Die Sache mit dem Schreiben oder Warum ich eure Hilfe brauche!

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Ich schreibe gerne und ich schreibe viel. Nicht weil ich es muss, sondern weil ich es kann, weil ich es darf und weil es mir Freude macht. Ja, sowas gibt es tatsächlich noch. Leute, die gerne und freiwillig schreiben. Frag das Team der Zeitlos. Die schreiben auch alle gerne.

In diesem Text geht es aber nicht um das Schreiben an sich, dafür wäre auch gar nicht genug Platz, sondern um das, was man mit Schreiben erreichen kann bzw. will. Viele, wirklich viele, träumen von einer ganz großen Karriere als Schriftsteller oder als Journalistin. Bei Berufswunschrunden gibt es immer jemanden, der sich etwas in die Richtung vorstellen könnte. Fragt man aber, was er tut, um diese Berufsbezeichnung später sein eigen nennen zu können, folgt meist ratloses Schweigen oder ein „Ja, aber ich studiere doch noch gar nicht!“, „Zum Üben habe ich ja dann den Beruf“ oder „Was bringt das denn jetzt?“ Oh, es bringt eine ganze Menge, denn es ist wirklich, wirklich wichtig.

Wir hatten in der Schule einmal Besuch von einem Schriftsteller (für die Neugierigen: es war Bernhard Aichner, Stichwort: Totenfrau) und ich war fasziniert, dass er es geschafft hatte, seinen Traum vom eigenen Buch wahr werden zu lassen. In mir keimte der Wunsch auf, auch einmal etwas in diesem Bereich zu machen. Also habe ich ihn gefragt, was man denn tun muss, um von einem Verlag angenommen zu werden. Und er meinte nur: „Referenzen.“ Ab da hat es mit der Wettbewerbsschreiberei angefangen.

Seit diesem Workshop verbringe ich häufig Stunden vor dem Laptop auf der Suche nach passenden Wettbewerbsausschreibungen, mache Brainstorming bezüglich Themenvorgaben wo es nur geht (Tram, Schwimmbad, auf dem Sofa,…), nerve ca. jeden Menschen in meinem Umfeld mit Textentwürfen (Könntest du dir das mal durchlesen?), Selbstmitleidsanfällen (Ich bin viel zu schlecht!) und Frustration wegen Schreibblockaden (Über was soll ich denn schreiben?). Und wozu das alles? Genau, wegen der Referenzen. Es geht nämlich nur darum. Es geht nur darum, später einmal sagen zu können: „Meine Texte sind da und da abgedruckt worden, mit einem Ausschnitt von dem habe ich dort den so und so vielten Platz belegt und das hatte zur Folge, dass ich in dem (wichtiges Magazin oder ähnliches) veröffentlichen durfte.“ Punkt.

Wettbewerbe sind aber auch eine ziemlich frustrierende Angelegenheit. Da passiert es auch mal, dass man fünf Absagen hintereinander kassiert und sich zwei Wochen lang ständig fragt, warum man sich das eigentlich antut. Nach zwei Tafeln Schokolade und etlichen Tröstungstelefonaten mit Freund, Freundin, Mama, Papa oder Oma findet man den Motivationsgrund meistens wieder: Weil man es gerne macht. Weil man gut darin sein will. Weil man etwas erreichen will. Und dann ist der nächste Wettbewerb da, bei dem ausnahmsweise einmal Fortuna auf deiner Seite ist und der Jury dein Text gefällt: Du bist im Finale. Das ist mir gerade passiert. Ich bin im Finale des Texte.Wien-Schreibwettbewerbs und (jetzt kommt das, worauf alle seit dem Titel warten) ich brauche eure Unterstützung! Bitte (sofern er euch gefällt!) votet  für meinen Text „gerade nicht normal“. Das würde mir sehr viel bedeuten!

 

Unterstütze bis zum 17. November unsere Autorin Pauli, unser und ihr ewiger Dank ist euch sicher! Hier geht’s zum Voting: www.texte.wien/text/gerade-nicht-normal.html

Bussi, eure Zeitlos

 

Foto: Free-Photos via Pixabay unter CC 0

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