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Vapen – Ein neuer Trend?

Vapen by Stephan Permann
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‚Vapen‘ ist für viele eher kein Begriff, doch beim Namen E-Zigarette/ E-Shisha werden sie hellhörig. Demnach kommen auch gleich viele Vorurteile oder falsche Informationen auf. Jedoch sieht man immer mehr Menschen eine riesige Dampfwolke genüsslich in die Luft pusten – besteht so vielleicht doch die Möglichkeit die traditionelle Zigarette abzulösen?

Vapen bedeutet im Prinzip nicht mehr als die Übersetzung: Dampfen. Das Gerät wird Vaporizer gennant und teilt sich in folgende 2 Komponenten auf: die Akkubox und den Verdampfer. Die Aufgabe des ersten Teils erklärt sich von selbst, der Verdampfer allerdings hat einen sogenannten Verdampferkopf mit Watte eingeschraubt und dahinein füllt man das Liquid, welches von der Watte aufgesogen und dann durch eine sich erhitzende Spule verdampft wird – fertig ist die Magie. Das mag anfangs alles ziemlich kompliziert klingen, ist aber einfacher als man denkt. Die Flüssigkeit (Liquid) besteht aus einer Base und dem Aroma (zB. Apfel, Kaffee, Menthol, etc.), die in bestimmten Verhältnissen zusammengemischt werden (für Raucher kann auch noch Nikotin hinzugefügt werden, das ist allerdings kein Muss). Die Liquids kann man fertiger in „Vape – Stores“ kaufen, wo sie meist zuvor schon eigenhändig zusammengemischt werden oder auch ganz einfach selber mischen. Das bietet einem auch die Möglichkeit Aromen zu mischen, so kann sich auch jeder ganz individuell sein persönliches Gemisch brauen, womit man am Ende dann viel günstiger aussteigt.

Da die Vaporizer auch als E-Zigaretten bezeichnet werden, ist das Thema für viele von vorne herein schon unten durch. Aber ganz so uninteressant ist das ganze doch nicht, denn für viele ist es eine gute Möglichkeit um vom Rauchen wegzukommen. Für andere ist es einfach nur entspannend den Dampf zu inhalieren und Ringe rauszublasen. Den Nikotingehalt im Liquid kann man ja selbst bestimmen und somit kann man als starker Raucher zum Beispiel schrittweise die tägliche Nikotindosis drosseln, wenn man aufhören möchte. Dass das sogar wirklich funktioniert bestätigt Großbritannien, wo sich Raucher beim Arzt einmalig ein Rezept holen können, um ein kleines Gerät und Liquid zu erwerben, das ihnen dann beim Aufhören helfen soll.

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Klingt doch eigentlich ziemlich gut? Nicht so ganz, denn Politik und Wirtschaft ist das Vapen ein Dorn im Auge. Die gute alte Zigarette bringt nämlich haufenweise Geld ein und auf Vaporizer kann man keine Tabaksteuer erheben. Deshalb wird der breiten Masse immer wieder durch diverse Artikel klar gemacht, dass das Dampfen noch viel schädlicher als das Rauchen sei, obwohl nur wenig Stoffe im Liquid beeinhaltet sind, die im alltäglichen Leben auch verwendet werden und nicht wirklich schädlich sind. Die Base besteht nämlich rein aus PG (Propylengylocol) als Geschmacksträger und VG (Glycerin) als Dampfträger, beides sind keine toxischen Stoffe. Nikotin zusätzlich ist zwar ein Nervengift, haltet allerdings die Neuronen von Eiweißablagerungen frei. Somit könnte man theoretisch sagen, dass es Alzheimer-vorbeugend wirkt.

Abschließend kann man sagen, dass Vapen im Gesamten ein ziemlicher Fortschritt ist und eine tolle Alternative zum Rauchen bietet. Problematisch ist allerdings die Entstehung der riesigen Dampfwolken, die einige Leute belästigen.  Man kann die Leistung der Geräte zwar schwächer einstellen, aber trotzdem entsteht meist mehr Dampf als bei einer Zigarette Rauch. Viele sehen darin leider auch schon eine schädliche Bedrohung ohne überhaupt zu wissen worum es geht oder sich darüber informiert zu haben. Aber für den ein oder anderen ist es vielleicht sogar ein Hobby, denn es gibt zahlreiche Komponenten von verschiedenen Firmen, die man miteinander verbinden kann. Somit ist es sicher wert diesem Trend offen gegenüberzustehen, gezwungen wird ja keiner. #VapeNation

 

Fotos: Stephan Permann und Florian Hackl

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