TEDx Kufstein 2017- Zwischen Genie und Wahnsinn

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An diesem letzten Samstag im Juni machte die Veranstaltungsreihe der weltbekannten Speaker-Online-Plattform TED erneut in Tirol Station und bescherte dem zahlreichen Publikum einen höchst unterhaltsamen Nachmittag voller Inspirationen. Unsere Zeitlos-Redakteure waren dabei und haben die Highlight zusammengefasst!

In den Vorträgen zu je 18 Minuten brachten die acht Vortragenden und zwei Videos das Publikum dazu nicht nur nachzudenken, sondern auch weiterzudenken. Die Themen waren breit gestreut – Technologie traf auf Architektur, Psychologie auf Informatik und allesamt vereinten sich im übergeordneten Motto „Beautiful Minds“.

„Beautiful Minds“ –  Ideen mit dem Potenzial, Denkweisen zu verändern und einen Beitrag für die Welt zu schaffen. Egal auf welche Weise diese Ideen umgesetzt werden: durch neue Produkte, alternative Ressourcenauswahl oder eine einzigartige Einstellung… Wer bereit ist,  den eigenen Wissensstand zu fordern, ist einfach genial!

 

Ungewöhnlich außergewöhnlich!

Man könnte meinen, dass der Moment, in dem das Publikum einen Vortragenden mit Papierbällen bewirft, als negativ zu deuten sei… Befindet man sich hingegen gerade bei einem TED- Talk, ist dies eher ein kreativer Lösungsansatz, um eine Denkaufgabe zu lösen. Es waren gerade diese Erfahrungen und Geschichten, die die Speaker mit dem Publikum teilten und dadurch das Event zu einem ganz besonderen Erlebnis machten. Auf authentische und sympathische Art und Weise vermittelten sie den Zuhörern echte Emotionen, gaben Denkanstöße und beeindruckten.

Die Vorträge und Geschichten der Speaker waren sehr weit gefächert:

Der italienische Architekt und Designer Arturo Vittori schaffte mit seinem humanitären Projekt „Warka Water“ im Nordosten Äthiopiens eine Struktur, um in der Luft gelöstes Wasser zu sammeln und als alternative, frische Wasserquelle anzuzapfen.


Oliver von Malm, für den Veränderung damit beginnt, einfach mal irgendwo anzufangen, erzählte von seinem Bauprojekt im Kibera-Slum in Kenia. Dabei beeindruckte er nicht nur mit seiner innovativen Baumethode, welche es den Einwohnern ermöglicht, eigene Betonkonstruktionen zu bauen, sondern auch mit seiner Erkenntnis, dass diese Hilfe zur Selbsthilfe eine bedeutende Rolle spielt.


Die beiden Visionäre Dana Lewis und Scott Leibrand aus den USA gaben uns tiefgehende Einblicke in die alltäglichen Herausforderungen eines Diabetikers Typ I. Durch den schwankenden Blutzucker fällt es den meisten Betroffenen beispielsweise schwer die Nacht ruhig zu schlafen, da die ständige Gefahr droht, in den Unterzucker zu geraten. Das neu entwickelte Insulindosis Systems stellt hier eine enorme Hilfe dar.

An dieser Stelle gab es auch für das Publikum eine kleine Pause für eine herzhafte Verköstigung der Gäste.

Die Pause konnte zugleich aber auch innovativ und aktive genutzt werden:

Die Werkstätte Wattens, P&P Marketing und der 3D-Scanner von Twinster sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. In einem eigenen Showroom konnten die Gäste mit dem Simulator Icaros, wie Adler über die Alpen fliegen, sich am 3D-Drucker eigene Modelle modellieren lassen oder ein bisschen mit dem neuesten Kreativdisplays von Microsoft herumspielen.

Nach der Pause ging es weiter mit den Vorträgen– genauer gesagt, mit zwei noch sehr jungen, und doch schon so großen Denkern: Rustem Akishbekov (23) und Cornel Amariel (22). Beide befanden sich bereits auf der „30 under 30 Europe“ Liste des Forbes Magazine.

Rustem entwickelte mit seinem „Robo Wunderkind“, ein Bauset für Kinder, wodurch diese spielerisch Programmieren und Robotik erlernen können. Die kleinen Roboter können per Smartphone oder Tablet kabellos gesteuert werden.

Cornel hingegen wollte mit seiner Entwicklung „Lumen“, das alltägliche Leben von sehbehinderte Menschen verbessern und entwickelte eine Brille, die die Umwelt scannt und den Betroffenen die Umgebung beschreibt.


Andere spannende Erfahrungen teile der gebürtige Würzburger, Rick Martin mit den Gästen. Ganz nach dem Motto „Live life to the fullest“ bereiste er 50 verschiedene Länder – und begeisterte an diesem Abend mit mitreißenden Erzählungen und dem ein oder anderen Tipp fürs Leben. Nicht nur auf Events sondern auch in seinem Blog „Travel-Echo“ teilt der Weltenbummler seine Geschichten.


Sebastian Scheler beschloss, seine Passion zur Psychologie mit innovativer Technologie zu verbinden und gründete die Firma „Innerspace„. Durch eine sogenannte Virtual-Reality-Technologien hilft er dabei, emotionale und soziale Kompetenzen zu erwerben. In 3D-animierten Geschichten durchlaufen die Personen täuschend echte, virtuelle Lebensszenarien. Dies soll es ermöglichen, sich mit Schlüsselsituationen in ihrem Arbeitsleben oder Alltag auseinanderzusetzen.

Ein weiteres Highlight war mit Sicherheit auch die Möglichkeit, nach den Talks mit den Speakern persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über ihre Ideen auszutauschen.

Auch die Gäste waren begeistert:

Peter (20): „Ich finde solche Veranstaltungen immer ziemlich motivierend, sie regen einen an, sich in seinem Denken nicht einschränken zu lassen und besser, größer weiterzudenken.“

Susanne (29) hat auch sehr viel für sich persönlich mitgenommen: „Ich schreibe gerade an meiner Masterarbeit; der Abend hat mir ein paar interessante Denkanstöße gegeben.“

Almin (23) war von dem gezeigten Video zu Marseroberung ziemlich begeistert: „Ziemlich unglaublich, dass das alles schon so bald möglich sein könnte.“

Wir fanden TEDx Kufstein 2017 war ein rundum gelungenes Event!

 

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