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Dankbarkeit

„Glücklich kemmer ins schätzen, donkbor hobmor zu sein,
Mir tian ins oft lei zu viel hetzn, in die Berg hobmors ober olm fein.“

– Gedicht von Heidi Siller

Ein Wort mit elf Buchstaben. Aber mit einer enormen Bedeutung. Ein Wort, welches in unserem alltäglichen Sprachgebrauch leider zu oft untergeht. Ein Wort, welches vielmehr eine Emotion oder ein Gefühl beschreibt oder umfasst.

Konzeptualisierung des Begriffs – eine Definition

Wird der Begriff Dankbarkeit innerhalb der wissenschaftlichen Sphäre gesucht, so erhält jede*r von uns unzählige Konzeptualisierungen und verschiedenste Definitionen und Forschungsansätze. Einen dieser Ansätze möchten wir mit dir teilen, nämlich jenen von Marius Holle. Holle zufolge kann Dankbarkeit wie folgt beschrieben werden: „Dankbarkeit baut auf der anerkannten Beobachtung auf, dass es für das eigene Glück wichtiger ist, wie man subjektiv die Dinge sieht, als wie sie objektiv sind. Dankbar zu sein, richtet dabei stets den Fokus auf das, was positiv gelaufen ist oder auf die guten Dinge, die manchmal passieren.“ Demzufolge geht Dankbarkeit weit über das Danke-sagen hinaus und ist somit nicht nur das altbekannte Danke, Merci, Спасибо, Grazie oder Gracias in einer Konversation.

Dankbarkeit zeigen oder ausdrücken

„Dankbarkeit zu fühlen und sie nicht auszudrücken, ist wie ein Geschenk zu verpacken und es nicht zu verschenken.“

–William Arthur Ward

Es gibt viele Wege oder Arten, um Dankbarkeit zu zeigen. Primär kann jede*r von uns sich als Erstes die Frage stellen, worüber wir dankbar sind. Durch diese eigene Dankbarkeit können wir Kraft tanken, unsere innere Energie aufladen oder uns selbst belohnen. Weiteres können wir diese Dankbarkeit dann auf unsere Liebende*n ausdehnen, indem wir ihnen mit kleinen Gesten oder Geschenken unsere Dankbarkeit beweisen/zeigen. Angefangen bei einer kleinen Schokolade für die Unterstützung im Haushalt, bis zu einem Wellnessgutschein fürs Reifen wechseln beim Auto kann alles dabei sein. Auch können wir am Arbeitsplatz unsere Dankbarkeit ausdrücken, beispielsweise indem wir unverbindlich als kleines Zeichen einen Kuchen oder selbstgebackene Plätzchen mitbringen, worüber sich alle erfreuen können. Zudem können wir auch in Alltagssituationen Respekt zollen und Dankbarkeit zeigen, indem wir als Beispiel, dem*r Kellner*in mit fünf Euro Trinkgeld belohnen, indem wir dem*r Elektriker*in in unserem Haus einen Caffè anbieten, indem wir dem*r Hautarzt*ärztin für die kompetente Beratung danken oder indem wir trotz mancher Konflikte oder Probleme, Dankbarkeit in Form von Komplimenten aussenden.

©pixabay.com

Hochaktuell und dennoch relevant – dankbar für die Gesundheit

„Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.“

– Deutsches Sprichwort.

Dankbar können wir auch für die kleinen Dinge des Lebens sein. Für glückliche Erlebnisse, für spannende Erfahrungen, für angenehme Konversationen, für kurz- oder langanhaltende Freundschaften, für eine sich unterstützende Lieb- oder Partnerschaft, für eindrucksvolle oder prägende Momente oder für unsere Gesundheit. Letzteres muss aber nicht nur uns selbst betreffen, denn wir können auch für die Gesundheit unserer Familie, unserer Freunde, unserer Bekannten oder für Menschen, die uns nahestehen dankbar sein.

Dankbarkeit für mich

Für mich bedeutet Dankbarkeit, dankbar für vielerlei Dinge zu sein. Demzufolge eine kleine Liste mit Dingen, oder besser gesagt, wofür ich dankbar bin:

©Heidi Siller
  • dankbar für meine Gesundheit
  • dankbar für die Gesundheit meiner Lieben
  • dankbar für jede Sekunde, Minute oder Stunde in den Bergen
  • dankbar für jede euphorische, hinreißende, philosophische oder ermutigende Konversation
  • dankbar für jede Sekunde mit meinen Liebsten
  • dankbar, dass ich aufgrund weltweiter Katastrophen erkenne, dass meine Probleme im Gegensatz zu manch‘ anderen, nur Lappalien sind
  • dankbar für die Geduld, den Respekt, die Akzeptanz und das Verständnis meiner Freunde*innen
  • dankbar für jeden Glücksmoment
  • dankbar für jede Art von Blumen
  • dankbar für schöne Notizbücher
  • dankbar für alle Emotionen, die uns Menschen auszeichnen
  • dankbar für jede Hilfe, jeden Rat, Tipp, Ratschlag oder für jedes Kompliment, das mir gemacht wird
  • dankbar in einer Wohlstandsgesellschaft zu leben
  • dankbar am Leben zu sein
  • Dankbar für alles und für jeden in meinem Leben.

Beitragsbild: ©pixabay.com

Eine waschechte Südtirolerin, die in Innsbruck studiert und liebend gern in den Bergen unterwegs ist, ganz nach dem Motto: Du bist nicht du, wenn dir die Bergluft fehlt!