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Saisonvorbereitung in den Serpentinen – Purer Biker-Genuss

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Während viele InnsbruckerInnen noch den letzten Schnee genießen, träume ich schon davon, endlich wieder auf dem Bike zu sitzen. Da das Wetter aber momentan macht, was es will und bei den großen Schneeflocken ist der Fahrtwind dann doch noch etwas frisch ist, beschloss ich, Innsbruck für ein Weilchen zu verlassen. Wie konnte ich dennoch in den Osterferien mein Hobby ausleben? Man packe seine 7 Sachen, putze das Bike und dann ab nach Spanien – an die wunderschöne Costa Brava. Genauer gesagt in die Serpentinen, die zwischen den Pyrenäen und Barcelona liegen.

Traumhafter kann ich mir den Start in die Bikesaison nicht vorstellen: Traumhaftes Wetter, kurze Hosen, Sonnenbrille, frisch geputztes Bike – und schon führt uns die erste Abfahrt nach Tossa de Mar, einer traditionellen spanischen Stadt, die neben verlockenden Tapa-Bars ein Paradies für Biker aller Art darstellt: Rennradler teilen sich die Küstenstraße mit Motorradfahrern und Mountainbiker lassen sich auf den besten Trails von Enduros überholen. Bereits am Vormittag bruzzeln wir unter der Frühlingssonne, quälen uns bei 30° den Berg hoch – aber bei den Erlebnissen sind die anstrengenden Steigungen zwischendurch nur halb so wild…

…wegen der Herausforderungen

1.000 Höhenmeter auf einem normalen Feldweg entsprechen von der Anstrengung her etwa 300 Höhenmetern in den Serpentinen. Da meine Reifen regelrecht auf dem Sand festklebten, musste ich mir jeden Zentimeter hart erkämpfen. Der ein oder andere größere Stein hats natürlich nicht leichter gemacht. Oben angekommen wurden wir dafür mit einem atemberaubenden Panorama belohnt und freuten uns auf eine unglaubliche Abfahrt mit Aussicht.

…wegen des Panoramas

Nach etwa 600 Höhenmetern bergauf führte nur noch ein kleiner Weg durch dichtes Gebüsch zum Aussichtspunkt – jetzt auch noch das Bike tragen! Aber die Anstrengung war es wert. Auf einen kleinen Felsen sind wir noch gekraxelt, um mit einem 360°-Blick belohnt zu werden. Unter uns die Serpentinen, durchzogen von endlosen Bike-Trails, das Mittelmeer, etwas weiter entfernt die leere Partystadt Llorett de Mar, und dahinter die Pyrenäen mit ihren Schneegipfeln. Sprachlos vom paradiesischen Ausblick, der kühlen Brise unter der brennenden Sonne, genoss ich einfach nur die Menschenleere.

…wegen der Trails

Der sandige Boden, die vielen glatten Steine und tiefen Querrinnen stellte eine Herausforderung dar. Ein jedes Bikerherz schlägt höher, wenn man über die zahlreichen kleinen Hügel wie auf Wellen reitet. Es lohnte sich auch, einfach mal ins Dickicht abzuzweigen, wo kleinere Trails zu Hause waren. Auf Höhenwegen  konnten wir stundenlang gegen Pfützen und Grünzeug durchschlagen… Jede/r BikerIn träumt von einem solch abwechslungsreichen Gelände.

…wegen des spanischen Flairs – Sant Grau

Ein weiteres Highlight war Sant Grau, eine alte Kapelle aus dem 18. Jahrhundert, die von einer spanischen Familie bewirtschaftet wird. Die Tapa-Bar befindet sich irgendwo im Nirgendwo und selbst mit dem Auto ist es nicht gerade um die Ecke; speisen kann man hier von Serrano über Churrizzo bis hin zu Boccerones. Aber Vorsicht vor den tierischen Hausmitbewohnern: Hund und Katz geben nicht auf und betteln sich von Tisch zu Tisch durch.

…weil ein Sonnenaufgang auf dem Bike einfach um Meilen schöner ist

Stellt euch eine sandige Abfahrt fahrt vor, die Burg der Stadt Tossa de Mar, dahinter das ruhige Meer und ein Sonnenaufgang. In der morgendlichen Frische sind wir wieder an unserem Aussichtspunkt angekommen, um die herrliche Natur zu genießen. Die Vorstellung allein genügt, um jedes Biker-Herz höher schlagen zu lassen.

Bilder: Bianca Brodbeck

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