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Süße Sünde – Schokolade und Kinderarbeit

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Schokolade macht glücklich. Wenn man sich so anschaut wie Kevin verschmitzt von der Kinderschokoladentafel grinst und sich in der Küsschen Werbung alle so verdammt lieb haben, kann man das fast glauben. Ob das wirklich funktioniert, sei dahingestellt. Eines ist klar, nämlich dass bei der Gewissheit, dass Menschen unter prekären Bedingungen den Kakao für unsere Schokolade herstellen, keiner mehr vom Schokoladeessen glücklich werden kann.

Allein in Ghana und der Elfenbeinküste arbeiten rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen. Dort müssen sie häufig mit gefährlichen Werkzeugen und Chemikalien arbeiten. Für viele Familien ist es essenziell, dass die Kinder mitarbeiten, denn ihr Lohn ist oft unentbehrlich. Die Arbeit auf den Plantagen macht zusätzlich einen Schulbesuch unmöglich. Besonders in der Elfenbeinküste spielt auch Kinderhandel eine große Rolle.

Anfang 2014 hat Greenpeace 140 Schokoladenmarken auf faire Standards untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass davon nur 20, darunter zum Beispiel Zotter, Bonvita und EZA, diese erfüllen können.

Die Konzerne Ferrero (Kinderschokolade, Nutella, Giotto…), Mars (Twix, Snickers, m&m’s…) und Mondelez (Milka, Oreo, Toblerone …) werben zwar teilweise mit ihrer Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit und unfaire Produktionsbedingungen, überprüfen diese aber selten und müssen sich daher auch diesbezüglichen Vorwürfen stellen.

Es ist also als Konsument wichtig, genau zu wissen wie der jeweilige Hersteller mit den Kakaobauern zusammenarbeitet. Auf Homepages wie aktiv-gegen-kinderarbeit.de gibt es Listen zu verschiedensten Lebensmittelherstellern unter anderem auch zu Schokoladenherstellern und deren Umgang mit dem Thema. Hier kann man sich informieren, welche Schokolade guten Gewissens genossen werden kann und von welcher man besser die Finger lässt.

Fairtrade hat ein eigenes Siegel für Kakao. 90% des weltweit gehandelten Kakaos werden von Kleinbauernfamilien hergestellt. 80% von diesem Kakao werden von fünf großen Unternehmen gehandelt. Mit dem Siegel soll sichergestellt werden, dass die Kakaobauern, unabhängig von Spekulationen und Preisschwankungen am Weltmarkt, einen fairen Preis für ihre Produkte bekommen.

Beim Kauf von Schokolade auf BIO und FAIRTRADE zu achten ist einfach unverzichtbar und es sollte im Interesse (und dem Gewissen) eines jeden liegen, sich hierzu zu informieren und dementsprechende Kaufentscheidungen zu treffen. Wer auch noch aktiver gegen die angesprochenen Missstände vorgehen will, findet auf makechocoaltefair.com Informationen und eine Petition zu dem Thema.

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