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Science Slam im Treibhaus

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Eine handvoll Teilnehmer auf der Bühne und 6 Minuten Zeit, dem neugierigen Publikum Wissenschaft so einfach und unterhaltsam wie möglich zu erklären – das ist Science Slam. Hilfsmittel sind erlaubt, jedoch kein Beamer. Der Fokus soll auf der Person liegen. Zum 4. Mal war der Science Slam nun schon zu Gast in Innsbruck, auch dieses Mal wieder im ausverkauften Treibhaus. Und am Ende entschied das Publikum, wer zum Sieger gekürt wurde. Ein Artikel von Cornelia Riml

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[DER SLAM]
Beim Poetry Slam geht es darum, das Publikum mit selbstverfassten Texten zu begeistern. Beim Science Slam wird Wissenschaft erklärt. So verständlich wie möglich verpackt, sollen dem Publikum komplizierte Sachverhalte aufgezeigt werden. Und das funktioniert am Besten, wenn das Ganze noch die Lachmuskeln beansprucht. Am Ende entscheidet schließlich das Publikum, wer zum Sieger gekürt wird und ein nagelneues iPad mit nach Hause nehmen darf.
Bereits zum 4. Mal war der Science Slam nun schon in Innsbruck zu Gast. Die bewährte Lokation dafür war auch am 04.11.2014 wieder das beliebte Treibhaus. Wie groß das Interesse am Slam inzwischen ist, zeigen die Kartenreservierungen. Das Treibhaus war bereits eine Woche vorher restlos ausverkauft, während immer noch Anfragen für Karten bei dem Veranstalter eingingen. Wer also rechtzeitig informiert sein möchte, der sollte den newsletter abonnieren (http://www.scienceslam.at/newsletter/).
Initiator des Science Slam in Österreich ist Bernhard Weingartner. Er selbst ist Physiker an der TU Wien und moderierte den Abend. Und auch das Publikum war bunt gemischt.

[DIE PERFORMER]
Julia Lechinger reiste extra aus Salzburg an, um in Innsbruck auf der Bühne zu stehen. Sie forscht im Bereich Kognitive Neurowissenschaften und arbeitet hauptsächlich in einem Schlaflabor. Der treue Begleiter an ihrer Seite auf der Bühne war „Wolfgang“, ein Modell des menschlichen Gehirns. Mit dem Titel „(K)Ein Schalter im Gehirn?! Auf der Suche nach Bewusstsein“ erklärte sie, wie man mit Bewusstsein bei Wachkomapatienten arbeitet.
Als nächste Slammerin wagte sich Barbara Weber vom Informatik-Institut der Universität Innsbruck auf die Bühne: „Geschäftsprozesse besser unterstützen“. Diese wurden mit tatkräftiger Unterstützung eines jungen, strammen Bergsteigers in Sandalen präsentiert. Beim Blick ins Publikum sah man auch hier zahlreiche amüsierte Gesichter, als der „gut“ ausgerüstete Bergsteiger versuchte, den besten Weg zum Gipfel zu finden. Nachdem er seine Schwiegermutter nicht erreichen konnte, musste ihm die Fee „Tinkerbell“ den Weg weisen.

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Für besondere Begeisterung sorgte dann der nächste Mutige auf der Bühne: Georg Watschinger aus dem Bereich Rechtswissenschaften in Innsbruck. Gekleidet in der typischen Anwaltsrobe und einem schwarzen Aktenkoffer in der Hand, schritt er überzeugend auf die Bühne. Das „Transatlantische Paragraphen-Wettbiegen“ war durchaus ein Fall für diesen „guten Rechtsanwalt“, denn schon nach kurzer Zeit hatte er das Publikum auf seiner Seite. Er erklärte das Transatlantische Freihandelsabkommen anhand von einem Kinderspielzeug.
Und gleich erfrischend ging es dann mit Johannes Burtscher weiter, Neurowissenschaft der Medizinischen Uni Innsbruck stand damit im Mittelpunkt der Bühne. „Die Energie für einen gesunden Geist“ wurde gekonnt von ihm in einen flotten Text verpackt, der das Publikum nicht nur einmal zum Lachen brachte. Dabei ging es um die Erklärung und Entstehung von bestimmten Gehirnkrankheiten, wie zum Beispiel Alzheimer.
Den Abschluss des dynamischen Science Slam brachte dann Ines Pichler. Sie wurde von zwei großen Kisten bzw. Kasten auf der Bühne unterstützt. Dabei ging es um Germanistische Sprachwissenschaft und deutsche sprangen mit österreichischen Wörtern in die Kiste.
SL (3)Zum Sieger dieses 4. Innsbrucker Science Slams wurde nach ausführlicher Diskussion und Abstimmung des Publikums schließlich Georg Watschinger mit seinen Paragraphen gekürt. Er bekam vom Vizerektor für Lehre und Studierende, Prof. Dr. Roland Psenner von der Universität Innsbruck, ein nagelneues iPad überreicht (gesponsert vom BMWFW) und freute sich gemeinsam mit dem Publikum über seinen Erfolg.

Mitmachen kann übrigens jeder, der sich anmeldet. Infos dazu findet man hier: www.scienceslam.at

Text & Bilder: Cornelia Riml

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