Slow, sustainable and ethical fashion

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Ist ethical fashion ein neuer Trend?

Kleidung, oder Gewand, wie der Österreicher sagt, ist ein allgegenwärtiges Thema, das uns nicht erst seit der Industrialisierung beschäftigt. Schon die Neandertaler haben die schönen Felle des jeweils anderen bewundert und der Homo sapiens nähte sich gerne Perlen aus Tierknochen an den Kragen. Über die Jahre wurde bestimmte Kleidung zum Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Bewegung. Man denke nur an die Hippies, die Grunge- oder Techno-Szene. Heute drücken wir mit Kleidung unser Befinden, unseren Stil aus, angelehnt an die Kunst, die weltweit auf den Laufstegen gezeigt wird oder wurde, oder wir wollen eben genau das Gegenteil erreichen.

Bei allen Dingen, die inzwischen als „bio“ bezeichnet und als „fair trade“ (für die Bauern, nicht für die Hilfsarbeiter; spiegel online) gehandelt werden, ist es eigentlich verwunderlich, dass das Bewusstsein dafür, woher unser Gewand kommt, nicht schon eher gewachsen ist und sich Konzepte wie ethical fashion erst jetzt langsam etablieren.

Was ist ethical fashion?

Ethical fashion ist auf jeden Fall ein schwer zu definierender Begriff. Im Prinzip kann man sagen, dass das Konzept von ethical fashion der Versuch ist, die Materialien möglichst umweltschonend und fair zu gewinnen. Zusätzlich sollen bei der Herstellung von Kleidung möglichst faire Arbeitsbedingungen herrschen und die Auswirkungen auf die Umwelt sollen dabei minimiert werden.
Allerdings versammelt der Begriff ethical fashion verschiedene Auffassungen unter sich und ist sehr dehnbar. Es lassen sich grob einige Subgruppen innerhalb von ethical fashion identifizieren, die ihren Schwerpunkt jeweils anders setzen. Online finden sich bereits viele Unternehmen, die ethical fashion vertreten, jedoch jeweils anders auslegen. Das Konzept des online-Shops ethica vereint wohl alle Definitionen unter sich und ist einen Besuch wert.

 

Online ethisch shoppen

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Sustainable fashion:

Beschreibt die Effekte der Kleidungsproduktion auf die Umwelt. Darunter fällt alles, was für die Herstellung von Bedeutung ist. Also die Pestizide in der wachsenden Baumwolle, die Art der Färbemittel, wie viel Wasser verbraucht und Abfall beim Herstellungsprozess produziert wird, wie viel Energie benötigt wird, ob recycelte Materialien benutzt wurden, bis hin zur Verpackung.

Ein Beispiel dafür liefert der Großkonzern h&m mit seiner Concious-Linie: h&m concious und h&m concious exclusive

Ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit

Unbedingt zu erwähnen ist an dieser Stelle auch das große Spektrum des Second-Hand-Marktes; die negativen Auswirkungen auf die Umwelt halten sich gering, wenn Kleidung wiederverwendet wird.

Für alle, die mit dem lokalen Angebot an Second-Hand-Läden nicht zufrieden sind: Der online-Shop Asos betreibt online mit asos marketplace einen Vintage-& Second-Hand-Markt!

 

Asos Marketplace lädt zum Stöbern ein

Slow fashion:

Ist das Gegenteil von fast fashion. Es kann mit dem namensgebenden fast food verglichen werden, weil fast fashion nicht „satt“ macht und wenige gute „Inhaltsstoffe“ enthält. Bei dieser Auffassung von Fashion stehen Stil, Design und Qualität des Stoffes im Vordergrund. Ebenso wichtig ist das Konzept dahinter: Es geht darum, etwas Dauerhaftes, Zeitloses zu produzieren. Dabei werden qualitativ hochwertige Stoffe verwendet, die langlebig und strapazierfähig sind und ohne Rücksicht auf die momentanen Trends klassisch verarbeitet werden. Ein Vertreter ist Zara mit join life.

 

Klare Linien beim sonst so bunten Riesen

Faire Bedingungen:

Meist inkludiert in dem Begriff ethical fashion ist das Entgegenwirken von inhumanen Zuständen, wie Kinderarbeit, Misshandlung oder verhältnismäßig zu geringe Löhne für die Arbeiter oder sogar Sklavenarbeit. Als Beispiel dient hier tribe alive, die besonders Frauen unterstützen und damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Persönlicher Favorit: tribe alive

Nicht nur der Stil ist bewundernswert

Auch innerhalb Europas gibt es einige ethical fashion-Vertreter, darunter people tree aus Großbritannien.

 

Die Engländer sind schon in Sommerlaune

Wahrscheinlich würde jeder der Aussage zustimmen, dass die Produktion von Kleidung und die Herstellung der dafür verwendeten Materialen keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die beteiligten Menschen haben sollte. „Doch zu welchem Preis?“, fragen wir als Konsumenten. Natürlich kann es aufgrund der fairen Bezahlung beziehungsweise durch lokale Produktion zu höheren Kosten kommen. Wahrscheinlich zögern viele deshalb, sich mit dem Thema genauer auseinander zu setzen. Doch dass dies nicht immer der Fall ist, habe ich versucht oben zu zeigen. Wir als Konsumenten können mit etwas Achtsamkeit viel erreichen.

 

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