteuer eigentlich 20%) kommt nicht von ungefähr und war bisher gleich hoch, wie jene für Lebensmittel und Wohnen. Das heißt Zugang zu Kunst und Kultur hat steuerlich derzeit denselben Stellenwert wie andere Menschenrechte. Artikel 27 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen besagt: „Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen[…]“ und „[…]sich an den Künsten zu erfreuen[…]“. Künftig soll man für diese besagte Teilnahme noch tiefer in die Tasche greifen.

Nicht nur KonsumentInnen, auch die Veranstalter und dadurch die Fülle des Angebots, würden unter der Erhöhung leiden. Weniger Angebot führt wiederum automatisch zu weniger BesucherInnen. Mit den Besucherzahlen würden am Ende auch die Steuereinnahmen zurückgehen.

Petition unterzeichnen

Die Auswirkungen einer Erhöhung der Ticketsteuer wären für sämtliche Beteiligte negativ. Aus diesem Grund haben sich das Who ist Who der österreichischen Kultur- und Veranstaltungsszene zusammengetan und eine Initiative gegen das Regierungsvorhaben gestartet. Unter www.ticketsteuer.at könnt ihr euch genauer informieren, die Inhalte auf diversen Social Media Kanälen teilen und die Petition gegen die Erhöhung unterzeichnen.

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