I would walk 500 miles, and I would walk 500 more…

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… oder in diesem Fall wohl eher „I would drive 500 miles“. Denn, dreiwöchige All-Inklusive- und Cluburlaube in riesigen Hotelkomplexen waren gestern. Mit dem Auto kleine Fischerdörfer und abgelegene Strände zu erkunden, sich selbst zu versorgen und in kleinen Pensionen zu nächtigen oder sogar zu campen sind der aktuelle Reisetrend. Vor allem bei jungen Leuten sind sogenannte Road Trips eine beliebte Alternative, um Urlaub zu machen.

Das Gefühl von Freiheit, nach Herzenslust draufloszufahren, und dort zu halten, wo es einem gerade gefällt, macht für viele den Reiz einer Autorundreise aus. Mit Spontanität und Abenteuer im Gepäck wird der Road Trip oftmals direkt von zuhause aus mit dem eigenen Auto gestartet. Mangelt es an einem eigenen Auto oder liegt das Urlaubsland geographisch zu weit weg, gibt es die Möglichkeit, ins Urlaubsland zu fliegen und dort einen Mietwagen zu nehmen. In Eigenregie und Unabhängigkeit kann so das jeweilige Land aus einer anderen Perspektive erkundet werden.

Die Vorteile einer Rundreise liegen auf der Hand: Statt nur das Hotelareal, den hoteleigenen Strand und die touristenüberflutete Strandpromenade zu erleben, kann man bei einer Autorundreise innerhalb kürzester Zeit auch die entlegensten Ecken des Urlaubslandes kennen lernen. Während man an einem Tag eine Küstenstraße entlangfährt und dort an abgelegenen Buchten hält, um zu baden, kann man schon am nächsten Tag 200 Kilometer weiter im Landesinneren beim Wandern oder Sightseeing sein. Gefällt es einem an einem Ort, so schlägt man sein Lager auf und bleibt so lange, wie es eben gefällt. Überkommt einen das Gefühl des Weiterziehens, setzt man sich wieder hinters Steuer und macht sich auf den Weg.

Dadurch, dass man mit dem Auto mobil und flexibel ist, können Stadt und Strand gut kombiniert werden. Der Erholungsfaktor muss bei einer Autorundreise nämlich nicht unbedingt auf der Strecke bleiben: So kann vormittags gemütlich durch die Straßen einer Stadt oder eines Dorfes gebummelt und am Nachmittag Sonne und Meer am Strand genossen werden. Aber auch einfach nur gute Musik beim Autofahren zu hören, lässt ein entspanntes Urlaubsfeeling aufkommen.

Wenn man zu zweit ein geräumiges Auto hat, spielen Größe und Gewicht des Gepäcks keine Rolle: Alles, was ins Auto passt, kann mitgenommen werden. So können die Camping-Ausrüstung, Bade- und Wandersachen, sowie etwaige Koffer, Rucksäcke und Taschen problemlos im Kofferraum verstaut werden, ohne lange überlegen und zusätzliche Gebühren für Übergepäck bezahlen zu müssen.

Doch so toll ein Road Trip klingen mag, vor der Abfahrt sollten unbedingt ein paar Dinge beachtet werden: Erstens sollte man für eine Autorundreise einen Führerschein der Klasse B besitzen. 😉 Zweitens muss bei einem Mietwagen unbedingt auf das Alter des Fahrers geachtet werden, da bei den meisten Autovermietungen ein sogenannter „Young-Driver“-Zuschlag erteilt wird, wenn man noch unter 25 Jahren ist. Und drittens, bevor’s dann im Urlaubsland wirklich auf die Straße geht, sollte man sich noch unbedingt über die dortigen Verkehrsregeln und Vorschriften informieren. Nicht, dass man dann auf der falschen Straßenseite fährt. 😉

Und Achtung: Wer kein begeisterter Autofahrer ist, der sollte für den nächsten Sommer lieber andere Urlaubspläne schmieden, da bei einem Road Trip doch die meiste Zeit hinter dem Steuer verbracht wird. Aber für alle jene, die sich gerne hinter das Steuer klemmen, um so malerische Küstenstraßen entlangzufahren und kleine Dörfer und versteckte Strände abseits des Massentourismus zu entdecken, ist ein Road Trip die perfekte Art zu reisen. Und dann bleibt nur mehr eins zu sagen: I would drive 500 more!

 

5 Must See’s in Kroatien auf einem Road Trip

Über den Dächern von Dubrovnik: In Dubrovnik, der Stadt, die als Drehort und Kulisse für die Serie „Game of Thrones“ diente, sollte man unbedingt einen Rundgang auf der mittelalterlichen Stadtmauer machen. Hier bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf die (Dächer der) Stadt.

Wandern im Nationalpark Paklenica: Der Nationalpark und das Kletterparadies Paklenica machen Tirols Bergen wahrlich Konkurrenz. Gute Wanderschuhe sind hier Pflicht, denn nicht nur einfache Spazierwege, sondern auch anspruchsvolle und sehr schwierige Wanderwege gibt es hier zu erkunden, bevor man mit einem herrlichen Ausblick belohnt wird.

Auf den Spuren von Winnetou im Nationalpark Plitvicer Seen: Die 16 Seen, die durch kleine Flüsse und unterirdische Karstzuflüsse verbunden sind, funkeln blau und grün und liegen unberührt in der Natur. Kein Wunder, dass der Nationalpark im Jahr 1962 für die Dreharbeiten des Winnetou-Films „Der Schatz am Silbersee“ ausgewählt wurde.

Venezianische Architektur in Rovinj: Das wohl am häufigsten gewählte Bildmotiv in kroatischen Tourismus-Werbungen ist die Stadt Rovinj mit ihrer einzigartigen Silhouette. Die Stadt an der Westküste der Halbinsel Istrien ist mit ihrer künstlerischen Altstadt ein beliebter Urlaubsort.

Durch die engen Gassen in Primošten: Die malerische Kleinstadt Primošten lockt mit ihrem Charme und zählt zu den Geheimtipps Kroatiens. Alte dalmatische Steinhäuser mit liebevoll gestalteten Hinterhöfen und kleinen gepflegten Gärten mit in leuchtenden Farben blühenden Blumen säumen die engen Gassen, die, einem Labyrinth gleich, den Altstadtkern bilden.

 

Fotos: Victoria Dutter

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