Begin typing your search above and press return to search. Press Esc to cancel.

Griechenland in Flammen

Mit Stand 11. August 2021 sind allein in Griechenland 90.000 Hektar Fläche den Flammen zum Opfer gefallen. Zehn Tage später sind bereits über 100.000 Hektar der gesamten Fläche durch die Brände zerstört. Am härtesten ist die Insel Euböa betroffen, gebrannt hat es jedoch auch in Attika, im westlichen Griechenland und auf der Halbinsel Peleponnes. Am Löscheinsatz beteiligen sich unzählige Feuerwehrkräfte aus Rumänien, Frankreich, Zypern, Polen, Tschechien, Slowakei, Schweden, Spanien, Kroatien, Deutschland und Österreich. Insgesamt sind in etwa 500 Feuerwehrleute im Einsatz.

Der Tiroler Feuerwehreinsatz in Griechenland

Die Tiroler Feuerwehr beim Einsatz (©) Feuerwehr Zirl

Der aus Zirl stammende Feuerwehrkommandant Arnold Lanziner berichtet, dass sowohl fünf Tiroler Einsatzkräfte als auch 35 Wehrleute der Salzburger Feuerwehr in der Nähe von Olympia eingesetzt wurden. In dieser Gefahrenzone wurden auch die deutsche Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Rettung beide ebenfalls aus Deutschland, eingesetzt. Als Einsatzbasis diente die Stadt Lalas, die sich in unmittelbarer Reichweite zum Einsatzgebiet befindet. Aufgabe der Mannschaft war es, Nachlöscharbeiten in einem etwa 10.000 Hektar großen Gebiet durchzuführen. Nahe von Olympia verbrannten unter anderem auch Olivenbäume, deren Besonderheit ist, dass es bei einer Neupflanzung fast 30 Jahre dauern wird, bis die ersten Früchte geerntet werden können. Genauere Details über Folgeschäden für die Vegetation, die Bevölkerung und die Wirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht bekannt. „Diese Arbeit war durch die äußeren Umstände (Topografie, Klima) sehr anstrengend und fordernd“, sagte der am Einsatz beteiligte Lukas Kaufmann, Truppenkommandant der Feuerwehr Zirl. In Sechs-Stunden-Schichten (sechs Stunden Arbeit, sechs Stunden Pause) arbeiteten die Einsatzkräfte von Montag, 09.08.2021 bis Sonntag, 15.08.2021 durch, bevor sie abgelöst wurden.

Derzeitige Lage

Zwischenzeitlich sah es so aus als hätte sich die Lage in Griechenland durch mehrere Regenschauer entspannt, mittlerweile ist jedoch bekannt, dass erneute Brände ausgebrochen sind. Laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA handelte es sich dabei um 27 neue Feuer. Die meisten konnten kurze Zeit später erfolgreich bekämpft werden.

Der Klimawandel – als Ursache der Feuer?

Besonders der Mittelmeerraum gilt als extrem gefährdet für den Klimawandel, weil sich diese Region um einiges schneller erhitzt als andere. Als Ursprung gelten hohe Temperaturen im Zusammenhang mit Trockenheit. Dass der Klimawandel zu starken Hitzewellen oder anderen Naturkatastrophen führt, ist jedoch schon seit Langem bekannt. Das bestätigte auch der Weltklimarat.

(©) Feuerwehr Zirl

Um solche Naturkatastrophen zumindest zu verlangsamen oder gar einzuschränken, kann jede*r etwas dazu beitragen. Um sich aktiv für das Klima einzusetzen, reicht es zum Beispiel schon, wenn man statt mit dem Auto mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad fährt. Ein Mensch, der einen Weg von 20 Kilometern mittels ÖFFIS oder Fahrrad zurücklegt, spart circa 640 Kilogramm Co2 im Jahr, wenn man von einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometern ausgeht. Man kann jedoch noch in vielen anderen Bereichen Co2 sparen und damit dem Klima etwas Gutes tun. Es gibt nur eine Erde und auf diese gilt es aufzupassen.

 

(©) Titelbild: unsplash