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Meet and Greet mit DJ Tensnake – Eristoff Night of the Wolf

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Auf unserer Reise nach Brüssel zum Eristoff Night of the Wolf – Event haben wir Marco Niemerski alias Tensnake in seinem coolen Wohnwagen getroffen. Bei einem Bierchen haben wir über seine Karriere als DJ geplaudert und herausgefunden, was ihn am Snowbombing in Mayerhofen total genervt hat.

Tensnake

Die Zeitlos: Tensnake – woher der Name?

Tensnake: Gute Frage… Es gibt keine Geschichte dazu. Das ist eine Wortkreation. Also ich hab‘ damals etwas gesucht, was es noch nicht gab, so bei Google ein paar Sachen ausprobiert und Tensnake gab’s nicht. Ich hab keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin. Es macht ja auch im Englischen keinen Sinn so ohne Plural… ich müsste mir eigentlich mal was überlegen, aber es gibt keine Geschichte dazu.

Wann hast du dir dein erstes Mischpult gekauft?

Mein erstes Mischpult, das war relativ früh. Ich glaub‘ da war ich 12 oder so. Mein Bruder hat in einer Band gespielt, er war Schlagzeuger, und er hat mir einen alten Drum-Computer mitgebracht, den die nicht mehr haben wollten und der Output war kaputt, aber jedenfalls brauchte ich ein Mischpult.

Gab es ein ausschlaggebendes Ereignis, aufgrund dessen du eigene Tracks zu produzieren begonnen hast?

Also ursprünglich war das wie gesagt der Drum-Computer von meinem Bruder, mit dem hab ich halt schon immer rumgespielt und dann hab ich mir nach und nach Instrumente dazugekauft, Synthesizer und so. Eigentlich hab‘ ich immer für mich selber Musik gemacht, es hat ewig gedauert, bis ich mich getraut hab‘, die Sachen auch an Labels zu schicken und da war ich bestimmt schon 25 oder so. Ja Musik, das kann glaub ich jeder nachvollziehen, nimmt dich mit und das ist eigentlich der Grund. Musik ist alles. Es ist auch immer ein Stück weit Therapie. Und ich bin halt außerhalb von Hamburg aufgewachsen auf’n Dorf und da gab’s halt nicht so viel, ja und dann machste halt Musik (lacht).

Was war das Ausgefallenste, das du in diesem Business erlebt hast?

Es ist immer wieder anders. Du bist nie so richtig vorbereitet, es kann alles passieren. Das Ausgefallenste sind aber tatsächlich so Abende wie hier, so Brand-Partys. Ich hab einmal für Bacardi im Bermuda Triangle gespielt letztes Jahr, das war ziemlich gut und abgefahren und heute Abend sieht’s auch gut aus. Das wird super heute Abend!

Lassen sich deine Reisen als DJ manchmal mit Privaturlaub verbinden?

Ja absolut! Also ich versuch schon, wenn ich jetzt irgendwo bin, wo ich noch nie war vorher, noch ein paar Tage dranzuhängen. Im Dezember war ich jetzt in Australien und hab‘ dann noch Urlaub in Tasmanien gemacht, weil ich da vorher noch nicht war, ist ja auch am ganz anderen Ende der Welt. Ich versuch‘ da auf jeden Fall das irgendwie zu verbinden, weil sonst als DJ siehst du ja nur den Flughafen und das Hotel.

Tensnake

Feine Partys im kleineren Kreise oder Festivals wie das Coachella mit unüberschaubaren Menschenmassen – was ist dir lieber?

Ach beides eigentlich, so die Balance macht Spaß. Große Festivals sind super. Coachella spiel‘ ich dieses Jahr zum ersten Mal, das weiß ich noch nicht, aber ich hab viel Gutes gehört. Prinzipiell aber schon klein Partys. Ich würd‘ sagen so für die Party und die Musik ist es eigentlich meistens besser, wenn die Party klein ist und überschaubar. Eigentlich sowas wie hier heute ist so eine perfekte Mischung.

Wenn du dich mal nicht um die Musik auf einer Party kümmerst, gehst du dann trotzdem voll ab oder bist du eher ein Tanzmuffel?

(lacht) Kommt ganz auf den DJ drauf an! Good music – I dance, bad music – I don’t dance. Also wenn’s Spaß macht, dann auf jeden Fall.

Beim Snowbombing im April 2015 in Mayerhofen hast du ja auch Tirol einen Besuch abgestattet. Hast du besondere Erinnerungen von diesem Event mitgenommen?

Ich hab zweimal gespielt beim Snowbombing. Es ist immer sehr britisch, sehr englisch, macht auch viel Spaß. Was mich aber tierisch nervt ist, dass der Check-out, weil es eben ein Skigebiet ist, morgens um 10 ist. Das ist viel zu früh! (lacht) Und wenn du dann am nächsten Tag um 10 Uhr aus dem Bett geschmissen wirst, das ist dann hart. Ansonsten hab ich nicht sehr viel gesehen. Mayerhofen ist schon sehr schnuckelig und hübsch auch.

Kommst du Tirol oder vielleicht sogar Innsbruck wieder mal besuchen?

Ja, ich hoffe. Momentan steht noch nichts an, aber ich hoffe möglichst bald.

Tensnake

 

Fotos: Tensnake Live @ Les TransArdentes Festival-9061 von Kmeron via Flickr unter CC 2.0, Ute Schneiderbauer

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