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Clubbewertung: Segabar

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Während sich tagsüber die Touristen auf der Maria-Theresien-Straße die Finger wund fotografieren, verwandelt sich die Fußgängerzone über Nacht in eine wahre Vergnügungsmeile mit einer Vielzahl an Bars und Cafés. Doch eine Bar sticht besonders hervor. Sie ist zwar unscheinbar, zählt aber dennoch nicht zu den Geheimtipps der Stadt: die Segabar.

Leicht zu finden ist sie nicht, da, wie vorher schon erwähnt, dieses Etablissement nicht besonders heraussticht. Der Eingang befindet sich unterhalb der Orangerie auf der Maria-Theresien-Straße 10 und ist meistens flankiert von zwei stämmigen Securities. Nach der Kontrolle der Altersbescheinigung (das Mindestalter ist 18 Jahre) durch die zwei, meist netten Herren, geht es über eine Treppe runter in die eigentliche Bar. Sonntag bis Donnerstag genießt man hier sein Getränk bei freiem Eintritt, Freitag und Samstag muss vor Betreten des Barraumes ein Entgelt von 3€ bezahlt werden. Nach dem Betreten erkennt man auf der rechten Seite eine Garderobe. Hier empfiehlt es sich jedoch sein Kleidungsstück mitzunehmen, da bei schlechterem bzw. kaltem Wetter diese heillos überfüllt ist und beim Verlassen die Jacke unter einem großen Haufen, bei schummrigem Licht, gesucht werden muss, mit der Aussicht, das gute Stück nie wieder zu finden.

Der erste Weg führt meistens quer durch die Bar um eventuell bekannte Gesichter zu erkennen. Die Bar rechts liegen gelassen, muss man feststellen, dass es so etwas wie eine Tanzfläche nicht gibt und die Sitzgelegenheiten mit 4 – 5 Tischen, sehr begrenzt sind. Nichtsdestotrotz wird ein Blick auf die Karte riskiert und hier offenbart sich das erste Mal, warum diese Bar so beliebt ist: die Preise sind sehr Studentenfreundlich, da man z.B. für einen Shot einer beliebigen Spirituose bloß 1,40€ zahlt. Des Weiteren gibt es täglich den allseits beliebten „Bottle Club“ (bis 22:00 die Flasche ABSOLUT Vodka 0,5l und die ganze Nacht die Flasche ERISTOFF RED 0,35l um 13,00€), sowie diverse andere Aktionen, wie z.B. jeden Sonntag das „Gastro & Friends“. An jedem letzten Tag der Woche besteht die Chance, dass die größte Gästegruppe eine 4,5 Liter Flasche Absolut Vodka für den kommenden „Gastro & Friends“-Besuch bekommt. Außerdem wird an diesem Abend der Preis für eine 0,66l Flasche Warsteiner auf 1,40€ gesenkt. Durch diese Aktionen und moderaten Preise, steigt der Dichtheitsfaktor enorm und auch der Abschleppfaktor ist beträchtlich erhöht. Dieser ist für beide Geschlechter in etwa gleich hoch, da das Verhältnis von Männern und Frauen sehr ausgeglichen ist.

Nach der erfolgreichen Bestellung und dem unverzüglichen Erhalt des Getränkes (die Wartezeiten sind sehr gering) möchte man meinen, dass bei aktuellen Hits des Bereiches House, Dance und Pop auch der Dancefloor brennen sollte. Hier enttäuscht diese Bar jedoch auf der ganzen Linie, da die Lokalität aus platztechnischen Gründen einen ausgelassenen Tanz nicht zulässt. Genau das gleiche „Problem“ tritt auch in den Sanitäranlagen auf: mehr als drei Personen sollten sich hier nicht aufhalten, ansonsten fällt der Kuschelfaktor sehr hoch aus. Ein weiteres Manko tritt auf, wenn man strikter Nichtraucher ist, weil sich der Bereich für diese Gruppe im hinteren Teil der Segabar befindet und somit der ganze Weg durch den schummrigen, rauchigen Aufenthaltsort der Zigarettengenießer führt, falls man das WC oder den Ausgang aufsuchen will.

Die Segabar besticht durch ihre unschlagbaren Getränkepreise und dem angenehmen Mix aus guter Musik und einem sehr ausgeglichenen Männer-zu-Frauen-Verhältnis. Der Altersdurchschnitt geht von 18 aufwärts, da die Kontrollen am Eingang sehr strikt sind. Störend sind leider das geringe Platzangebot und auch die Regelung, dass der Nichtraucherbereich im hinteren Teil ist und man somit jedes Mal den Gang durch das Raucherpublikum tätigen muss. Jedoch kann über diese Tatsachen nach ein oder zwei Bier getrost hinweggesehen werden.

von Florian Huber

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