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Video: Exklusiv-Interview mit dem amerikanischen Botschafter William C. Eacho, III

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Die Zeitlos-Redaktion mit Botschafter William C. Eacho, III (von links nach rechts: Felix De Zordo, Botschafter William C. Eacho, III, Benjamin Nickel, Elisa Gramlich, Jan Ude)

Der Botschafter der Vereinigten Staaten zu Österreich, Herr William C. Eacho, III, stattete im Januar 2012 dem MCI einen Besuch ab und hielt einen Vortrag zum Thema „green economy: international opportunities“

Nach seinem Vortrag und der anschließenden Fragerunde, hatte “Die Zeitlos” die Möglichkeit mit dem Botschafter ein kurzes Exklusiv-Interview zu führen:

Was fasziniert Sie am meisten an Ihrem Beruf?

Ich liebe die Vielfalt, da jeder Tag eine Fülle an verschiedenen Aktivitäten bietet. Ich mache nicht das Gleiche jeden Tag, nicht mal jede Stunde am Tag ist gleich. Heute Morgen habe ich beispielsweise den Tiroler Landeshauptmann getroffen und hatte ein großartiges Gespräch mit ihm, und anschließend komme ich hier her und habe diese wirklich interessanten anderthalb Stunden mit der Rede und anschließender Diskussion. Anschließend werde ich das amerikanische Team, welches für die Jugendolympischen Spiele hier in Innsbruck ist, besuchen, was auch sehr viel Spaß machen dürfte. Und dann bekomme ich sogar die Gelegenheit zur Eröffnungszeremonie der YOG zu gehen, was für ein Spaß! Das ist, muss bestimmt, der beste Job der Welt sein!

Welche Qualifikationen benötigt man, um Botschafter zu werden?

Ich denke, dass es wichtig ist, internationale Beziehungen zu studieren. In den USA ist es auch wichtig Management-Erfahrung zu haben. In meinem Fall war Geschäftsführer gewesen zu sein, eine sehr gute Vorbereitung um „Geschäftsführer“ der amerikanischen Regierung in Österreich zu sein, denn das ist es wie wir unseren Beruf beschreiben. Wir sagen zu unseren Botschaftern: „Du bist der Geschäftsführer der amerikanischen Regierung in Österreich.“. Das heißt, dass man nicht nur die diplomatischen Beziehungen, sondern auch die anderen Organe der amerikanischen Regierung, wie z.B. die Streitkräfte, beaufsichtigt. Wir haben also eine große Vielfalt an Abteilungen, was auch noch mal zur Vielfältigkeit des Tagesablaufs beiträgt. Wenn man ein Unternehmen führt, weiß man wie man sich als Leiter einer Organisation verhält und auch wie man in der Öffentlichkeit spricht, also ist es eine gute Vorbereitung auf den Beruf des Botschafters. Somit denke ich, dass mein Management-Hintergrund und mein Wirtschaftsabschluss in Business Administration nützlich waren. Aber es ist auch sehr wichtig ein umfangreiches Wissen über das Weltgeschehen zu haben. Und es wird gesagt, der beste Weg dies zu erreichen ist die Zeitschrift „The Economist“ zu lesen. (zwinkert und lacht)

Welchen Charakter sollte man für diesen Beruf haben?

Ich denke es ist hilfreich ehrlich, direkt und freundlich zu sein, gut mit Leuten kommunizieren zu können und einfach die Wahrheit zu sagen. Ich denke, dass viele Diplomaten, naja, sich sehr bemühen das zu sagen, was politisch korrekt ist und vielleicht könnte ich damit auch einen besseren Job machen (zwinkert/lacht), aber ich neige dazu einfach die Wahrheit zu sagen und zu sagen, was ich wirklich denke. Offen gesagt, weiß ich, dass der Präsident Vertrauen in mich hat, denn sonst hätte er mir nicht diesen Job gegeben. Also mache ich mir nicht zu viele Sorgen, wenn ich, die Grenzen dessen, was wir sagen sollen, überschreite, denn ich weiß, dass ich das sage, was der Präsident wirklich denkt.

Interviewerin: Elisa Gramlich

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