Sind wir nicht alle ein bisschen… bi?

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Frauen sind nun mal das schönere Geschlecht. Deshalb verwundert es kaum, dass einer Studie der University of Essex zufolge (fast) keine Frau zu 100% heterosexuell ist. Männer sind weniger sexuell flexibel wie Frauen, sie sind entweder hetero oder homosexuell, das wiederum wissen Forscher der Uni Notre Dame. Deren Untersuchungen zufolge sollen Mädels dreimal häufiger bi sein als Männer. Das könnte eventuell auch daran liegen, dass das starke (weibliche) Geschlecht, anpassungsfähiger und vor allem ehrlicher mit dem Thema umgeht, oder?

Keine Sorge Jungs, wir (bisexuellen) Frauen lieben euch. Die meisten Mädels ziehen euch noch vor, wenn es darum geht sich zu binden. Gerulf Rieger und sein Team an der University of Essex haben bei ihrer Untersuchung mit über 300 weiblichen Probanden herausgefunden, dass Frauen, die angaben heterosexuell zu sein, von Bildern nackter Menschen beider Geschlechter gleichermaßen sexuell erregt wurden. Scharfmacher von lesbischen Frauen waren jedoch nur die Bilder nackter Damen. Sage und schreibe 82% aller Teilnehmerinnen sind ihrer sexuellen Reizbarkeit nach zu urteilen entweder lesbisch oder bisexuell. Dass Frauen in Partnerschaften aber trotzdem meist Männer vorziehen, könnte daran liegen, dass sexuelle Erregtheit nicht unbedingt darauf hindeutet, wen wir lieben. Homosexuelle Frauen lieben Frauen nicht (nur) weil sie sich sexuell von Frauen angezogen fühlen. Bisexuelle Frauen hingegen experimentieren gerne mit ihrer Sexualität, das muss aber nicht immer zu Liebesbeziehungen führen. Bei (vermeintlich) heterosexuellen Frauen bleibt es oft bei den heißen Fantasien. Dabei wissen doch gerade wir Frauen selber am Besten was wir (im Bett) brauchen. Und sollte es sich ereignen und frau mit ihresgleichen intim werden, dann hat die Gesellschaft zum Glück mittlerweile kein Problem mehr damit, bei Männern kommt es sogar gut an.

Fantasie vs. Wirklichkeit – Männertraum flotter Dreier

Die Männerwelt dürfte sich angesichts der Studie freuen. Welcher Mann wünscht sich nicht einen leidenschaftlichen Dreier mit zwei heißen Mädels? Doch hier ist Vorsicht geboten. Zwar ist es wichtig, egal ob als Frau oder Mann, mit dem Partner über Fantasien oder Vorlieben zu sprechen. Bevor diese umgesetzt werden, gilt es aber einige Regeln festzulegen. Eine erotische Erfahrung zu Dritt könnte nämlich unter Umständen die Beziehung gefährden. Um auf das Thema Liebe zurück zu kommen… schöner Sex, bei dem man sich so richtig fallen lassen kann, hat viel mit Vertrauen zu tun. Experimentiert man jedoch mit einer dritten Person, der man vertraut, die man eventuell schon länger kennt, könnte zwar das Liebesspiel bereichert, Freundschaften wiederum verkompliziert werden. Und ganz ehrlich Männer…ihr glaubt doch nicht wirklich an das, was euch die Pornoindustrie verkaufen will. Ein Dreier birgt auch die Gefahr, zwei Frauen auf einmal zu enttäuschen. Doch wenn alle drei Beteiligten locker an die Sache heran gehen, das intime Erlebnis als Erfahrung sehen und mit etwas Humor betrachten, dann kann Erfahrungsberichten zufolge ein Schäferstündchen zu dritt eine großartige Bereicherung für das Sexleben aller Beteiligten sein.


Anm. d. Red.: Dieser Artikel wurde erstmals in unserer Printausgabe #7 veröffentlicht.

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