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Mehr Style, weniger Air – Das Air + Style 2016

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Das Air + Style ist nicht mehr das, was es einmal war und doch, stellte sich erneut heraus, dass auch Veränderung seine Vorzüge hat. Das „Festival“ rund um das Snowboardspektakel begeisterte mit zahlreichen Bands. Nur schade, dass das Snowboarden dieses Jahr etwas zu kurz kam. 

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Am Samstag trafen die 24 besten Rider in Innsbruck in der Olympiaworld ein, um abermals um den Ring Of Glory zu kämpfen. Die Warm-up Runde lief gewohnt ab, die Rider sprangen und die Olympia World füllte sich allmählich. Sunset Sons trat direkt danach auf und obwohl das Publikum bis zu diesem Zeitpunkt noch recht mager ausfiel, fanden wir, dass die Surfer-Band dennoch überzeugen konnte. Als jedoch die nächste Runde windbedingt ausfiel, verstummte die Menge. Ein Glück, dass es noch Sum 41 gab.

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Die klassische Pop-Punkband schaffte es trotz langjähriger Pause, in der ersten Show ihrer Tour, die Besucher zu begeistern. Alte Jugendgefühle wurden durch Songs wie In Too Deep oder Still Waiting erweckt und man fühlte sich zurückversetzt in die Jahre der Schule. Dennoch fehlte der mittlerweile gealterten Band der Pep, den Sie vor Jahren vorweisen konnten. Für eingefleischte Fans jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt.

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Nach Sum 41 gab es durch Ausfall der nächsten Runde erstmal Verschnaufpause. Getränke wurden konsumiert und der Wind fegte über das Gelände und brachte die Audienz zum zittern. Froh waren wir alle, als der Countdown zu K.I.Z. eingeleitet wurde. K.I.Z. muss man mögen. Wenn man es jedoch tut, dann kann man sich von der deutschen Hip-Hop Gruppe tragen lassen. Alles ganz ernst nehmen tut hier sowieso keiner. Das stellten sie bestens unter Beweis, indem sie zu Ich bin Adolf Hitler twerkten.

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Endlich schien der Wind verstummt zu sein und der Moderator kündigte das Halbfinale an. Der Föhn lies einigermaßen nach und die Rider merkten, dass es nun um das Eingemachte ging. Langsam packten sie die richtig großen Tricks aus.

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Durch Verzögerungen, verursacht durch den starken Westwind, mussten die Moderatoren frühzeitig das Moderieren stoppen, da sich Sido auf der Nebenbühne warm machte. Das hatte zur Folge, dass die Masse zum Konzert gezogen wurde und die Rider, in der Stille springend, in den Hintergrund rückten.

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Sido jedoch, war der Hingucker des Festivals. Mit zahlreichen Witzen über das Event und seiner provokativen Art, sicherte er sich einen Platz im Herzen des Festivals. Mit zahlreichen alten Liedern unterhielt er das Publikum. Wir waren froh, dass er wenig an neuen Liedern spielte, dennoch war die Freude der Massen am größten als er zum Schluss Astronaut performte.

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An der Stelle wo eigentlich das Finale statt fand, kam abermals wieder Wind auf und das Snowboardevent kam zum erneuten Erliegen. Die zwei Moderatoren versuchten krampfhaft das Publikum zu unterhalten, während es eine Stunde lang fröstelnd abwartete. Als die Meldung kam, dass kein Finale mehr zu sehen sein würde, machte sich Enttäuschung breit. Die Scores aus dem Halbfinale wurden übernommen und der Sieger stand fest. Der Kanadier, Sebastian Toutant siegte mit einem Backside Triple Cork 1440 Indy, dicht gefolgt von dem 16 jährigen Norweger, Marcus Cleveland und an dritter Stelle Torgeir Bergrem, auch Norweger. Der beste Österreicher war Clemens Millauer und schaffte es unter die besten Acht.

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Direkt nach der Preisverleihung kam als Abschluss der Headliner des Abends auf die Bühne, Rudimental. Diese brachten Stimmung mit sich, dennoch fehlte der Band das gewisse Etwas.

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Trotz den Aussagen der Rider, dass die Location im Olympiaworld zur Verbesserung des Sprungs und des Events geführt hatte, sind wir nicht ganz derselben Meinung. Das „Festival“ hat dazu geführt, dass der eigentliche Grund des Events in den Hintergrund gerückt ist und es sich großteils nur mehr um die Konzerte gedreht hat. Schätzungsweise zwei drittel der Besucher waren nicht interessiert an dem Air + Style, sondern an Sido, Rudimental etc. Außerdem war das Bergiselstadion windgeschützt und wer weiß, ob es auch dort zu einem Ausfall geführt hätte.

Auf der anderen Seite muss man auch ehrlich sagen, dass das Air + Style als Festival sehr wohl funktioniert. Die Konzerte sind um Welten angenehmer zu bestaunen und das Gelände macht Abwechslung möglich. Man hat die Wahl zwischen zwei Bühnen und der Riesenschanze. Das hat zur Folge, dass man Vielfalt vorfindet und sich zwischen den Acts bewegen kann, was bei der Bergiselschanze nicht möglich war.

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Alles in allem ein gelungenes Event, trotz Problemen auf Seite des Snowboardens. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf nächstes Jahr, wenn die Rider erneut auf die Schanze steigen. Wir werden dabei sein.

Fotos: David Minatti-Krauhs

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