Innsbruckathlon – beat the city

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Die Premiere in Innsbruck! Über Wände klettern, wie ein Affe, über ein Wasserloch schwingen und durch den Schlamm kämpfen. 11 Kilometer und 17 Hindernisse galt es beim Innsbruckathlon am 25. Mai zu bewältigen. Die Zeitlos war für dich mit am Start und kämpfte sich durch die härteste Sightseeing-Tour Innsbrucks.

So ein großes Ereignis in Innsbruck, quasi direkt vor unserer Haustüre, kann man sich doch kaum entgehen lassen. Darum gehen auch wir mit neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Team Die Zeitlos an den Start und teilen unsere unterschiedlichen Erfahrungen mit dir. Für alle von uns heißt es kreuz und quer durch Innsbruck, zur Bergiselschanze hinauf und natürlich auch alles wieder zurück. Manche Touristen und Touristinnen nehmen sich dafür ein paar Tage Zeit, der Innsbruckathlon macht es in weit weniger als zwei Stunden möglich.

Das Zeitlos-Team voller Vorfreude am Start.

Einfach Vollgas ~ Felix (10. Platz – 53 Min 17 Sec)

Schon seit Jahren wollte ich mal bei einem Lauf-Event mitmachen. Als Kati dann in der Redaktionssitzung vorschlägt, für den Innsbruckathlon ein Zeitlos-Team aufzustellen, kommt mir die Gelegenheit gerade recht. Natürlich bin ich da sofort dabei. Nachdem ich halbwegs regelmäßig trainiert, eine hartnäckige Erkältung rechtzeitig überwunden und mit Pizza, Eis und Nudeln die Energiespeicher gefüllt habe, fälle ich am Morgen des Innsbruckathlon die Entscheidung: Ich laufe für mich alleine und gebe Vollgas. Ich will gucken, was geht.

Da dies für mich als ehemaliger Radsportler der erste Wettkampf zu Fuß ist, bin ich doch überrascht, als ich mich kurz nach dem Start alleine an der Spitze des zweiten Startblocks wiederfinde. Das Gefühl, unter dem Jubel der Menschen als „erster“ am Marktplatz anzukommen, ist einfach nur toll. An jedem Hindernis, an jeder Verpflegungsstelle, von jedem Streckenposten, jeder überholten Läuferin und jedem überholten Läufer bekomme ich eine weitere Portion positive Energie mit auf den Weg.

Beim Blick über die Schulter sehe ich immer dieselben zwei Läufer aus meinem Startblock hinter mir herjagen. Somit ist für mich nach der Hälfte der Strecke klar: Mein Ziel ist es heute, als erster Läufer des zweiten Blocks zu finishen. Besonders einer der beiden Konkurrenten lässt dann bis zuletzt nicht locker und verfolgt mich bis zurück in die Innenstadt. Vor einer epischen Kulisse wird der Innsbruckathlon für mich zu einem spannenden Krimi mit einem glücklichen Happy End in den Armen meiner stolzen Freundin.

„Double Trouble“ ist für Felix kein Problem!

Allein und doch nicht allein ~ Chrissi (1 Stunde 18 Min)

Auch ich wollte meine Grenzen austesten und mal schauen, wozu ich fähig bin. Die letzten Minuten, bevor es auf die Strecke geht, sind ein wunderbares Gefühl. Im Startblock stehend ist man umgeben von Vorfreude, Ehrgeiz und guter Laune. Dann die letzten Sekunden und wir zählen alle gemeinsam vom 10 runter. 3…2…1… Es geht los!

Dass ich zwischendurch fast allein laufe, macht mir überhaupt nichts aus. So kann ich mein ganz eigenes Tempo laufen und mir meine Kräfte richtig einteilen. Diese sind gegen Ende, als es wieder in die Stadt und durch die Maria-Theresien-Straße geht, dann doch schon fast aufgebraucht. Nun gilt es die „Perfekte Welle“ zu überwinden. Noch einmal ein paar restliche Körner zusammensammeln und mit Vollgas auf die Quarterpipe. Ich bekomme gerade das obere Ende zu fassen. Aber was nun? Ich werde von so vielen Zuschauern angefeuert, doch ich habe keine Chance mich aus eigener Kraft vollends hochzuziehen. Neben mir schafft es ein junger Mann, mit lautstarker Unterstützung der Menge, das Hindernis zu bezwingen.

Wo es bei anderen Wettbewerben um die eigene Leistung geht, wird bei dieser Veranstaltung das GEMEINSAM großgeschrieben. Also reicht er mir seine Hand und hilft auch mir nach oben. Endlich im Ziel bin ich dann richtig müde, aber auch wirklich sehr stolz auf mein Finisher-Armband.

Gar nicht so einfach wieder aus dem Schlammbad zu kommen.

Einer für alle – alle für einen ~ Kati (1 Stunde 37 Min)

„Zeit-loooss, Zeit-loooss, Zeit-loooss“ hallt es durch die ganze Stadt. „Ich habe euch schon von der Ferne gehört, als wir euch überholten“, meint ein Freund aus einem anderen Team grinsend. Klar ist man zu siebt nicht wirklich das schnellste Team, jedoch sind wir mit Sicherheit eines der lautesten. Mit lauten Rufen und Abklatschen nach jedem geschafften Hindernis motivieren wir uns gegenseitig. An helfenden Händen bei Schwierigkeiten mangelt es bestimmt nicht. Jedes Hindernis, egal ob der „Blob“, das „Monkeyland“, kleine Verletzungen oder auch die Pipipause zwischendurch, meistern wir gemeinsam und das mit jeder Menge Spaß.

Ich blicke mich im Team um und sehe rote, schweißüberströmt, aber vor allem strahlende und glückliche Gesichter. Der Spirit hat uns auf jeden Fall alle gepackt. Die Freude, der Spaß und der Zusammenhalt sind nicht zu übersehen. Gemeinsam für eine Sache zu kämpfen, gibt es etwas Schöneres? Ich wüsste nicht was. Das Gefühl während und nach dem Lauf ist unbeschreiblich. Noch nie habe ich so ein Event erlebt, bei dem der Teamgeist so großgeschrieben wird. Da haben die Veranstalter wirklich nicht zu viel versprochen.

Das gesamte Zeitlos-Team

Ganz egal also, ob alleine, total ambitioniert oder im Team, der Innsbruckathlon hat für jede und jeden etwas zu bieten! Das Beste: der Spaß kommt bei diesem Hindernislauf bestimmt nicht zu kurz.

Du hast den Innsbruckathlon leider verpasst? Kein Problem, die nächsten Events stehen schon in den Startlöchern. Am 15. Juni 2019 findet der Grazathlon in Graz und am 21. September 2019 der Linzathlon in Linz statt.

Unsere Ergebnisse
Die Meter hohe „TT-Brücke“ in der Museumsstraße gilt es zu bezwingen.
Bei dem Hindernis „wave extreme waterslide“ kommt der Spaß nicht zu kurz.
Teamgeist wird besonders bei der „Perfekten Welle“ großgeschrieben.
Das „Monkeyland“ verlangt zum Schluss noch einmal alles ab und bereitet dem ein oder der anderen ein schönes Wasserbad.

Text: Christina Schaefer, Felix Unverzagt und Katrin Schefbänker

Titelbild, Bild 1 und 4: Tjara-Marie Boine und Lara Groner
Bild 2, 3, 6, 7, 8 und 9: GEPA Pictures / CompanyCode
Bild 5: https://www.pentek-timing.at

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