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Next Stop: New York – Neben Mainstream mehr erleben

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In den Semesterferien reiste ich mit einer Freundin nach New York und wir sind froh darüber, nicht alles bis ins kleinste Detail durchgeplant zu haben, denn wie es so schön heißt: Unverhofft kommt oft! New York überraschte und begeisterte uns jeden Tag aufs Neue. Wir haben für euch einige Insider-Tipps und persönliche Hotspots, um auch eure Reise nach New York unvergesslich und einzigartig werden zu lassen.

 

Du willst die Stadt erleben, dann weg mit dem Stadtplan

Naja, ganz stimmt es ja nicht, dass wir ohne Stadtplan unterwegs waren, aber viele Male sind wir zu Fuß quer durch die Stadt geirrt und wir haben es nie bereut. New York hat uns immer wieder überrascht, von spontanen Breakdance-Einlagen bis Shows von 50-jährigen Inlineskatern haben wir einiges gesehen. Und sind wir mal ehrlich – die diversen Stadtteile und deren verborgenen Schönheiten erlebt man nicht indem man von der einen U-Bahnstation zur nächsten fährt.

Breakfast wherever you want

Ein weiterer Tipp, um New York besser kennenzulernen fängt schon am frühen Morgen an. Am besten bucht ihr nur eine Unterkunft mit Übernachtung und lässt euch in kleinen New Yorker Breakfastclubs mit diversen Spezialitäten verwöhnen. Hier könnt ihr euch jeden Tag auf eine kulinarische Reise begeben und gleichzeitig den typischen „New Yorker“ kennenlernen, den es gar nicht gibt. Ob ihr euch dann in ein nettes Café setzt und dort euer Frühstück mit aller Ruhe genießt oder euch einen frischen Bagel holt und in einen der vielzähligen Parks setzt, könnt ihr dann spontan entscheiden.

(Unsere Empfehlungen: Maison Kayser, DigInn, LePain Quotidien)

 

Dem Trubel entfliehen

New York ist bekannt als Stadt, die niemals schläft und das bewahrheitete sich auch, aber wenn ihr mal etwas Ruhe und Abstand von all den Hochhäusern braucht und wieder etwas Grün sehen möchtet, kann ich euch meinen Favoriten unter den Parks ans Herz legen, den High Line Park. Es ist eine 2,33 km lange Parkanlage, die von einer ehemaligen Güterzugtrasse in eine Ruheoase umgestaltet wurde. Hier könnt ihr auf unzähligen Holzliegen entspannen und die Sonne genießen, beim Entlanggehen die New Yorker Streetart erleben und  in ruhiger Atmosphäre Energie tanken, damit ihr für die nächste Stadterkundung fit seid.

(Weitere Parks: Bryant Park, Union Sqaure Park, Washington Square Park, Battery Park mit Blick zur Freiheitsstatue)

Von der Gegenwart in die Vergangenheit

New York bietet zahlreiche Museen für jeden Geschmack. Von Naturhistorischen- bis Kunstmuseen, von der Antike bis zur Moderne. Diese drei Museen muss man gesehen haben:

1.) 9/11 Museum: Mein persönliches Highlight. Bereits das neu erbaute 9/11 Memorial vor dem Museum versetzte uns in minutenlanges Schweigen und Nachdenken. Die Katastrophe von 9/11 wurde in vielen Medien bereits erläutert und aufgearbeitet, aber das Geschehen so hautnah nachzuverfolgen war tiefergreifend und wird mir immer in Erinnerung bleiben.

2.) Guggenheim Museum: Wer auch nur ein kleines bisschen für Kunst übrig hat, sollte das Guggenheim Museum besuchen. Bereits von außen ist die architektonische Erscheinung sehr beeindruckend und im Inneren findet man diverse Bilder von Marc Chagall, Joan Miró, Paul Klee, Wassily Kandinsky, um nur einige zu nennen. Und das ist noch nicht alles, in jedem Stock wird ein Teil der Geschichte erzählt, wie es zu dieser vielfältigen Sammlung gekommen ist.

3.) Metropolian Museum of Art: Ein so großes und vielfältiges Museum habe ich noch nie zuvor gesehen. Von der Entwicklung der ägyptischen Kunst bis zur Ausstellung von Samurai Rüstungen findet man in diesem Museum alles. Es war besonders beeindruckend zu sehen, wie die verschiedenen Kulturen lebten, arbeiteten und sich entwickelten. Ein Highlight der Ausstellung waren für mich die zahlreichen bunten, aus Holz geschnitzten Masken der verschiedenen afrikanischen Stämme und im Kontrast dazu die Marmor- und Bronzeskulpturen europäischer Bildhauer.

Das Guggenheim-Museum

„I have always imagined that paradise will be a kind of library“ (Jorge Luis)

Dieses Zitat beschreibt einmal mehr, wie ich mich in der Public Library von New York gefühlt habe. Überwältigt von all den antiken Bücherregalen und der riesen Auswahl an Büchern, habe ich mich in den großen Lesesaal gesetzt, inmitten von Studenten und habe mich von der einzigartigen Atmosphäre inspirieren lassen. Ein Must-Have-Seen für New York Bereisende.

And the sun goes down

Den Sonnenuntergang über den Dächern von New York, mit Blick auf die Skyline von Brooklyn, Manhattan und New Jersey zu erleben war einfach einmalig und unvergesslich. Wir sind in den 100. Stock des World Trade Centers hinaufgefahren und konnten dann das atemberaubende Farbenspiel des Sonnenuntergangs und des New Yorker Nachtlebens miterleben. Der Eintritt ins One World Observatory kostet zwar 34€, aber es zahlt sich wirklich aus.

(Weitere Möglichkeiten New York von oben zu sehen ist die Plattform des Rockefeller oder das Empire State Building, vom Preis ungefähr in derselben Kategorie)

American Foodporn

Den letzten Abend wollten wir mit typischen amerikanischen Gerichten ausklingen lassen. Wir gingen ohne große Erwartungen ins „Virgil’s Real BBQ“ und kamen mit vollem Magen und einem breiten Grinsen wieder heraus. Wir bestellten uns zusammen als Vorspeise eine Portion Nachos mit Käse überbacken und als Hauptspeise Sparerips & Chickenwings mit Beilage Mac&Cheese und Potatofries. Es waren wirklich die besten Sparerips, die ich je in meinem Leben gegessen habe und die Atmosphäre war typisch amerikanisch, überall im Restaurant waren Bildschirme und es wurden live Footballspiele und Basketballspiele übertragen.

All den Pizzaliebhabern kann ich nur „Joe’s Pizza“ ans Herz legen. Nicht nur von zahlreichen Prominenten wie Selena Gomez und Jimmy Fallon wurde der Laden besucht, auch die Pizzen sind wirklich köstlich und ein Muss für den Gaumen.

 

Fotos: Alexandra Kammerer


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