Die Zeitlos/ Dezember 1, 2013/ Zügellos/ 0Kommentare

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Symptothermal? Klar, die Stellung kenn ich noch gar nicht. Dies und anderes über das altbewährte Kondom.

kondomLeonardo da Vinci, Angela Merkel und die drei Musketiere, haben eines gemeinsam. Über alle liefern einschlägige Suchmaschinen dieselbe Anzahl an Ergebnisse, wie zu unserem guten alten Freund – dem Kondom.

Doch wie kam es überhaupt zu unserer modernen Art des Kondoms? Welche Risiken lauern auch heute noch und was muss ich tun, wenn meine Freundin eher die symptothermale Methode bevorzugt?

Schon zu Casanovas Zeiten versuchten sich die Menschen bei ihrer amourösen Aktivitäten durch Schafsdärme und tierischen Membranen vor Mitbringseln im Mikrometerbereich zu schützen. Die zuvor eingesetzten Kondome aus gewebtem Stoff boten kaum Schutz. Ein passend geformtes Sieb hätte vermutlich denselben Effekt erbracht. Erst eine Erfindung von Charles Goodyear im Jahre 1855 brachte den Durchbruch. Sein Gummi aus vulkanisiertem Kautschuk ermöglichte den sicheren und bequemen Verkehr – im Bett wie auf der Straße. 1930 machte die Umstellung auf Latex das Verhütungsmittel für jedermann erschwinglich. So brachte die Not, der Syphiliskranken und kinderscheuen Männer den Erfindergeist auf Trab.

Heute sind Kondome in vielerlei Ausführung zu finden. Größe, Farbe, Geschmack und Oberflächenbeschaffenheit sind fast keine Grenzen mehr gesetzt. Spermizide wie Nolynol-9 sollen das Risiko einer Empfängnis weiter verringern. Sogar Lokalanästhetikum, wie Benzocain wird der Lümmeltüte beigemischt, um es dem Manne zu ermöglichen, den Akt künstlich zu verlängern. Doch die richtige Anwendung scheint, trotz beiliegender analphabetensicherer Anleitung, manchen immer noch verwehrt zu sein. Microsoft Gründer Bill Gates spricht sich für eine simplere Anwendungsweise und ein verbessertes Design aus. Der Erfinder des Präservativs 2.0 erhält als Ansporn 100.000 Dollar. Von Internetideen, wie der Kondompistole rate ich persönlich allerdings ab. Schon die Lache seines Erfinders ist verheißungsvoll. Dabei gilt es nur wenige, zumeist logische Dinge zu beachten, damit der Spaß auch Spaß bleibt. Denn nichts törnt dermaßen ab, wie ein gerissenes Kondom und das anschließende was-wäre-wenn-Gespräch.

Wem allerdings das Kondom per se nicht liegt oder gar auf Latex allergisch reagiert, bietet das Internet eine Fülle von Alternativen. Doch auch wenn das Internet im 21. Jahrhundert schon Anleitungen zum Sockenstricken bereithält, sollte dennoch jeder, bei der Erstanwendung einer neuen Verhütungsmethode einen Arzt konsultieren. So gilt eine richtig angewandte symptothermale Methode als sehr sicher und ist seriös wissenschaftlich erforscht und erprobt, um effektiv vor ungewollter Schwangerschaft schützen. Man spricht dabei von einer natürlichen Verhütungsmethode. Eine Auseinandersetzung der Frau mit ihrem Körper ist dabei Pflicht. Viele Frauen erleben dabei eine neue Seite an sich, wenn ihnen bewusst wird zum ersten Mal ohne technische Hilfsmittel selbst diagnostizieren können, ob sie fruchtbar oder unfruchtbar sind. Einzig der Aufwand ist ein wenig größer. Im Gegenzug erhält man allerdings für diese Verhütungsmethode den Segen der Kirche.

Seit der Aussage von Papst Benedikt XVI., dass die Benutzung von Kondomen für „begründete Einzelfälle“ erlaubt sei, findet sich die Kirche an einem weiterem Wendepunkt. In seinem Buch, Licht der Welt, könne etwa der begründete Fall sein, dass Prostituierte ein Kondom verwenden, um sich gegen HIV zu schützen. Wo früher Monogamie und Treue als einziges Mittel gegen Geschlechtskrankheiten gepriesen wurde, nähert man sich heute moderneren Möglichkeiten zu. Denn auf das Treue- oder Monogamieversprechen einer flüchtigen Bekanntschaft in zwielichtigen Bars und unter Alkoholeinfluss zu trauen ist, gelinde gesagt, ein wenig naiv.

Weitere Fehler die ihr in eurem Interesse vermeiden solltet:

Schon vor dem eigentlichen Sex kann euch ein sogenannter Lusttropfen entfleuchen. Ein direkter Kontakt bei Vorspielarten, wie dem Petting sollte daher vermieden werden.

– Ein nicht vollständig abgerolltes Kondom kann sich, während des Geschlechtsverkehrs vom Penis ablösen.

– Der Einsatz von ölhaltigen Gleitmitteln, bestimmter Spermizide oder manche homöopathische Behandlungen, die nicht in Kombination mit einem Kondom freigegeben sind, können es unter fünf Minuten durchlässig für z.B. Viren machen.

– Nach dem Ablaufdatum können Kondome nicht sichtbare Schäden aufweisen und nicht mehr sicher sein. (Ach so…)

– Die richtige Kondomgröße ist wichtig. Nein, nicht deine Länge du Macho, sondern vielmehr dein Durchmesser ist entscheidend.

– Sonneneinstrahlung, Hitze, Kälte und mechanische Strapazen wie im Auto der Hosentasche oder dem Geldbeutel gilt es zu vermeiden.

– Spermizide, wie das oben genannte Nolynol-9, können die Empfänglichkeit für HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten erhöhen.

– Und schon deine verwichsten Griffel können bei Kontakt mit den weiblichen Geschlechtsteilen eine Schwangerschaft bewirken.

 

Von dem her und aus anderen Umständen – bleibt sauber.

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