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Welt AIDS Tag 2014

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Der 1. Dezember ist nicht nur der Tag an dem die ersten Türchen des Adventkalenders geöffnet werden. An diesem Tag wird die Aufmerksamkeit weltweit auf AIDS und HIV gelenkt. Aufzuklären was HIV ist und wie der Virus übertragen wird ist dabei längst nicht mehr das primäre Ziel. Die weltweiten Kampagnen zum Welt-AIDS-Tag zielen darauf ab den Umgang der Gesellschaft mit HIV-Infizierten zu verbessern.

HIV = AIDS, oder?
35 Millionen Menschen leben weltweit mit dem „Humanen Immundefizienz-Virus“. Das Virus kann zum sogenannten Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS) führen. An AIDS erkrankte Personen leiden an qualvollen und lebensbedrohlichen Infektionen und Tumorerkrankungen. Die Behandlungsmethoden von HIV sind mittlerweile so effektiv, dass es bei den 37% der Betroffenen, die Zugang zu Medikamenten haben, meist nicht zum Ausbruch von AIDS kommt.

Die Gesellschaft glaubt sehr gut über HIV und AIDS bescheid zu wissen und Versuche, die Krankheit wieder ins Gedächtnis zu rufen durch Aufklärung über die Krankheit selbst scheitern meist. Deshalb haben sich Organisationen und Kampagnen aus zum Beispiel Großbritannien oder Deutschland darauf spezialisiert klarzustellen, dass an HIV erkrankte Menschen nicht zum Tode Verurteilte sind. Wie es mit dem eigenen Wissenstand über den Virus aussieht kann hier getestet werden.

„AIDS ist ein Problem der Afrikaner“, oder?
Man geht von etwa 2,1 Millionen Neuinfektionen jährlich aus, 70% davon in Afrika. Doch auch in Europa und Asien ist die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren angestiegen. Warum es trotz der Aufklärungsarbeit auch hier immer wieder zu Erkrankungen kommt liegt meist daran, dass vielen Betroffenen gar nicht bewusst ist, dass sie krank sind. Dabei ist es einfach mittels Schnelltest Gewissheit zu erlangen.

„Dürfte dein Kind mit HIV-Positiven spielen?“
Nachdem man das HIV-Quiz absolviert hat, ist nun klar, dass HIV-Infizierte keine wandelnden Zombies sind, die uns alle durch ihre pure Anwesenheit oder einen Händedruck mit einer grauenhaften Krankheit anstecken. Nein, HIV-Positive können gleich alt werden, wie gesunde Menschen, das Virus kann durch Medikamente gut in Zaum gehalten werden und eine Ansteckung ist schier unmöglich.

Mit Fragen wie „Dürfte dein Kind mit HIV-Positiven spielen?“ oder „Würdest du mit einem HIV-positiven Kollegen in die Kantine gehen?“, versucht „Welt-AIDS-Tag.de“ die Menschen zum Thema zu sensibilisieren. Hier wird darauf eingegangen, wie schwer sich der Alltag von Betroffenen gestaltet. Viele leiden nach wie vor sehr unter Stigmatisierung und Ausgrenzung. Trotz des geringen Risikos der Ansteckung, haben viele Menschen immer noch Bedenken. Daher ist eine ständige Aufklärung sehr wichtig.

Die Welt-AIDS-Tag-Initiativen leisten nicht nur selbst einen Beitrag, sondern unterstützen auch andere, die sich engagieren möchten. Organisationen können ihre Vorhaben online mitteilen und erhalten dadurch Unterstützung bei der Promotion.

Solidarität in Österreich – Schleife zeigen
Ein weiteres vorbildhaftes Projekt für die Solidaritätsarbeit ist eine Österreichische Erfindung – der Lifeball. Dieser ist das größte Event in Europa zum Thema HIV und AIDS und geht im Mai 2015 das nächste mal über die Bühne. Ein Ticket für den Lifeball zu ergattern ist keine leichte Sache, die Karten sind schnell vergriffen. Um trotzdem ein Zeichen für Solidarität mit HIV-Positiven setzen zu können, kann man sich aber jederzeit in der AIDS Hilfe Tirol für eine kleine Spende eine rote Schleife holen.

„HIV ist eine Homosexuellen-Krankheit“
Die österreichischen AIDS-Hilfen versuchen mit einem umstrittenen Spot für Safer Sex zu werben. Dieser wendet sich an die Zielgruppe mit der höchsten Neuerkrankungsrate, nämlich Homosexuelle. Ein anderer, massentauglicherer Spot, der von einer österreichischen Firma für Durex erstellt wurde, geht etwas sensibler mit dem Thema um. Welches Mittel wirkungsvoller ist hängt wahrscheinlich vom Empfänger der Botschaft ab. Die Message beider Spots ist jedoch klar und für die Bekämpfung von HIV und AIDS essenziell: „Leute, schützt euch!“

„Damit das Studium dein einziges Problem bleibt“
Gratis Schutz für alle gibt’s nicht nur in den Büros der AIDS Hilfe Österreich, sondern in Innsbruck unter anderem auch bei der Studierendenvertretung des MCI. Das Motto „damit das Studium dein einziges Problem bleibt“ steht auf der Verpackung der Kondome, die man sich jederzeit im Büro in der Kaiserjägerstraße 1 (direkt neben der SOWI) holen kann.

Welt-AIDS-Tag – was kann jeder einzelne tun?
HIV ist nach wie vor ein ernstzunehmendes Thema und der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Solidarität mit Betroffenen. Der Umgang mit der Erkrankung und die Bekämpfung derselben bedeutet noch viel Arbeit für Gesellschaft und Politik. Durch zahlreiche Kampagnen und Organisationen werden wir heute wieder darauf aufmerksam gemacht. Ob man sich eine rote Schleife holt und als Zeichen der Solidarität tragen möchte oder einfach nur das Thema ins Bewusstsein ruft, bleibt jedem selbst überlassen. Und wer zum Büro der AIDS-Hilfe Tirol geht, sollte nicht vergessen sich dort gratis mit Kondomen einzudecken.

Bild: Trygve Utstrumo via flickr

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