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Berufserfahrung neben dem Studium: Bewährungshelferin

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Mit dem Gedanken Menschen zu unterstützen und neue Berufserfahrungen zu sammeln, absolvierte ich eine mehrtägige Ausbildung zur Bewährungshelferin. Ich schreibe hier ganz bewusst „unterstützen“ und nicht „helfen“, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele Menschen ungern „Hilfe“ annehmen aber froh um „Unterstützung“ sind.

Als Bewährungshelferin muss man definitiv „mit beiden Beinen im Leben stehen“, um den Aufgaben gewachsen zu sein. Besonders zu Beginn ist man herausgefordert, zu lernen mit psychischen Belastungen umzugehen und vorurteilsfrei an Klienten und deren Fälle heranzutreten. Zusätzlich ist es wichtig, dem Klienten autoritär gegenüberzutreten aber gleichzeitig flexibel auf den individuellen Menschen eingehen zu können.

Die Bewährungshilfe ist eine Alternative zur Freiheitsstrafe und kann auch nach dem Gefängnis zur Anwendung kommen. Somit ist das Ziel, welches ich gemeinsam mit meinen Klienten zu erreichen versuche, dass diese ein delikt- bzw. straffreies Leben führen. Wie dem Programmnamen, NEUSTART, schon zu entnehmen ist, habe ich nicht nur eine Kontroll- und Berichtsfunktion an das Gericht. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach einer Straftat ist oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Umso wichtiger ist es bei der Wohnungs- und Arbeitssuche sowie beim Kontakt mit Ämtern und Behörden, Programmteilnehmer zu unterstützen. Unser Ziel ist also auch, diese Menschen dabei zu unterstützen ihre Existenz abzusichern und ihr Leben positiv zu verändern.

Aufgrund meiner Erfahrung, bin ich davon überzeugt, dass eine positive Beziehung eine Veränderung in Menschen bewirken kann. Deswegen lege ich viel Wert darauf, ein Vertrauensverhältnis zu meinen Klienten aufzubauen. Durch gegenseitige,menschliche Anerkennung versuche ich psychischen und sozialen Rückhalt zu geben.

Mir ist es besonders wichtig, dass ich während meines Studiums nicht nur theoretische Managementfähigkeiten erwerbe, sondern auch Einblick „hinter die Kulissen“ habe. Das trägt meiner Meinung nach dazu bei, eine kompetente Managerin werden zu können.

von Simone Lehner

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