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Auf der Suche nach dem Traumjob – Dos and Dont’s einer erfolgreichen Bewerbung

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Als Studierende stehen wir immer wieder davor, den inneren Schweinehund überwinden zu müssen und Bewerbungen an Firmen zu schreiben. Die Herausforderung ist dabei immer dieselbe: Wir wollen uns von unserer Glanzseite präsentieren, gleichzeitig aber nicht überheblich wirken. Stellt sich die Frage, worauf Personalleiter bei der Auswahl von BewerberInnen achten und wie ihr euch das Verfassen von Bewerbungen erleichtert. Michael Wicke, Marketingleiter des Lieferservices mjam.at, weiß, was eine überzeugende Bewerbung ausmacht. Die Führungskraft verrät uns die Dos und Dont’s bei der Arbeitssuche.

 

 

Der Lebenslauf

In der Kürze liegt die Würze – der Lebenslauf sollte ausschließlich relevante Erfahrungen im Beruf wie Praktika oder an der Uni, beispielsweise Planspiele, enthalten. Freizeitbeschäftigungen sind kein Muss; überleg dir, welche Rückschlüsse der Personalleiter aus deinen Hobbys schließen könnte. Während Basketball ein Indikator für Teamfähigkeit ist, lassen dich Extremsportarten wie Fallschirmspringen als sogenannten „Sensation-Seeker“ aussehen, für den ein normaler Arbeitstag schnell langweilig wird.

 

Das Anschreiben

Aller Anfang ist schwer. Doch wem es mit einem kreativen Einstiegssatz gelingt, den Personalchef zu überraschen, hat schon die halbe Miete. Anschreiben, die mit abgenutzten Phrasen wie „hiermit bewerbe ich mit als…“ beginnen, landen jedoch schnell auf den Stapel der 279 aussortierten BewerberInnen.

 

Anlagen 

Es ist schön, wenn ihr 17 Zeugnisse von Schülerpraktikum bis Sportabzeichen habt. Jedoch wird diesen Stapel Zeugnisse niemand anschauen. Leg deswegen nur die aktuellsten und relevanten Dokumente deiner Bewerbung bei. Das heißt, der höchste Bildungsabschluss sollte dem Grundschulzeugnis bevorzugt werden.

 

Inhalte 

Euer Lebenslauf und das Anschreiben sollten folgende Punkte beinhalten:

  • Warum bewerbe ich mich? Zeige dein Interesse am Unternehmen und, dass die Stelle dein Traumjob ist.
  • Hard skills: Beschreibe deine Stärken. So legst du dar, dass du über die, für die Stelle erforderlichen, fachlichen Kompetenzen verfügst.
  • Soft skills: Signalisiere, dass du mit deiner Persönlichkeit der oder die Richtige für das Unternehmen und die Stelle bist.
  • Warum ich? Sei kreativ – was unterscheidet dich von anderen BewerberInnen?

Was tun mit der „Lücke im Lebenslauf“? Ein sechsmonatiger Urlaub in Australien ist für die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch nicht ausschlaggebend. Falls eine längere Auszeit hingegen für den Job von Bedeutung ist, solltest du es im Anschreiben erwähnen.

 

Wie geht es weiter?

Wer kennt es nicht? Scheinbar hat das Unternehmen kein Interesse an deiner Bewerbung – oder warum hast du noch keine Antwort erhalten? Nach zwei bis drei Wochen kannst du dich mit einer höflichen E-Mail an die Personalabteilung des Unternehmens nach dem Status Quo deiner Bewerbung zu erkundigen.

 

Absage – jetzt nicht aufgeben! 

Klar ist eine Absage von Seiten des Unternehmens enttäuschend. Wichtig ist, dass du jetzt nicht den Kopf in den Sand steckst. Ergreife die Initiative und lass dir von der Personalleitung ein Feedback zu deiner Bewerbung geben. So hinterlässt du einen positiven Eindruck und lernst aus der Kritik.

 

Checkliste einer erfolgreichen Bewerbung

  • Das Anschreiben überschreitet eine Seite nicht.
  • Der Lebenslauf ist höchstens zwei Seiten lang.
  • In euren Anlagen sind maximal drei qualifizierte Arbeitszeugnisse.
  • Im Anschreiben nehmt ihr nicht mehr als auf zwei Anlagen
    Bezug.
  • Kreativität und Individualität zeigen dein Interesse, dass du Initiative ergreifst und lassen Rückschlüsse auf deinen Charakter zu.
  • Deine Bewerbung ist gut strukturiert und einheitlich
    designed.
  • Ehrlich währt am längsten.

 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die gute alte Kritik von Familie und Freunden sind stets hilfreich. Zudem sind die Bewerbungstipps von Michael Wicke ein wertvoller Schritt in Richtung Traumjob. Damit dir das gelingt, solltest du zum Schluss alles nochmals gründlich durchlesen und durchlesen lassen – so wirst du die letzten kleinen Fehler ausmerzen.

 

Bilder: Igor Link (Benutzername: FotografieLink) via Pixabay unter CC0 1.0, Michael Wicke von mjam.at, Office material von Rudy van der Veen via Skitterphoto unter CC0 1.0; Cover Letter von loufre via Pixabay unter CC0 1.0; Bild von Tim Gouw via Pexels unter CC0 1.0

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