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awW: Steaming Satellites im Landeanflug auf Innsbruck

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Alle Jahre wieder kehren Max, Manfred, Emanuel und Matthäus zurück nach Innsbruck und bescheren uns einen randvollen Weekender Club. Wir haben uns mit den Steaming Satellites auf ein Bier und ein Interview getroffen und mit ihnen über ihre Träume, Minimal und Honig gesprochen.
Steaming Satellites

Die Zeitlos: Das Konzert heute ist ja seit fast drei Wochen ausverkauft. Bei eurem letzten Besuch hier war das Weekender auch randvoll. Gibt es eine Stadt, die euch noch mehr anhimmelt, oder habt ihr mit Innsbruck eure wahre Liebe gefunden?

Steaming Satellites: Manfred und Max haben hier ja einige Jahre studiert, wir wissen also alle Vorteile von Innsbruck zu schätzen. In Wien läuft’s gerade am besten, da sind die Locations natürlich auch größer, aber wenn du uns vor 10 Jahren gesagt hättest, wir sind hier im Weekender ausverkauft, hätten wir es auch nicht geglaubt.

Wenn ihr an einem neuen Album arbeitet, was macht ihr, wenn die Muse vergisst, euch zu küssen? Was regt eure Kreativität dann wieder an?

In die Natur gehen, Ruhe suchen… Vor allem nach einer Tour, wenn wir wieder mal eine Ruhephase brauchen oder einen neuen Input, hilft es meistens, woanders hinzufahren und neue Leute zu treffen. Kulturaustausch hilft immer. Man kann nicht sagen, woher die Inspiration kommt, aber wir versuchen natürlich, dass wir sie ständig am Leben erhalten.

Steaming Satellites

Viele eurer Songtitel bestehen ja durchschnittlich aus nur einem Wort. Seid ihr Minimalisten?

(lachen) Ja das ist so, damit man sie sich leichter merken kann. Nein, wir haben früher immer so extrem lange Songtitel gehabt, aber irgendwie reicht es ja auch, wenn man einfach nur ein Wort hat.

Gibt es ein Festival oder eine bestimmte Location, wo ihr unbedingt mal auftreten wollt?

Also Roskilde oder Glastonbury wären geil. Mit dem Southside wären wir aber auch schon zufrieden. Das versuchen wir eh schon seit einiger Zeit.

Ist es schwierig bei so großen Festivals spielen zu können oder wie läuft die ganze Prozedur ab?

Ja einfach ist es nicht. Es ist halt die Frage, ob es finanziell und terminlich passt. Man hat da ja so eine Exklusivität auf den großen Festivals, dass man halt 2-3 Monate vorher nirgends spielen darf. Also z.B. das Frequency Festival ist da ziemlich happig. Da darf man im Umkreis von so 300km nicht spielen. Also wenn man am Frequency spielt, darfst erst… in Vorarlberg auch wieder spielen. (lachen)

Steaming Satellites

Welche Musik hört ihr sonst so, wenn ihr einfach mal chillen wollt?

Eigentlich sehr unterschiedlich. Von Electro bis hin zu Rock, ab und zu auch mal Klassik… aber das dann eher in einem Live-Konzert. Da sind wir relativ open minded. Wenn man Musik hört, hat irgendwie jede Musik was für sich.

Welche Musik könnt ihr gar nicht ausstehen?

Schlager ist sehr schwierig. Dubstep und sowas, besonders Minimal wird schwierig. Weil da wartet man immer, dass es endlich abgeht und es kommt gleich und… es kommt einfach nix. Und das geht dann den ganzen Abend so dahin. Einmal waren wir aber fort, da haben’s so Minimal gespielt. Im Project waren wir da, das war damals immer mittwochs, das war ziemlich geil. Also da muss halt die Situation passen und so.

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Max, im Video zu „Honey“ lässt du dir ja eine honigfarbene Pampe über den Kopf gießen. War das wirklich Honig?

Nein, das war Glukosesirup vermischt mit Apfelsaft.

Also war es eh leicht zum Rauswaschen?

Nein, gar nicht! Ich glaube, Honig wäre besser rausgegangen. Es war schräg, weil es hat sich so komisch angefühlt hat, weil die Substanz total trocken war. Ich hab das dann im Mund gehabt und im ersten Moment hast dann a Füzbapn und wenn man dann den ganzen Mund voll hat mit der Substanz…wäh!

Aber im Video hat das doch so schön ausgesehen…

Ja, die haben das ziemlich gut hingebracht. Also das war voll temperaturabhängig, weil da hat’s in Wien glaub ich 40 Grad gehabt und es war immer schwierig, die Masse auf der richtigen Temperatur zu halten. Da hatten wir sogar eine in der Crew, die wirklich nur für das Zeug zuständig war (lachen).

Steaming Satellites

War der Honigtopf eure Idee bzw. entwickelt ihr die Konzepte für die Musikvideos selbst?

Prinzipiell ist es ja so, dass die Videoproduktion immer budgetabhängig ist. Natürlich versuchen wir da zu sparen wo es geht und dann machen wir das immer so, dass der Regisseur Ideen hat, wir Ideen haben und dann versuchen wir immer, so zusammen das Beste draus zu machen. Unter Zeitdruck arbeiten wir eigentlich ohne detaillierte Planung für das Musikvideo und so ist es immer ein bisschen improvisiert.

Alle coolen Kids kennen euch. Wenn euer Erfolg so rasant weitergeht, wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Am Southside! (lachen) England wär auch echt cool. Wobei wir da vorsichtig sein müssen, weil in England werden sie auch nicht auf uns warten. Es muss sich ergeben. Aber wenn man es in England irgendwie schafft, dann steht dir der Rest von Europa auch meistens offen. Das wär halt ein cooler Ausgangspunkt.

Steaming Satellites

 

Fotos: Lorenz Zenleser

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